×
Erhalten Sie schon unseren täglichen Newsletter?
env Die Nachrichten auf unserer Website sind 24 Stunden und sieben Tage die Woche kostenlos für Sie zugänglich. Zudem können Sie unseren Newsletter, der fünf mal die Woche veröffentlicht wird, kostenlos abonnieren.

Abonnieren    Ich bin schon abonniert

Deutsche Verbraucher legen Wert auf nachhaltige Verpackungen

Der boomende Onlinehandel und der Trend zu immer kleineren Verpackungen und vorportionierten Produkten im Supermarkt lässt die Müllberge ansteigen und belastet die Umwelt. Die Verbraucher sind sich dieses Problems bewusst – und plädieren für weniger Verpackungsmüll:  Drei Viertel der Supermarktkunden achten beim Einkauf darauf, Produkte mit so wenig Verpackung wie möglich zu kaufen. Fast jeder Dritte würde sogar auf ein Produkt verzichten, weil es zu viel oder nicht nachhaltig verpackt ist.

Deutsche Verbraucher stehen nachhaltigen Verpackungen offen gegenüber. Das gilt zumindest, solange sich daraus keine Zusatzkosten ergeben: Neun von zehn Verbraucher würden nachhaltige Verpackungen vor allem dann nutzen, wenn sie nicht mehr kosten. Immerhin ein knappes Viertel (23 Prozent) wäre bereit, mehr Geld für ein Produkt mit nachhaltiger Verpackung auszugeben. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Verpackungen im Fokus“ auf Basis einer repräsentativen Befragung von 1.000 Verbrauchern.

Mehrweg: beliebt, aber schwer erkennbar
Aus ökobilanzieller Sicht ist es günstig, Verpackungen länger im Kreislauf zu behalten. Das Prinzip der Mehrwegverpackungen ist bei den Deutschen auch durchaus beliebt: Neun von zehn Verbrauchern begrüßen die Möglichkeit, Verpackungen mehrmals zu nutzen. Rund zwei Drittel geben an, dass sie bereits bevorzugt Produkte in Mehrwegverpackungen kaufen, etwa bei Getränken oder Joghurts.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Vier von zehn Konsumenten beklagen, dass sie oftmals Probleme haben zu erkennen, ob sie eine Einweg- oder Mehrwegverpackung in den Händen halten. „Hier sind Hersteller und Händler am Zug, ihre Produkte eindeutig zu kennzeichnen. Für den Käufer muss auf den ersten Blick ersichtlich sein, ob es sich um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelt“, so Hendrik Fink, Leiter Sustainability Services bei PwC.

Hersteller und Händler in der Pflicht

Zur Frage, wer grundsätzlich die Verantwortung trägt, den Verpackungsmüll zu reduzieren, haben die Verbraucher eine klare Meinung: Als Hauptverantwortliche nennen sie die Hersteller (45 Prozent), gefolgt vom Handel (22 Prozent) und dem Gesetzgeber (18 Prozent).

Wer ist hauptverantwortlich, Verpackungsmüll zu reduzieren?


„Die Akzeptanz der Verbraucher für innovative Verpackungsansätze ist hoch – ebenso die Erwartungshaltung an Hersteller und Händler. Unternehmen müssen also aktiv werden, um ihre Verpackungskonzepte im Sinne der Nachhaltigkeit umzustellen. Dabei sollten sie keinen Einzelaktionismus betreiben, sondern einen strategischen Ansatz verfolgen. Dazu gehört, die Produkte und Geschäftsmodelle immer wieder in Frage zu stellen und weiterzuentwickeln“, so das Fazit von Gerd Bovensiepen.

Weitere Ergebnisse der Befragung im Überblick:

Weniger ist mehr: Bei vielen Produkten würde weniger Verpackungsmaterial ausreichen – das sagen die Verbraucher fast unisono (94 Prozent). Besonders bei Drogerie- und Hygieneartikeln beschweren sich viele Konsumenten über zu viel Verpackungsmaterial.

Plastik hat schlechten Ruf: Die überwältigende Mehrheit spricht sich dafür aus, die Materialmenge auf ein Minimum zu reduzieren und auf Material zu setzen, das sich gut recyceln lässt. Einen weitgehenden Verzicht auf Plastik befürworten neun von zehn Befragten. Trend zum verpackungsfreien Einkauf: Knapp neun von zehn Supermarktkunden wären bereit, auf Umverpackungen bei Lebensmitteln zu verzichten. Immerhin zehn Prozent haben bereits in einem verpackungsfreien Supermarkt eingekauft oder tun dies regelmäßig.

Mehrwegsystem für Versandverpackungen: Drei Viertel der Verbraucher befürworten ein Mehrwegsystem für Versandverpackungen. 70 Prozent von ihnen wären sogar bereit, dafür ein Pfand von durchschnittlich 2,49 Euro zu zahlen.

Für weitere Informationen:
www.pwc.de

Erscheinungsdatum: 14.02.2018

 


 

Weitere Nachrichten in dieser Branche:

16.02.2018 Präsentation von biologisch abbaubarer Verpackung aus Artischocken
15.02.2018 Umweltfreundliches und vielseitiges Verpackungssystem für frische Produkte
15.02.2018 Transportschalen und Töpfe aus Recyclingpapier
12.02.2018 Neue Verpackungsreihe für Frischwaren auf dem Markt
07.02.2018 Obst und Gemüse verpacken mit längerer Haltbarkeit
06.02.2018 Verpackungslösungen für bessere Präsentation, höhere Produktionsleistung und längere Haltbarkeit
02.02.2018 Erzeuger und Einzelhandel überschreiten mit Euro Pool System 2017 die Schwelle von einer Milliarde Steigenbewegungen
02.02.2018 Smurfit Kappas nachhaltige Obstverpackung steigert Umsatz mit 50%
01.02.2018 Neue Merchandisingprodukte für Verkaufs- und Werbedisplays
31.01.2018 Führender RPC-Poolinganbieter präsentiert neue digitale Lösungen auf der Fruit Logistica
30.01.2018 Umweltverantwortliche Verpackung, zertifiziert durch europäische Standards
30.01.2018 6 Trends bei Obst- und Gemüseverpackungen
26.01.2018 "Attraktive Verpackungen sind ein entscheidender Faktor beim Kauf von Früchten"
25.01.2018 IFCO spendet weltweit über 260.000 umweltfreundliche RPCs
23.01.2018 Biokunststoff und biologisch abbauchbare Verpackungen
22.01.2018 Bio-Karotten ab sofort im Beutel aus nachwachsenden Rohstoffen
18.01.2018 Bananenkiste von Euro Pool Systems gewinnt deutschen Pro-K Award 2018
17.01.2018 ''Maschinell verpacken der Heidelbeeren besser für die Qualität''
16.01.2018 Theresa May will Verkauf von Obst und Gemüse ausschliesslich ohne Plastikverpackung
15.01.2018 Immer mehr Produzenten schenken der Verpackung größere Beachtung