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In der Lower Berg River Region wurde die Wasserversorgung bereits letze Woche hergestellt
Bauern vom Upper Berg River warten auf Wasser aus dem Fluss

Die Obstbauern und andere Bauern in der Upper Berg River Region am Westkap (Franschhoek, Paarl, Wellington, Hermon) warten auf den Tag, an dem sie kein Wasser mehr aus dem Berg River für die Saison erhalten werden. Das Department of Water Affairs wird das Datum bald festlegen, von jetzt an könnte es jeden Tag geschehen.

Bereits letzte Woche wurde den Bauern in der Lower Berg River Region (Porterville, Piketberg, Koringberg) ihr Wasserzugang gesperrt.



Die Suspendierung von Wasserrechten in der Agrarkultur heißt nicht unbedingt, dass alle individuellen Anteile aufgebraucht sind, es bedeutet jedoch, dass die Wasserstände in den Flüssen zu niedrig für weitere Bewässerungen sind. "Seit Beginn der Saison gingen wir davon aus, dass der Zugang zum Fluss für die Bewässerung nur bis Ende Januar ausreichen würde", erklärt Giel van Deventer, Manager vom Berg River Irrigation Vorstand der Upper Berg River Region. "Die Bauern von Steinfrüchten und Trauben konnten ihre frühen Sorten bereits durchbringen, aber für Bauern, deren Ernte noch bevor steht, wie beispielsweise andere Traubensorten und Steinfrüchte, Zitrusfrüchte und Grapefruits, sieht es zurzeit sehr schlecht aus. Die Folgen werden für alle Produkte in dieser Region schwerwiegend sein." Die Berg River Trauben Ernte ist nicht einmal halb beendet.

Billy Bourbon-Leftley, Vorsitzender des Berg River Irrigations Vorstands, betont, wie wichtig die Größe der Früchte für die Exportqualität sei, ein Faktor, der sehr von der optimalen Bewässerung abhängig ist. "Die Dürre zieht einen Domino-Effekt mit sich - es werden Arbeiter auf den Farmen entlassen, da weniger Arbeiter benötigt werden, wenn die Mengen kleiner ausfallen. Außerdem betrifft es auch die Hersteller von Kartons und anderen Verpackungsmaterialien und die Leute in der Logistikkette. Auch lokale Geschäfte in den Agrarkultur Städten bekommen die Auswirkungen zu spüren. Die Krise ist viel größer, als die meisten Leute denken."

Carl Opperman, Geschäftsführer von Agri Western Cape, weist auf eine gemeinsame Studie der Agrarkutlur Behörde des Westkaps, der Behörde für Lebensmittel- und Agrarkulturpolitik und den technischen Abteilungen der Agrarkultur Industrie in der Provinz, hin. Die Studie zeigte, dass die Lebensmittelproduktion um 30% sinkt, wenn die Bauern 60% weniger Wasser haben, wie es zurzeit der Fall ist. Das gefährdet nicht nur die Lebensmittelsicherheit, sondern auch viele Arbeitsplätze in der Region. Außerdem steigen die Lebensmittelpreise an. Agri Western Cape erwartet einen Rückgang von 25% in der Steinfrucht Ernte, der mit Verlusten der Auslandsgeschäfte des Landes einhergeht. Unter anderen Stakeholdern im Agrarkultur Sektor, gibt es die Erwartung, dass die Obstexporte aus dem Westkap um mehr als 25% sinken werden.


Bohrlöcher ein blühendes Geschäft
Bohrlöcher zu bohren ist ein blühendes Geschäft geworden. Es ist ein guter Verkaufsmarkt für Bohrloch Ingenieure. Der Preis für ein Bohrloch liegt zwischen 100.000R (6.700€), könnte aber auf doppelt so viel ansteigen, wenn Pumpen und die Elektrizität in die Rechnung miteinbezogen werden. All diese Kosten muss der Bauer aus der eigenen Tasche zahlen. "Es ist quasi eine Absicherung für den Fall, dass wir kein Wasser aus dem Fluss nehmen dürfen", sagt Billy Bourbon-Leftley, der betont, dass nur wenige Farmen ihren Wasserbedarf vollständig durch die Bohrlöcher oder Farm Dämme decken können. 

Allerdings ist das Bohren solcher Löcher nicht überall eine Option. "Wir haben keine guten unterirdischen Wasserquellen, wegen unserer flachen Topografie. Das ist beispielsweise in den Bergen anders, da dort das Wasser von oben herunter kommt. Nur wenige Bauern in unserer Region haben Bohrlöcher, weil wir daran gewöhnt sind, aus dem Fluss pumpen zu dürfen", sagt Bernard Conradie, Vorsitzender des Lower River Irrigation Vorstands. Er merkt an, dass in ihrer Region, in der die Bewässerung aus dem Berg River nun für die Saison eingestellt wurde, sie einzig darauf hoffen, dass sich der Wasserzugang noch bis Ende Februar verlängert. Allerdings wussten sie bereits im Voraus, dass die Bewässerung aus dem Fluss nicht den ganzen Sommer lang möglich sein würde und die Bauern ihre Farm Dämme auffüllen und neue Dämme bauen müssen. "Irgendwo gibt es immer eine Bodensenke. Diese ist gerade mit Wasser gefüllt und die Bauern arbeiten zusammen. Einige teilen ihr verbleibendes Wasser mit ihren Nachbarn."

Außerdem machen sich manche Sorgen um den Stand des unterirdischen Wasserlevels. Um dieses Problem anzusprechen, hat die Regierung am 12. Januar eine Proklamation veröffentlicht, in der die Regierung festlegt, dass die Wassernutzung durch Bohrlöcher auf 40% der Kapazität des Bohrlochs begrenzt werden muss. Und zwar, mit sofortiger Wirkung. Die Bauern brauchen also Messgeräte für ihre Bohrlöcher, aber die Industrie wartet noch auf genauere Informationen dazu, wie die Einschränkung durchgeführt werden soll.

Die Durchsetzung von Wasser Restriktionen ist eine Herausforderung. Die Bauern haben FreshPlaza von mehrfachen Versuchen erzählt, das Department für Water Affairs und deren Investitions-Agentur, the Blue Scorpions, zu einer Überwachsung der Wassernutzung aufzurufen, beispielsweise im Falle der Wassernutzung, das aus dem Agrarkultur Sektor abgezweigt wird und dafür in die Städte fließt.

Nicht nur der Wassermangel ist ein Problem, sondern auch die Qualität des Wassers. Da es im Winter wenig geregnet hat, wurden die Flusssysteme nicht ordentlich ausgepült. Der Salzgehalt in den verbleibenden Dämmen steigt, die Bauern messen außerdem eine elektrische Leitfähigkeit, die weit über den akzeptablen Werten für den Obst- und Gemüseanbau liegt. Das betrifft vor allem empfindliche Produkte wie Kartoffeln, Zwiebeln und Blaubeeren- Bernard Conradie betont vor allem die hohen Salzwerte - bis zu 1.500 Slemens/cm - die ihn diese Saison bereits ein Drittel seiner Butternut Kürbis Ernte gekostet haben. Das Gemüse verbrennt schlicht von innen.

Zurzeit gibt es eine 60% Grenze für die Agrarkultur Wassernutzung aus dem Western Cape Water Supply System (WCWSS), das die größere Stadt Kapstadt versorgt. Es gibt außerdem eine 45%tige Beschränkung für das Wasser, das in der Stadt genutzt wird. 

Für weitere Informationen:
Berg River Irrigation Board
Tel: +27 21 860 3500

Erscheinungsdatum: 25.01.2018

 


 

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