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Farmen in Äthiopien sind durchgehend gefährdet und werden streng bewacht

Es hat in Amhara und Oromia innerhalb der letzten zwei Jahre immer wieder Proteste gegeben. Die Pläne aus dem letzten Jahr, die Umgebung von Äthiopiens Hauptstadt, Addis Ababa, für die Weiterentwicklung zu nutzen, hat zu hitzigen Demonstrationen der Oromo, die größte ethnische Gruppe des Landes, geführt. Viele Angehörige dieser Gruppe müssten, den neuen Plänen nach, ihre Heimat verlassen

Die Unruhen halten in Äthiopien seit einigen Monaten an, aber nachdem Esmeralda Farmen abgebrannt wurden, ist die Situation eskaliert. Unternehmen werden regelmäßig attackiert, einschließlich eines Zwiebelbauers und eines Kartoffelbauers in der letzten Woche.

Das Geschäft läuft wie gewohnt
Kemal Mohammed, dem Geschäftsführer von Ethuo Agri-CEFT plc zufolge, hätten die Proteste jedoch bisher keinen Effekt auf die Exporte und Aktivitäten seiner Farmen gehabt.

"Die Proteste könnten vielleicht in der Zukunft Konsequenzen haben, aber bisher läuft unser Geschäft so wie immer. Wir hatten noch keinerlei Probleme auf unseren Farmen und alles läuft ab, wie geplant," erklärt Mohammed.

"Einige Farmen in den Protest Hotspots waren betroffen, aber noch können die Verluste nicht eingeschätzt werden."

Mohammeds Meinung nach, sind die Demonstranten zwar wütend auf die Regierung, jedoch zugleich sehr bedacht und würden niemals ihren Ärger an privaten Bauern auslassen. "Sie wissen, dass sie die privaten Farmen nicht anrühren dürfen und außerdem finden die Proteste nicht im ganzen Land statt - am meisten ist die nördliche Region betroffen, allerdings nicht in einem großen Ausmaß. Wir können ganz normal unsere Produkte nach Addis Ababa liefern," fügt Mohammed hinzu.

Dem niederländischen Bauern Paul Holla, Besitzer der äthiopischen Rosenfarm Holla Roses in Ziway, zufolge sieht die Situation jedoch anders aus. "Die Farm wird streng bewacht und die LKWs werden in einem Convoy zum Flughafen begleitet."

Extra Sicherheitsmaßnahmen
Farmen in Äthiopien sind in ständiger Gefahr und müssen daher streng bewacht werden. So wie Holla Roses. "Auf der ganzen Farm sind Polizisten und Undercover Agenten stationiert," sagt Paul. Und leider müssen sie auch weiter dort arbeiten, da die Arbeiter hier täglich zur Arbeit kommen. "Es gibt keine großen Unruhen in Ziway, aber die Leute im Dorf haben Angst. Die Farm wird bewacht, damit sie sich hier sicher fühlen können."

Da die Produktion weitergeht, müssen die Blumen zum Flughafen transportiert werden, was uns vor das nächste Problem stellt. Die LKWs sind hier nicht sicher. Deswegen haben sich die fünf Blumenfarmen in der Oromia Region entschlossen, dass ihre LKWs im Convoy zum Flughafen in Addis Ababa fahren. "Anfang dieser Woche haben wir das zum ersten Mal gemacht und obwohl die LKWs auf dem Weg zum Flughafen angegriffen wurden, kamen unsere Blumen pünktlich dort an." Doch auch am Flughafen gibt es Probleme. Nicht alle geplanten Flüge heben auch tatsächlich ab. "Einer von zwei geplanten Flügen wird wieder abgesagt, weil es nicht genug Blumen gibt," sagt er.

Lebensmittel sind knapp

Hinzu kommt noch ein weiteres Problem, das wir vermutlich in den kommenden Tagen haben werden - die Lebensmittelvorräte. "Es wurde nichts von Addis Ababa nach Ziway gebracht. Viele Läden sind leer und alle Banken und Schulen sind geschlossen. Und das ist nicht nur in Ziway so, sondern auch in jedem anderen Dorf in Äthiopien", sagt Paul Holla.

"Das Problem betrifft alle in Äthiopien, deswegen müssen alle Farmen mit den Protesten und ihren Herausforderungen und Risiken zurecht kommen."



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