Spanien: Mango-Anbaufläche in Malaga könnte in ein paar Jahren 6.000 Hektar übersteigen

In den vergangenen Wochen lag in Malaga der Duft von Mangos in der Luft. Auch wenn das exotische Obst noch relativ neu in Andalusien ist, ist die Anbaufläche in der Provinz größer geworden als die von Trauben, Tomaten, Paprika oder Artischocken. Sie könnte bald sogar an die Maße von Zitronen und Orangen herankommen. Von den 4.000 Hektar, die zurzeit in Andalusien bepflanzt sind, liegen mehr als 3.300 Hektar in Malaga. Einige Experten denken, dass die Anbaufläche in ein paar Jahren mehr als 6.000 Hektar betragen könnte - und das allein in der Provinz Malaga. Im Hinblick auf Andalusien machen Malaga und insbesondere Axarguia mehr als 95% des regionalen Mangoanbaus aus. Die restliche Produktion liegt an der tropischen Küste Granadas. Somit ist Malaga inzwischen der führende Mangoproduzent in der Europäischen Union. Die derzeitige Saison, die bereits zuende ist, brachte voraussichtlich 30.000 Tonnen mehr hervor als gedacht. Die Zahlen des Sektors sind unglaublich, auch wenn die Preise, die die Bauern erhalten, ein wenig niedriger sind als in den vorherigen Saison. 

Benjamin Fauli, Techniker bei Asaja Malaga und Experte für exotisches Obst, sagte, dass spanische Mangos das vierthäufigste verkaufte Produkt in der EU seien, was die Mengen anginge. "Der Konsum der Frucht steigt in der EU jedes Jahr an. In den vergangenen fünf Jahren (2013 - 2017) ist der Konsum von 268.686 Tonnen auf 360.602 Tonnen und somit um 34,2% gestiegen", so Fauli bei der Fruit Attraction.

Fast 100% der spanischen Mangoproduktion (96%) wird in die Europäische Union verschifft. Die wichtigsten Ziele dabei sind Portugal (45%), Frankreich (23%) und Deutschland (13%). In der vergangenen Saison kamen jedoch nur 6,1% der Mangos, die in Europa konsumiert wurden, aus Spanien.

Der Großteil der Mangos, die in der EU konsumiert werden, wird vor allem aus Lateinamerika importiert. Die meisten Mangos kommen über den Re-Export nach Europa. 2017 wurden 249.927 Tonnen (69,31% der Gesamtmenge) re-exportiert. Das wichtigste Re-Exportland sind die Niederlande mit 138.340 Tonnen; was 55% der gesamten Konsummenge der EU entspricht. "Das bedeutet, dass zwei von drei Mangos, die in der EU verkauft werden, über die Niederlande in die EU gelangen", so Fauli.

Allerdings spielt Spanien im europäischen Mangohandel eine immer wichtigere Rolle, da das Land der zweitgrößte Re-Exporteur innerhalb der EU ist. Mit einer Menge von 43.632 Tonnen in 2017 re-exportierte Spanien zweimal so viel wie noch 2013 (22.936 Tonnen).

Fast alle Unternehmen in Malaga und alle spanischen Mango-Händler importieren das Obst aus Drittländern, um ihren Kunden auch nach Saisonende in Spanien Mangos bieten zu können. Dies geschieht in so einem Ausmaß, dass der Import zum wichtigsten Geschäft im Sektor des Landes geworden ist. Das gleiche gilt für Avocados.

"Spanien liegt mit 6% noch vor Israel oder dem Senegal auf Platz 4 der größten Mango-Händler weltweit. Allerdings sind Lateinamerika, Brasilien und Peru mit einem Anteil von 60% den Spaniern noch weit voraus", erklärte Fauli.

Quelle: diariosur.es


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