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Obstbauverband Mostviertel rechnet mit einer gut durchschnittlichen Ernte

Mit einer durchschnittlich guten Ernte um 8.000 bis 10.000 Tonnen rechnen die mehr als 150 Mitgliedsbetriebe des Obstbauverbandes Mostviertel. „Somit ist nach dem schlechten Erntejahr 2016 nun die größte Sorge gebannt“, erklärte Geschäftsführer Andreas Ennser dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Der Frost und der Spätwintereinbruch im Mai hätten den gefährlichen Grenzwert von knapp -2 °C in der abklingenden Blüte erreicht, was kleinregional zu maximal zehn bis zwanzig-prozentigen Einbußen führen werde und somit kalkulierbar sei.

Wichtig sei, dass die Qualität gut ist. „Und die müsste eigentlich passen“, erklärte Ennser. „Denn durch die trockene Witterung hat sich der Zucker in der Frucht natürlich konzentriert. Die viele Sonnenstunden sollten zusätzlich das Ihre dazu beigetragen haben. Wie die Säure beschaffen ist, wird man erst bei der Ernte feststellen können. Denn hier bewirkt das heiße Wetter oft auch das Gegenteil und kann Säure abbauen. Eines ist aber sicher: Die Saftausbeute wird durch das trockene, warme Wetter geringer ausfallen. Auch die Früchte sind kleiner.“

Was den Preis betrifft, der in den letzten Jahren relativ stabil war und Obstverkäufer und Verarbeiter gleichermaßen zufrieden stellte, wünscht sich der Obstbauverband eine auf Qualität gegründete Monopolstellung. „Da Mostbirnen wirtschaftlich nirgends eine so große Bedeutung haben wie im Mostviertel, kann man sie auch preislich nicht wie Apfelsaftkonzentrat am Weltmarktpreis messen. Mindestens 150 bis 250 Euro pro Tonne wären schön“, so Ennser. Dieser Preis sei für die Produzenten durchaus kalkulierbar und würde die Erhaltung, Pflege und Bewirtschaftung der prägenden Obstbäume der Region sichern.

Sorgen bereiten den Obstbauern nach wie vor das Baumsterben durch die Phytoplasmose der Birne, eine Birnenkrankheit, die Anfang der 1960er Jahre erstmals in den USA aufgetreten und nun in ganz Europa verbreitet ist, sowie schwankende Ertragserwartungen und die zunehmenden Wetterkapriolen. „Dazu kommen noch immer komplizierter werdende gesetzliche Auflagen und Kontrollen, wo der einzelne Landwirt leicht einmal den Überblick verlieren kann und wo somit Fehler und darauf Strafen vorprogrammiert sind“, so Ennser. „Außerdem muss für diese Gesetzesflut immer mehr Zeit aufgewendet werden, was schon eine eigene Sekretariatskraft erfordern würde, aber in den kleinbäuerlichen, familiären Strukturen nicht zu finanzieren ist. Hier wäre es höchste Zeit, statt ständiger Belastungen endlich für Entlastungen der Betroffenen zu sorgen.“

An drastische Wetterumschwünge werde man sich hingegen künftig gewöhnen müssen. „Ich bin überzeugt davon, dass es Birnbäume auch weiterhin im Mostviertel geben wird. Kiwi-Anpflanzungen gibt es schon seit geraumer Zeit “, meint Andreas Ennser. Er schließt nicht aus, dass künftig auch noch andere, bisher hier nicht ansässige „Exoten“, wie Indianerbananen, Erdbeer- oder Zitronenguave, Kaki, Datteln, Feigen oder Granatäpfel, kultiviert werden. „Für frische Vitaminsmoothies, Säfte, Marmeladen, Dörrobst, Edelbrände oder auch Liköre wären jedenfalls im Mostviertel auch genügend Möglichkeiten einer Veredelung gegeben“, sagt er.

www.schachern.at

Quelle: NÖWPD

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