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Übersicht Weltmarkt Mango

Mango's sind und bleiben ein beliebtes Produkt. In den letzten zehn Jahren ist der Markt jährlich mit 5 Prozent gewachsen. Weltweit wurden im vorigen Jahr gute 1,8 Mio Tonnen Mangos vermarktet. Trotzdessen wird noch keine 4 Prozent der weltweiten Produktion auf dem internationalen Markt abgesetzt. Momentan endet die derzeitige Saison in einigen Ländern. Sowohl Erzeuger in Ecuador als auch in Australien blicken positiv auf die Saison zurück. Peru ist inzwischen gut auf dem Markt, die Mengen nehmen zu. Südafrika hat mit der Ernte der Tommy Atkins angefangen. Hierfür gibt es wenig Exportpotenzial, aber in den kommenden Wochen beginnt die Ernte der anderen Sorten.

Deutsche Preise schwanken stark
Auf dem deutschen Markt sind zur Zeit vor allem die Kent-Mangos aus Peru und Brasilien erhältlich. Produkte aus Ecuador werden ebenfalls an manchen Orten angeboten. Händlern zufolge variieren die Preise momentan sehr stark. Die Preise sind derzeit noch auf dem Weihnachtsniveau, wobei die peruanische Ware sich mit einem aktuellen Preis von 31-38 Euro pro 6 kg in einem höheren Bereich befindet. Die brasilianische Ware schwankt demgegenüber zwischen 27-30 Euro, je nach Marke und Qualität. Die Preise werden aber während KW. 2 und 3 voraussichtlich etwas sinken, da die Verfügbarkeit wahrscheinlich wieder zunimmt.

Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Das peruanische Produkt hat eine schönere Ausfärbung und besseren Geschmack als die Ware aus anderen Ländern. Zudem gibt es noch einige Marken, die sich durch die Verpackung unterscheiden und für einen höheren Preis vermarktet werden können. Von der Marke Passion gibt es momentan eine völlig schwarze Packung. Auch weiß und gelb gefärbte Netze tauchen viel auf.



VS: Kälte beeinträchtigt Nachfrage nach Mango

Der Markt wechselt momentan vom Ecuadorianischen auf Angebot aus Peru. Das bedeutet größere Kaliber und andere Sorten. Ein Importeur berichtet, dass Ecuador hauptsächlich Tommy Atkins liefert, während Peru vor allem die Kent exportiert. Er erwartet, dass es weniger kleine Maße geben wird, aber durch das gute Angebot der größeren Kaliber sind Kampagnen möglich. Laut ersten Zahlen scheint Ecuador im Dezember 2017 mehr in die VS verschifft zu haben als im Dezember 2016. Einer der Gründe hierfür ist die Verzögerung der peruanischen Saison durch Kälte, so ein Importeur.

Durch die Kälte in großen Teilen der VS, kaufen Konsumenten weniger tropisches Obst. "Das kalte Wetter in Teilen der VS wird die Nachfrage beeinflussen", erklärt ein Händler. Im Allgemeinen wächst der Markt für Mango's schnell und steigt die Nachfrage nach Ready-to-eat und Convenience-Produkten.

Brasilien exportiert mehr Mangos

Für die Erzeuger in São Francisco Valley und im Norden von Minas Gerais, die wichtigsten Regionen für den Export, ist der internationale Markt gut. Zwischen Januar und November 2017 wurden 163.900 Tonnen exportiert, das war 16 Prozent mehr als im selben Zeitraum in 2016. Der wichtigste Exportmarkt ist Europa, der Interesse in die Palmer, Keitt und Kent hat. Die VS ist der wichtigste Markt für die Tommy. Letztes Jahr wurde auch die erste Ladung nach Südkorea verschifft.

Ecuador beendet die Saison positiv

Mitte diesen Monats endet die Mangosaison. Den ersten Zahlen zufolge steht der Export aus Ecuador auf gut 1 Mio Kartons im Vergleich zu 11 Mio Kartons insgesamt. Damit ist der Export höher als in der letzten Saison. Die größte Herausforderung für die Produzenten lag im März bis Mai, als auch Mexiko auf dem Markt und das Volumen dramatisch gering war. Das war die Folge von tropischen Stürmen im Jahr 2016.

Peru will Ertrag vergrößern

Die vorige Saison schloss Peru mit einem Rekordexport von 7.900 Containern ab. Der Großteil der Produktion (gute 75 Prozent) befindet sich in der Region Piura. Die Regionen Lambayeque (15%) und Ancash (10%) sind die beiden anderen größten Anbaugebiete. Der Sektor macht sich noch keine Sorgen über ein Zuviel auf dem Markt. Die Branchenvereinigung nennt die Vergrößerung des Ertrages die größte Herausforderung für die Erzeuger. Hierbei wird eine Ernte von 315.000 tonnen von 28.000 Hektaren genannt. Diese Zahlen müssen sich verbessern. Auf Exportgebiet bestrebt man auch, um zu Wachsen. Der asiatische Markt liebäugelt. Korea, Japan und China sind für die peruanischen Mangos bereits geöffnet, aber die Transportzeit per Schiff auf diese Märkte ist zu lang, um große Volumen verschiffen zu können.

Australien schließt Saison ab

Mit einem guten Markt und großen Mengen beendet Australien die Saison. Die Kampagnen in  Western Australia und Northern Territory sind bereits vorbei, in Queensland wird noch geerntet. In den Regionen Bowen und Burdekin wurde diese Woche mehr geerntet als erwartet. Die Anzahl Erzeuger, die noch ernten ist allerdings klein und das Volumen wird in Kürze beginnen abzunehmen. Auch für die Regionen Mareeba / Dimbulah wurde mehr geerntet durch das günstige Wetter. Im Südosten von New South Wales ist die Saison durch Regen früher beendet worden.

Dank des Marketings und einem guten Exportmarkt ist die Nachfrage auf der Südhalbkugel in den Sommermonaten gut. Vor allem Asien fragt viel. Kensington Pride ist die beliebteste Sorte unter Produzenten und Konsumenten. 

China: Produktion in Hainan steigt

Hie Saison in Hainan, im Süden von China hat gerade erst angefangen. Die Ernte beginnt im Januar und dauert bis Mai. Durch Wirbelwinde und tropische Stürme war die Produktion im Jahr 2016 ca 10% kleiner. Für die jetzige Saison rechnen Erzeuger durch die günstigen Wetterbedingungen und einem größeren Areal mit einem Volumenswachstum von 15 bis 20 Prozent. Hainan ist die größte Mangoanbauregion in China. Darüberhinaus gibt es Anbau in Sichuan, vor allem in den Regionen Panzhihua, Guangxi, Guangdong und Yunnan. Das inländische Volumen wird mit Import aus unter anderen Peru, Ecuador, Pakistan und Australien vervollständigt.

Philippinen blicken zurück auf ein schwieriges 2017

Die Erzeuger haben ein schwieriges Jahr hinter sich und Exporteure fragen sich, wie Sie an ein stabiles Angebot kommen können. Im dritten Quartal des letzten Jahres buchte man einen Verlust on 5,4 Prozent in Volumen, mit 55.540 Tonnen gegenüber 58.600 Tonnen in derselben Periode des Jahres zuvor. Auf Exportgebiet gibt es dahingegen Chancen für den Sektor. In den letzten Jahren steigt die Nachfrage nach getrockneten Mangos in China. Der Markt hat einen Umfang von 30.000 Tonnen. Der philippinische Sektor hofft, von diesem Markt mit profitieren zu können.

Vietnam erhält Zugang zur VS

Der amerikanische Markt öffnete kurz vor Ende 2017 seine Grenzen für Mangos aus Vietnam, obwohl man wohl die nötigen Anforderungen an den Handel stellt. Hiermit ist der amerikanische Markt für sechs vietnamesische Produkte geöffnet. Die wichtigste Mangosorte ist die Hoa Loc.

Südafrika startet Saison mit Tommy Atkins
Die Saison startete im November, aber momentan wird hauptsächlich auf dem lokalen Markt abgesetzt. Die Tommy Atkins haben derzeit Saison; diese Sorte ist nicht so beliebt für den Export. Es kamen große Volumen auf den Markt, was den Preis unter Druck setzte. Der Markt ist träge, da noch Schulferien sind und viele Menschen im Urlaub. Wenn sich die Mengen der Tommy Atkins in den kommenden Wochen reduzieren, wird sich der Markt stabilisieren. Dann kommen Sorten wie Shelly, Kent und Keitt auf den Markt. Momentan gibt es Export in den Mittleren Osten und Russland. Im Vergleich zu letztem Jahr sind die Preise mit dem Dollar zu vergleichen, aber mit einer stärkeren lokalen Währung ist der Preis für die Erzeuger durchschnittlich zu nennen. 

Im letzten Jahr verbuchte das Land einen Rekord von 80.000 bis 90.000 Tonnen, wenn man den Mangoanbau im inoffiziellen Sektor auch mitrechnet. Dieses Jahr ist ein 'off year' und rechnet man mit einer Abnahme von 30 bis 40 Prozent im Volumen.

Sudan setzt auf Wachstum
Berichten zufolge wird die Mangoproduktion im Sudan in diesem Jahr größer als im letzten Jahr sein. Auch der Export wird steigen, so meldet das Sudan Center für Horticultural Exports. Jordanien und Qatar sind unter anderem Zielorte für die Mango's..

Niederlande: Tief auf dem Mangomarkt, aber langfristig gute Voraussichten
Momentan befindet sich der Mangomarkt in einem Tief. Holländischen Importeuren zufolge ist das Mangoangebot kurzweilig etwas größer, da man die letzten Vorräte aus Brasilien aufräumt, aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Die Vereinigten Staaten haben am Start der peruanischen Saison kurze Zeit innegehalten, vor allem weil der Zuckergehalt noch nicht auf dem gewünschten Niveau lag. Dadurch wurde zeitweilig mehr in Ecuador gekauft, aber inzwischen steigt die Nachfrage des amerikanischen Marktes nach Mangos aus Peru. Händler erwarten deshalb auch, dass der Markt sich in ein/zwei Wochen normalisieren wird. Nun stehen vor allem die Preise der kleineren Kaliber mit einem Niveau von 3 Euro unter Druck. Die größeren Formate liegen mit Preisen von 4 bis 5 Euro besser im Rennen.

Der derzeit etwas schlechtere Markt ist einem Importeur zufolge kein Grund zur Sorge. "Im Allgemeinen war es eine starke Mangosaison für den Handel und steigt der Konsum der Frucht immer noch. Es gibt daher auch keinen Grund zur Annahme, dass der Markt sich nicht wieder herstellen wird. Die Perioden mit extremen Überschüssen und niedrigen Preisen, die man noch vor ein paar Jahren sah, gehören der Vergangenheit an. In Peru, wo die Kent Mango immer noch 99 Prozent des Volumens belegen, bestätigt ein Händler einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung bei den zertifizierten und seriösen Akteuren. Auf der Absatzseite formen Programme mit deutschen Supermärkten immer noch das Rückgrat des Geschäftes für die holländischen Importeure. Skandinavien ist mit den kleineren Kalibern immer dabei. Wohl sieht man, dass Frankreich und südeuropäische Länder den Import immer mehr selbst in die Hand nehmen.

Litauen: Kaki größter Konkurrent der Mango
Der Mangomarkt ist in den Wintermonaten am besten, erzählt ein Händler. Im Sommer gibt es viel Konkurrenz des lokalen Sommerobstes und bevorzugt der Konsument dieses. Die Nachfrage nach Mangos steigt stetig, aber der Markt ist noch nicht sehr groß. "Ich denke, dass es auch damit zu tun hat, dass die Frucht teurer ist", erklärt ein Händler. Er benennt die Kaki als den größten Konkurrenten der Mango. Das Obst ist ihm zufolge beliebter, da es billiger ist.
 
Tommy Atkins, Kaliber 7-9 sieht man am meisten auf dem litauischen Markt. Konsumenten haben noch nicht so viel Aufmerksamkeit für die ready-to-eat Mangos, aber aus dem Foodservice steigt die Nachfrage nach diesem Produkt. 

Erscheinungsdatum: 08.01.2018

 


 

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