Niederländische Himbeeren in Tanzania

Eine Himbeerfarm in der Nähe des Arusha National Parks in Tanzania, mit Ausblick auf den Mount Meru und Kilimandscharo. Es hört sich an wie ein Traum und das ist genau, was es für Erik Koster ist. Es sieht nicht so aus, als würde er bald zurück in die Niederlande ziehen.

Es war anzunehmen, dass Erik nicht in Holland bleibt, nachdem er seine Diploms in Tropischer Landwirtschaft in der Tasche hatte. In den 1980er Jahren arbeitete er fünf Jahre lang für Saatverbesserungsunternehmen Hazera in Tanzania und er verliebte sich in das Land. “Sobald die Kinder die Grundschule hinter sich hatten, zogen wir zurück in die Niederlande, aber ich konnte mich einfach nicht wieder einleben. Ich mochte das tägliche Jagen nicht und ich wollte mich selbständig machen. Meine Frau verstand dies und wir zogen wieder nach Tanzania, als unsere Kinder das Studiumalter erreichten." In Tanzania legte Erik Kontakt mit Geert de Weert vom Gartenbaubetrieb de Westerbouwing, der mit seinem Saatverbesserungsprogramm Sorten für wärmere Klimate entwickelte. "Durch seine Expertise ist es uns langsam immer besser gelungen, um in den afrikanischen Umständen anzubauen."



Erik leitet die Himbeerfarm Kilihortex, wovon Geert und Fruit World Breda Anteilhaber sind. Die Himbeerfarm umfasst derzeit 16 Hektar Tunnelanbau ausgestattet mit einer Tropfbewässerung. Die Saison ist von Ende September bis Juni, wovon die Himbeererzeuger sagen, dass März bis Juni am besten sind. "Im Dezember und Januar ist es normalerweise zu heiß hier und unsere Produktion ist dann klein. Dereit arbeiten wir an der Errichtung einer zweiten Farm, auch im Norden des Landes." Seine Kinder treten in seine Fußstapfen. Der älteste Sohn arbeitet für ein amerikanischen Saatverbesserungs-Unternemen in Kenia und sein jüngster hat im Familienunternehmen angefangen und wird das Management der jetzigen Himbeerfarm in der nahen Zukunft übernehmen.

Luxusprodukt
Über 120 Tanzanier sind auf der Plantage beschäftigt. Während der Saison arbeiten doppelt so viele Arbeiter im Unternehmen. "Wieden und Ernten wird meist durch Frauen erledigt. Männer machen das nicht, und so können Frauen zum Familieneinkommen beitragen", sagt er. Frauen mit Familie bezahlen oftmals das Schulgeld ihrer Kinder mit ihren Löhnen. "Wir arbeiten meist mit einer festen Gruppe und diese sind inzwischen zu erfahrenen Mitarbeitern herange-wachsen. Das Lagerhaus wird bereits seit Jahren von zwei Frauen geleitet. Es ist wirklich fantastisch, um zu sehen, wie sie das Level gesteigert haben." Ein Großteil der Produktion ist für den Export bestimmt. Erik erklärt, dass die geringen Arbeitskosten die Luftfrachtkosten ausgleichen. "Wir verkaufen die Himbeeren auch auf dem lokalen Markt, vor allem in der Saison, wenn Europa seine eigene Produktion auf dem Markt hat. Die Frucht ist hier immer noch ein Luxusprodukt.”



Die Familie Koster lebt östlich von Aurusha, am Fuße des Mount Meru. "Wir leben mitten in unserer Farm, ein wundervoller Ort zum Leben", sagt Erik. "Mit Parks wie den weltberühmten Serengeti Park, dem Indischen Ozean und Zanzibar in der Nähe, gibt es immer etwas zu tun. Naturliebhaber können sich hier ganz und gar ausleben. Neben der schönen Umgebung, ist das Klima auch sehr gut. Eine Art fortdauernder Frühling, mit einigen Monaten als Ausnahme, in denen es sehr heiß ist. Insgesamt ist die Lebensqualität hier sehr viel besser.” Außerdem sind Tanzanier sehr freundliche Menschen und sie sind sehr viel weniger aggressiv als in anderen afrikanischen Ländern, so erklärt er. "Sie sind nicht so leistungsorientiert, was es manchmal auch schwierig macht, um etwas bei ihnen zu erreichen. Es ist lobenswert, dass die Tanzanier sind zufriedene Menschen sind, vor allem wenn man materielle Dinge in Betracht zieht. Sie haben nicht viel, aber lächeln trotzdem. Wir als Europäer können definitiv viel von Ihnen lernen.”

Erik’s jüngster Sohn wird den Betrieb im nächsten Jahr übernehmen. Der 67 jährige Himbeerproduzent denkt, dass es an der Zeit ist, zurückzutreten, auch aus gesundheitlicher Hinsicht. "Es könnte durchaus so sein, dass wir nach Holland zurückgehen. Meine Frau möchte gern zurück. Das kommt teils durch die Gesundheitsversorgung, die hier einfach nicht so gut wie in Holland ist. Ich persönlich stehe in Behandlung bei einem niederländischen Neurologen. Es wird nicht einfach, um Tanzania zu verlassen, aber ich habe wundervolle Jahre, auf die ich zurückblicken kann. Ich bin sehr froh, dass unser Familienunternehmen weitergeführt wird und ich hoffe, dass ich in der Zukunft in der Lage bin, um es zu besuchen.”

Weitere Informationen:
Erik Koster

Erscheinungsdatum:



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