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Die Wiener LGV-Genossenschaft setzt auf Regionalität, Innovation und Zusammenarbeit
''Unterglasprodukte zusammen mit anderen regionalen Erzeugnissen anbieten''

Es war ein erfolgreiches Jahr für die LGV Gemüsebau-Genossenschaft in Wien. Nach der Eröffnung des innovativen Geschäfts „Gärtnergschäftl“ sowie der erneuerten Kooperation mit dem befreundeten Produktionsbetrieb Seewinkler Sonnengemüse im Burgenland erfolgte neulich die Lancierung eines komplett neuen Markenauftritts. Von Andreas Melanzani über Martins Mini-Gurken bis hin zu Stefans Mini San Marzano: die Produktlinie Gärtnergemüse unterscheidet sich dadurch, dass die regionale Erzeugnisse die familiäre Wurzeln der einzelnen 100 Produzenten zeigen. Zwischenzeitlich werden auch noch neue Sorten erprobt: zum Beispiel die Unterglas-Erzeugung von Kurkuma und Ingwer.



Regionale Erzeugung
Eine persönliche Darstellung bzw. Präsentation der Produkte hebt die LGV Frischgemüse GmbH von der Massenproduktion ab. Zu diesem Zweck werden nicht nur die einzigartige Produktetikette der Eigenmarke LGV benutzt, sondern auch eine direkte Verlinkung zum jeweiligen Produzenten. Seit kurzem führt die Genossenschaft die Produktlinie Gärtnergemüse, wobei die etwa 25 Gemüsesorten nun ihre familiären Wurzeln zeigen. ''Ungefähr die Hälfte der Produkte, die im lokalen Supermarktregal liegen gehören der Marke Gärtnergemüse. Die übrigen Spezialitäten werden unter dem Label LGV vermarktet'', so Vorstandsvorsitzender Florian Bell. ''Die Regionalität hat in Österreich überhaupt einen sehr hohen Stellenwert. Wir wollen diese Rückverfolgbarkeit oder Transparenz als LGV auch unterstützen. Wer ist der Mensch und die Familie hinter den Produkten.'' 


Vorstandsvorsitzender Florian Bell der LGV Frischgemüse eG

Trotz der Beliebtheit der heimischen Erzeugnisse innerhalb der Hauptsaison sei der inländische Wettbewerb ziemlich intensiv, insbesondere im Bereich der Unterglasproduktion. Infolgedessen müsse ein Traditionsunternehmen wie die LGV-Genossenschaft sich mittels auffälligem Marketing, unwiderstehlicher Qualität und vollständiger Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse von der industrielle Produktion abheben. Bell: ''Obwohl wir eine Fläche von 205 Hektar betreiben - von denen 185 Hektar für geschützten Anbau geeignet ist – besteht die LGV nach wie vor aus Familienbetrieben. Unsere rund 100 Mitglieder betreiben höchstens auf einigen Hektar Gemüsebau, aber durch die Vielfalt der Produkte können wir uns unterscheiden



Sortenvielfalt & Kooperation
Auch die österreichischen Glashausproduktion tendiert in Richtung Snackgemüse und bunte Spezialitäten. Bell: ''Babyspinat und Feldsalat sind jetzt im Frühling die beliebtesten Produkte in Österreich, sowie Snack-Gurken mit einer Länge von etwa 7 Zentimeter. Mittlerweile kommen sechs von zehn in Österreich produzierten Gurken von den Gärtnerbetrieben der LGV-Frischgemüse. Darüber hinaus beschäftigen wir uns zur Zeit mit dem Anbau von Kurkuma und Ingwer in unseren Glashäusern. Da sind wir aber noch in der Testphase. Auch die Wiener Haidesalate sind aktuell ein spannendes Thema: unter dieser Produktlinie wollen wir einige Salat-Spezialitäten wie zum Beispiel Baby-Leaf auf den Markt bringen.'' 

Neben der ständigen Weiterentwicklung der Unterglasproduktion hat die LGV-Genossenschaft auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit für sich erkannt. Nicht umsonst wurde am Anfang des Jahres die 2012 beendete Kooperation mit der Seewinkler Sonnengemüse GmbH wieder aufgegriffen. Bell: ''Unsere Überlegung war, dass wir zusammen alles aus einer Hand an den Handel anbieten können. Jede Genossenschaft hat seine eigenen Spezialitäten aber gemeinsam haben wir das größte und vielfältigste Sortiment von Österreich. Die SSG ist im Burgenland angesiedelt; eine sonnenreiche Gegend an der Ostgrenze die sehr gut geeignet ist für das Freilandgemüse. Die Stärke des LGVs ist dahingegen die Unterglasproduktion und natürlich die Nähe zu Wien, weswegen wir sehr kurze Wege zum Einzelhandel haben. Vor hier aus machen wir auch Export zur Ergänzung, u.a. in den süddeutschen Raum.''


Die Verkaufsfläche des ''Gärtnergschäftl''

Innovation
Die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern zeigt sich aber auch über die Grenzen des Frischebereichs hinaus. Ein entsprechendes Beispiel ist das im Vorjahr gegründete Gärtnergschäftl das mittels Crowdfunding zustande kam. ''Wir sind sehr stolz, dass wir damals innerhalb von einer Woche 300.000 Euro gesammelt haben und somit das innovative Online-Geschäft lancieren konnten. Mit dieser Plattform gehen wir direkt an den Endverbraucher und bieten wir unsere Gemüsespezialitäten in Kleinstmengen und ohne Umverpackung an. Es ist grundsätzlich ein kleiner Supermarkt, wo man nicht nur Gemüse, sondern auch ergänzende Lebensmitteln wie Molkerei, Getränke und Fleischspezialitäten aus der Region findet. Das machen wir gemeinsam mit ca. 40 regionalen Partnern. Ab diesem Monat bieten wir dieses ausgeprägtes Sortiment auch in unseren Gemüsekisten an und ab Mai auch online.''



Die Genossenschaft sucht aber ständig nach neuen Marketingmaßnahmen und Anbaumethoden, bestätigt Herr Bell. Das Unternehmen ist unter anderem an einem Urban Gardening Projekt beteiligt, eine schöne Möglichkeit, den Endverbraucher für den Gartenbau und die Produktion zu begeistern. Darüber hinaus hat die Genossenschaft sich auch für die neue Lösungen im Anbauverfahren interessiert. Bell: ''Wir beschäftigen uns derzeit mit Vertical Farming: dies befindet sich aber noch in der Aufbauphase.''

Weitere Informationen:
LGV - Frischgemüse Wien
1110 Wien, Haidestraße 22
Tel:  +43 1 76069 700
Fax: +43 1 76069 701

Erscheinungsdatum: 16.05.2018
Autor: Hugo Huijbers
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

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