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Oleg Pugaev, Landwirtschaftsberater der russischen Botschaft

Ob der Boykott gestoppt wird, hängt weiter von den Handlungen der EU ab

Interview mit Oleg Pugaev, Landwirtschaftsberater der russischen Botschaft in den Niederlanden

Oleg Pugaev, Landwirtschaftsberater an der Botschaft der Russischen Föderation im Königreich der Niederlande, sprach mit FreshPlaza über den EU-Import-Bann. Er gab einen aktuellen Lagebericht ab und blickte in die Zukunft.

Zuletzt waren viele Gerüchte über eine Aufhebung des Banns für bestimmte Produkte in bestimmten Ländern im Umlauf. Wie steht die russische Regierung öffentlich zu dem Thema? Wie wahrscheinlich ist es, dass der Boykott im August ausgeweitet wird?


Der russische Bann auf den Import von landwirtschaftlichen Erzeugnissen - aus einer Vielzahl von Ländern - ist die Antwort auf westliche Sanktionen. Laut dem russischen Premierminister Dmitri Medwedew werden im Juni einige Änderungen erwartet, die sich auf eine Aufhebung des Banns für bestimmte Produkte beziehen.
Aber die Frage nach einer kompletten Abschaffung des Banns hängt einzig und allein von den weiteren Handlungen der EU ab.

Sind seit dem Bann irgendwelche dramatischen Veränderungen aufgetreten? Und, soweit Sie es sehen können, wie kommen die russischen Verbraucher mit den neuen Produkten zurecht, die nun auf dem Markt erhältlich sind? Wie etwa neue Sorten, die aus Nicht-EU-Ländern kommen und nun verkauft werden?

Die Situation auf dem russischen Markt ist stabil. Selbstverständlich sind die Lebensmittelpreise erheblich gestiegen, aber der Hauptgrund hierfür ist die Wertminderung des russischen Rubels. Eine Folge ungünstiger Bedingungen auf dem Ölmarkt.
Durch viele Jahre der stabilen Handelsbeziehungen und -partnerschaften, hat sich die russische Bevölkerung an niederländische Produkte wie Käse, Paprika und Birnen in den Supermärkten gewöhnt. Nun müssen die Menschen ihre Geschmäcker und Vorlieben ändern.

Es gibt viele Artikel über Investitionen in den russischen Gartenbau (große Gewächshäuser und Lagerräume). Können Sie uns mehr darüber erzählen?


Bereits seit Jahrzehnten gibt es in einer Reihe von russischen Regionen große Investmentprojekte, die mit dem Gartenbau zusammenhängen. Die meisten dieser Projekte werden mit Beteiligung niederländischer Unternehmen realisiert.
In 2015 beabsichtigt die russische Regierung ungefähr 3 Milliarden Rubel (RUB), also circa 50 Millionen Euro zu investieren, um die Gartenbauindustrie anzukurbeln.

Russland erlaubt den Import von niederländischen Pflanzkartoffeln. Können Sie etwas über die russische Kartoffelindusrie erzählen? Wächst die Anbaufläche? Steigt das Volumen importierter Pflanzkartoffeln. Und wenn ja, warum?

Die durchschnittliche Anbaufläche liegt recht stabil bei etwa 2,2 Millionen Hektar.
Letztes Jahr hat Russland etwa 10.500 Tonnen Saatkartoffeln aus den Niederlanden importiert. 2015 stieg stieg die Zahl auf 15.000 Tonnen.
Der Grund für die deutliche Steigerung ist, dass russische Züchter vorhaben ihre Effektivität durch den Gebrauch dieses besseren Pflanzenmaterials zu steigern. Die Züchter sind bereit dafür auch mehr Geld in die Hand zu nehmen (Februar bis März 2015 erreichte die Abwertung des Rubels 45 Prozent).

Sind Kartoffeln eine wichtige Zutat in der russischen Küche? Wie schaut der Markt aus? Wo sind die größten Anbauflächen für Kartoffeln in Russland?


Kartoffeln sind sehr wichtig. Wir nennen sie “zweites Brot”. Der durchschnittliche Russe verbraucht jährlich 120 bis 130 Kilo Kartoffeln - bei einer jährlichen Inlandsproduktion von etwa 31 Millionen und einem Import von etwa einer halben Millionen Tonnen.
Die Preise für den Konsumenten sind Anfang 2015 um zehn Prozent auf bis zu 45 Prozent gestiegen, je nach Region.
In Russland produzieren wir in Brjansk, Tula, der Region Moskau, Nischni Nowgorod, Astrachan, Oblast Swerdlowsk, Tjumen, Samara, Lipezk, Tambow, der Republik Tschuwaschien, Kemerowo, Twer, der Republik Tatarstan, der Republik Udmurtien, Woronesch, etc.

Für weitere Informationen:

Botschaft der russischen Föderation im Königreich der Niederlanden
Oleg Pugaev
Tel +31 70 346 8888
Mob +31 62 6496059
Fax +31 70 361 7960

 

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