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Hans Lehar, OGA Nordbaden eG:
Erster heimischer Spargel aus beheiztem Anbau auf dem Markt

Der erste Spargel vom heimischen Boden ist seit etwa einer Woche erhältlich im Fachhandel. Auch die Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft (OGA) Nordbaden eG hat ihre ersten Partien bereits auf den Markt gebracht. Die erste Ware der diesjährigen Saison hat eine gute Qualität und eine schöne weiße Farbe. Ob der Spargel aus unbeheiztem Anbau noch vor dem Monatsende verkauft werden kann, sei aber noch unklar, betont Hans Lehar, Geschäftsleiter der baden-württembergischen Vermarktungsgesellschaft. 

Die erste Partien des Jahres wurden von einem bayerischen Erzeugerbetrieb produziert und sind mit ihrer ausgeprägten weißen Farbe qualitativ zufriedenstellend. Die aktuelle Preise sind je nach Sortierung sehr unterschiedlich, liegen aber im Schnitt um die 20 Euro pro Kg. für den Endkunden. Obwohl die Saison im Spargelgeschäft im Laufe der Jahre erheblich verfrüht wurde, sei der Startschuss dieses Jahr etwa ähnlich wie im Vorjahr. Lehar: ''Es ist natürlich immer die Frage, wann die Produzente anfangen ihre Fläche zu heizen. Wegen der Kälte und dem Frost in den letzten Wochen hat es aber wenig Sinn gemacht, die Heizungsanlage früh einzuschalten und hat alles sich ziemlich herausgezögert.'' 


Geschäftsführer Hans Lehar am Stand auf der vergangenen Fruit Logistica in Berlin

Weißes Gold
Im Laufe der Jahre ist der Saisonstart mittels Folientunnel und Heizungsanlagen immer verfrüht worden. Ob diese Verfrühungsmaßnahmen auch tatsächlich erfolgreich sind, sei vor allem abhängig von der Temperatur sowie dem Untergrund. Aufgrunddessen seien neue Varietäten bzw. Züchtungen im Gegensatz zu sonstigen Produktbereichen beim Spargel aktuell kein heikles Thema. Lehar: ''Jeder Spezialist erprobt zwar neue Varietäten, aber man spricht nicht groß drüber. Einerseits da es sich um ein Betriebsgeheimnis handelt, aber andererseits auch, weil die Sorte beim Spargel keine große Rolle spielt. Denn der Geschmack des Spargels ist vor allem abhängig vom Bodentyp.'' Egal in welchem Anbaugebiet der Spargel gestochen wurde: sobald die heimische Ware in großen Mengen da ist, sei er ausschlaggebend und sind Erzeugnisse aus Peru, den Niederlanden und woanders kaum noch im Fokus der Kunden. 

Trotz des steigenden Angebotes inländischer und ausländischer Grünspargel seien die weißen Stangen weiterhin mit Abstand an oberster Stelle im deutschen Konsum, beobachtet Lehar. Das gilt aber auch für ökologische Erzeugnisse, die derzeit im Vergleich zum konventionellen Ansatz noch einen geringen Anteil des Gesamtkonsums ausmachen. Generell sei der Spargel laut Herr Lehar auf Grund der Produktionsmengen eines der wichtigsten Produkte vom eigenen Boden. Da die Marktlage wegen der Temperatur wöchentlich schwankt, wagt Lehar sich nicht an eine Vorhersage. ''Wenn die Temperatur stabil bleibt, werden wir am Ende des Monats regionalen Spargel aus unbeheiztem Anbau anbieten können.''



Vermarktung
Die OGA und OGV Nordbaden eG sind eine genossenschaftlich organisierte Vermarktungseinrichtung für Obst und Gemüse. An den Standorten Bruchsal und Heidelberg verfügt das Unternehmen über eine Fläche von ca. 60.000 m² mit Kommissions- und Lagerhallen, Kühlzellen, Technischen Anlagen, Packstationen, Verwaltungsgebäuden und Freiflächen. Qualifizierte Mitarbeiter, moderne Technik, flexible Logistiksysteme und viel Erfahrung bilden eine perfekte Kombination.

Außer Spargel vermarktet die Genossenschaft auch Stein- und Kernobst, sowie Bio-Produkte aus regionalem Anbau. Die Kundschaft besteht vor allem aus Lebensmitteleinzelhandel, Obst- und Gemüsefachhandel sowie Industrie-Unternehmen im südwesten Deutschlands.

Weitere Informationen:
OGA NORDBADEN EG
Vorstand: Hans Lehar
Industriestr. 1-3
D-76646 Bruchsal
Telefon +49 7251 8002-0
Telefax +49 7251 8002-99

Erscheinungsdatum: 09.03.2018
Autor: Hugo Huijbers
Copyright: www.freshplaza.de

 


 

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