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Dürre könnte die dänische Erzeuger Millionen von Euro kosten

Die dänische Nachrichtenwebsite ATL meldet, dass die dänischen Erzeuger viel unter der anhaltenden Dürre zu leiden haben. Wenn die Trockenheit etwas länger anhält als 1992, könnte der Gesamtverlust Millionen von Euro betragen. Der Niederschlag bleibt in Dänemark immer noch aus und viele Sachverständige vergleichen die Lage schon mit der extremen Dürre im Jahre 1992, als die Landwirtschaftserträge um 23 Prozent zurückgegangen sind.

Laut der regionalen Zeitung Fyens op Funen sind Erzeuger verschiedener Gewächse von der Dürre betroffen. So ist der Erdbeererzeuger Niels Jacobsen Tag und Nacht mit den Wasserkanonen beschäftigt. "Ich baue schon seit zehn Jahren Erdbeeren an und eine extreme Dürre wie jetzt habe ich noch nie erlebt. Wir bewässern soviel wir schaffen, doch manchmal haben die Erdbeeren trotzdem Sonnenschäden. Dann bekommen sie weiße Stellen und werden sie verletzlicher," erzählt Jacobsen, der eine gigantisch hohe Wasserrechnung hat.

Jacobsen hat die gleiche Probleme wie andere Obst- und Gemüse-Erzeuger auf Funen. Bei Torup Bakkegård og Orelund führt Jacob B. Jacobsen zusammen mit seinem Brüder einen der größsten Gemüsebaubetriebe von Dänemark. Auch hier wird das Problem der Dürre immer größer. "Sogar wenn wir dauernd irrigieren, sind wir nicht imstande alles mit dem Wasser zu erreichen," sagt er. Sein Betrieb umfasst insgesamt 1500 Hektar mit unter anderen Spargeln, Erbsen, Zwiebeln, Salat, Spitzkohl und Erdbeeren. Außer der Spargeln haben alle Gewächse unter der Dürre zu leiden. "Wir bewässern wo wir können und wo der Bedarf am größten ist. Das bedeutet einen niedrigeren Ertrag und manche Produkte sind früher erntereif. Die Erdbeersaison wird dieses Jahr viel kürzer dauern als sonst. Normalerweise pflücken wir bis August, doch dieses Jahr sind wir ein paar Wochen früher fertig, wahrscheinlich Mitte Juli schon," erzählt Jacobsen.

Die Lage auf Funen ist erheblich schlimmer, weil nur wenig Erzeuger eine Zustimmung zur Bewässerung haben. Nur diejenige Betriebe, die sich auf Sandböden befinden, haben eine Bewässerungsbewilligung. So erzählt Leif Hagelskjær, Abteilungsleiter Pflanzenbau bei dem landwirtschaftlichen Beratungsbüro Centrovice, während eines 
Interviews mit der örtlichen Fernsehstation TV2. "An den meisten Orten auf Funen ist die Lage sehr kritisch. An manchen Stellen hat es ein bisschen geregnet, doch das reicht lange nicht aus," erzählt Hagelskjær dem lokalen Fernsehsender Funen.

Nicht nur auf Funen gibt es Probleme. Auch der Rest des Landes hat mit der Dürre zu kämpfen, so geht aus allerhand regionalen Nachrichtenquellen hervor. So sorgt sich auch der Kartoffelerzeuger  Johnny Larsen aus Blemmemølle, auf der Insel Bornholm. Wenn die Kartoffelpflanzen zu wenig Wasser bekommen, bleiben die Kartoffeln klein. Larsen holt das Wasser zum Bewässerung aus einer Lehmgrube in der Nähe. Er hat eine Pumpe installiert, die die dürstigen Kartoffelpflanzen direkt mit Wasser versorgt, doch es braucht viel Strom. "Das kostet mich täglich 100 Euro extra an  Strom und Arbeitsstunden. Insgesamt hat der Monat Mai mich schon 1500 Euro extra gekostet," erzählt er dem regionalen Nachrichten- und Medienwebseite
DR. Die Kartoffelpflanzen brauchen im Juni und im Juli bestimmt auch viel Wasser, bevor sie im August geerntet werden. Die Stromrechnung wird richtig ansteigen, wenn die Dürre anhält. Larsen hofft deshalb, dass die Preise in die Höhe gehen, denn das könnte seine Kosten kompensieren.

Vorsitzender Carl Heiselberg der Branchenorganisation Danske Kartofler, meldet, dass überall in Dänemark die Kartoffelerzeuger das gleiche Problem haben. Laut ihm bekommen 80 bis 90 Prozent der gesamten Kartoffelanbaufläche zu wenig Wasser. Er glaubt, dass der Konsument dazu bereit sein wird mehr für die Kartoffeln zu zahlen. "Nichts ist besser für den dänischen Konsumenten als Frühkartoffeln, und dafür wird er bestimmt etwas zahlen wollen," denkt Heiselberg.


Erscheinungsdatum: 13.06.2018

 


 

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