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Nachhaltigkeit und Innovation sind Schlüssel beim Verpacken

Der chilenische Obst Sektor hat sich in den letzten 10 Jahren sehr verändert. Vom FTA mit China in 2007 über die Krise in Brasilien in 2015 bis hin zum Paris Abkommen 2016 – ob gut oder schlecht, diese Veränderungen waren ein wichtiger Schritt für chilenische Exporteure, da sich der Fokus immer mehr auf Asien, vor allem aber China, legt.

 

Das ist eine der Erkenntnisse beim Seminar, das von der Produce Marketing Association (PMA) in Zusammenarbeit mit Cenem organisiert wurde. Im Rahmen des Seminars wird der Obst Sektor analysiert, Zukunftsperspektiven diskutiert und die Relevanz von nachhaltigen Verpackungstechniken betont, wobei Chile in diesem Bereich, im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern, ziemlich fortschrittlich ist, so Chile Repräsentant Andres Rodriguez.




Isabel Quiroz, Geschäftsführerin von IQonsulting sagte, dass die chilenische Industrie enorm aufgeholt und sich an die Veränderungen der letzten 10 Jahre gut angepasst hätte. Sie betonte die Arbeit, die in Chile mit Trauben, Äpfeln, Kirschen und Nüssen geleistet wird und wie wichtig es sei, über zwei verschiedene Verpackungsarten zu sprechen: eine für den Massentransport und eine weitere für den Direktverkauf an den Endverbraucher.

 

“Wir müssen eine smarte Verpackung entwerfen, die mit den Verbrauchen kommunizieren und auf die Veränderungen der Umwelt eingehen kann, wie beispielsweise die im Inneren generierte Temperatur“, fügte sie hinzu.

 

Quiroz sagte, dass Trauben quantitativ nur wenig Wachstumsraum hätten, da es neue Produzenten wie Peru, Südafrika, China und sogar Indien gebe. Sie sagte auch, dass heutzutage die Qualität immer wichtiger werde und auch neue Sorten, wie kernlose Sorten, eine immer entscheidendere Rolle spielen würden. Außerdem müsse man auf Qualitätsmärkte wie die Vereinigten Staaten, Großbritannien und China setzen und auch auf Innovation im Bereich der Verpackungen für Verbraucher.

 

Bei Äpfeln sehe es ähnlich aus wie bei Trauben, fügte sie hinzu. Es gibt Sorten, die allmählich ausgemustert werden und der Sektor solle beispielsweise auf Granny Smith setzen, da die Nachfrage unter asiatischen Millenials hoch sei. In den Vereinigten Staaten wollen die Verbraucher eine Apfelsorte, die auch nach zwei Wochen noch knackig ist, die also frisch bleibt und gleichzeitig süß ist.


Mariana Soto, Geschäftsführerin von Cenem, einer Organisation, die Verpackungsanbieter zusammenbringt, sagte, dass die Welt zurzeit vor allem ein Interesse an qualitativ hochwertig verpackten Lebensmitteln habe, die in attraktiven und umweltfreundlichen Designs verpackt sind. Die Rede ist von nachhaltigen, funktionalen und smarten Materialien, die recycelbar sind. Chile versteht allmählich die Relevanz von Verpackungen in Bezug auf die Umwelt. Es ist eine von drei Strategien jeder Umwelt-Aktivität, zusammen mit den Inhaltsstoffen und der Verarbeitung.

Javier Mozo, Geschäftsführer von MM Packaging, sagte, dass es eine Allianz zwischen der Verpackungsindustrie und den Obst Exporteuren gebe, und dass es wichtig sei, zum richtigen Zeitpunkt der Saison ausreichend Leute im Bereich der Verpackung zu beschäftigen. "Die Super-eight wird 52 Wochen im Jahr produziert und Kirschen nur 4 bis 6 Wochen pro Jahr. Deswegen müssen wir zusehen, dass die Verpackung im richtigen Moment fertiggestellt ist."

"Um die Nachfrage auf dem Weltmarkt zu analysieren, war es vor allem wichtig, große Importeure wie die Vereinigten Staaten und China zu verstehen. Denn momentan sind Beide sehr wichtige Zielmärkte für chilenisches Obst", fügte Andres Rodriguez hinzu.

Fernando Soberanes von Guimarra (Vereinigte Staaten) sagte, dass die wichtigsten Faktoren für amerikanische Verbraucher die Qualität und der Preis seien. Um darauf zu antworten, müsse man die Tendenzen auf dem Markt beobachten, sprich Innovationen (Online Sales, Technologie, Lieferservices, etc.). Außerdem sei es wichtig, neue Sorten zu entwickeln, die durch einen geringeren Wasser- und Düngerverbrauch die Kosten senken, und die Erträge zu verbessern sowie weniger Arbeitskräfte zu beschäftigen.

Zusätzlich werden mehr Bio-Zertifikate und Fair Trade Zertifikate benötigt, da immer mehr Verbraucher einen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Daher soll beim Verpacken weniger Plastik und mehr recycelbares und kompostierbares Material verwendet werden. Er betonte außerdem, wie wichtig es sei, Marketing Maßnahmen durchzuführen, die den Kunden mit einbeziehen. "In den Vereinigten Staaten wollen die Leute wissen, was hinter dem Produkt steck. Sie wollen die Geschichte des Produzenten kennen lernen und finden außerdem Rezepte und Ideen hilfreich."

JP Zhang von der Eachtake Group (China) sagte, dass der chinesische Markt weiterhin vor allem von traditionellen Distributionskanälen dominiert werde, auch wenn er dem E Commerce Handel in den letzten Jahren immer offener gegenüber geworden sei. "Der Markt expandiert durch die mittleren Städte, da dort das Wirtschaftswachstum gut ist. Allerdings muss man den Markt gut erforschen, um zu vermeiden, dass man an kleine Käufer gerät, die eventuell Probleme bei der Zahlung verursachen könnten."

Deswegen sei es ihm zufolge wichtig, diese neuen Zielmärkte zu untersuchen und die Produktion in große Packungen von 2 oder 2,5 Kilo zu verpacken, jedoch auch einen gewissen prozentualen Anteil an Premium-Früchte beizulegen. Er sagte auch, dass die permanente Kommunikation mit den Einzelhändlern unumgänglich sei, da man dadurch wichtige Informationen erhalte, um das perfekte Verpackungsformat zu erhalten und zwar zu einem guten Preis. "Die Eachtake Group hatte immer eine gute Kommunikation zu ihren Einzelhändlern, um die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen."

PMA bringt die gesamte Hortikultur Handelskette zusammen, "einschließlich von Exporteuren, Importeuren und Service Anbietern, wie es bei Verpackungen der Fall ist. Dadurch können wir Synergien generieren, unser Geschäft weiterentwickeln und sind globalen Herausforderungen gegenüber besser gewappnet"; so Andres Rodriguez.

Erscheinungsdatum: 12.12.2017

 


 

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