Schwierigkeiten bei Aggregationsbildung

Die erwarteten Volumina für Zitronen aus Syrakus sind gut

Der Sektor steht vor einer neuen Kampagne der sizilianischen Zitrone. Das Klima wird ständig beobachtet und bestimmt den Verlauf eines landwirtschaftlichen Jahres. Dieser Sommer war z.B. nicht so trocken wie das Jahr davor. Zur Verdeutlichung, was uns erwartet, haben wir mit Giuseppe Campisi (Foto) gesprochen, er ist Mitglied des Nationalrates der Fruitimprese. 

"Anfang November startet die Kampagne für die Zitrone Primofiore aus Syrakus, das gelbe Gold aus Sizilien. Der abgelaufene Sommer war nicht so trocken wie der 2017, aber hat trotzdem für einen späteren Saisonbeginn der laufenden Ernte gesorgt. Dadurch gab es eine Verzögerung bei der Blüte und Verspätung der Ernte Anfang November. Wir können jetzt schon von einem Produktionsrückgang sprechen, verglichen mit letztes Jahres. Dem gegenüber steht die bessere Qualität des Produkts."

Oben: Momentaufnahme während der Ernte der Zitrone  "Femminello aus Siracusa Igp".

"Alles in allem liegen wir mit der diesjährigen Produktion auf einer Linie mit der aus dem letztem Jahr."

Zum Vergleich der Märkte muss der Ertrag der Produktion verglichen werden. Gibt es ausreichend Volumina, um die Binnen- sowie Auslandsmärkte zufrieden zu stellen?

"Es gibt sicherlich genug Volumen. Besonders auf Sizilien können wir beobachten, dass sich die Anbauflächen dank neuer Zitronenplantagen vergrößert haben. Die neuen Pflanzen und neuen Sorten geben uns die Möglichkeit, die Ernte in den kommenden Jahren vorzuziehen."

oben: Preistabelle der Märkte auf Sizilien durch Ismea

In Europa wird der Beginn der spanischen Kampagne erwartet, aber gibt es eine reale Präferenz des iberischen Erzeugnisses? Auch der hochwertigen Femminello aus Syrakus gegenüber?

"Die Kampagne hat in Spanien schon mit der frühreifen Fino begonnen. Auf Sizilien ist nun der Erntebeginn der IGP Limone aus Syrakus (Femminello), nicht so früh reif, aber mit einem höheren Gehalt an Zitrussäure und wertvollen essenziellen Ölen. Der aufmerksame Konsument wählt das sizilianische Erzeugnis, denn es wird keinerlei Behandlung unterzogen. Das Produkt ist zu 100% verzehrbar: Saft, Fruchtfleisch und Schale." 

Der sizilianische Gemüseerzeugnisanbau scheint für den internationalen Markt gewappnet zu sein, aber es scheint, dass es immer etwas gibt, was nicht perfekt läuft.

"Von den iberischen Kollegen unterscheidet uns, dass die lokalen Produzenten ein Team bilden wollen. Im Falle eines Zerfalls sollte jedoch das Gegenteil unser Ziel sein, zu kooperieren. Meiner Meinung nach sollten wir einen Moment zum Überlegen stillstehen. Eine Veränderung ist nötig und darum sollten wir auf unsere Klienten hören, ihre Erwartungen respektierten, denn ohne unsere Klienten wären wir nicht hier", sagt Campisi abschließend.   


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