Fotoreportage ExpoSE 2018: Nachhaltige Materialen und moderne Sorten im Vordergrund

Karlsruhe nach wie vor das Herz des Erdbeer- und Spargelsektors

Die ExpoSE in Karlsruhe zog auch in diesem Jahr wieder ein großes Publikum - insgesamt 6300 Fachbesucher/innen aus dem In- und Ausland an. Neben den vielen deutschen und niederländischen Ausstellern war auch Süd- und Osteuropa auf der Erdbeer- und Spargelmesse vertreten. Die vielen Entwicklungen in der heutigen Branche wurden durch Innovationen in den Bereichen Verpackung, Züchtung, aber auch Automatisierung und Produktpräsentation unterzeichnet. Nach einer schwierigen Saison steht die Industrie mehr denn je vor großen Herausforderungen: Das veränderte Konsumverhalten, insbesondere aber der Klimawandel, erfordert kontinuierliche Optimierungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette.

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Neue Sorten
Sowohl im Beerenobst- als auch im Spargelsektor werden regelmäßig neue Sorten mit unterschiedlichem Erfolg auf den Markt gebracht. Die Erdbeerzüchter in Nordwesteuropa sind sehr zufrieden mit der Sonsation, einer Sorte, die ein relativ hohes Niveau an Klasse-1-Produkten und gleichzeitig geringen Ernteverlust garantiert. Der größte Hingucker war jedoch die Limalexia, die erste Erdbeersorte der LimGroup, die offiziell vorgestellt wurde und auf großes Interesse bei den anwesenden Fachbesucher stoßen konnte.

Auch die Spargelzüchter sehen momentan Chancen mit der Einführung neuer Sorten. Unter anderem werden Ramires (Südwestdeutsche Saatzucht) und Robbems (Nunhems) als Sorten mit interessantem Potenzial erwähnt. Ebenfalls sehe man Möglichkeiten, wenn es um die Entwicklung von grünem und violettem Spargel in Nordwesteuropa geht. Jetzt sei es aber wichtig auch den jüngeren Verbraucher für das Produkt Spargel zu begeisteren. Laut Maurice Deben von Bejo - der unter anderem die violette Sorte Erasmus gefördert hat - gebe es in dieser Hinsich auch eine Herausforderung für den Einzelhandel. Der Schlüssel zum Erfolg sei viele geschälte und verpackte Produkte ins Angebot - mit einer leichten Zubereitung und einer passenden Rezeptur auf der Verpackung - aufzunehmen. Auch Geschmack sei wichtig, sagt Deben. "Der junge Verbraucher bevorzugt eindeutig einen milden, süßeren Spargel mit weniger bitteren Zusatzstoffen als das klassische weiße Produkt."

Verpackung
Die Produktpräsentation geht möglichst mit geeigneten Verpackungen einher und gerade dieser Bereich stand auf der ExpoSE ebenfalls im Vordergrund. Der polnische Lieferant Sofrupak, der letztjährige Gewinner des Innovationspreises, nutzte erneut die Gelegenheit, eine innovative Verpackung auf den Markt zu bringen: Dieses Mal handelte es sich um einen kleinen Pappkarton der mit dem Naturstoff Zellulose versiegelt wird. In Deutschland wird auch viel mit neuen Verpackungen experimentiert. Zum Beispiel führt Baypack seit einem Monat eine neue Kartonschale für Beerenobst im Sortiment.

Ein weiterer Trend im Verpackungsbereich bezieht sich auf die Optik. So nutzt Polymer beispielsweise das so genannte WoodLock, ein Kunststoffkisten- oder Displaysystem mit der Textur von Holz, das in Bio-Supermärkten und bei Anbauern, die direkt verkaufen, besonders gut ankommt. Pünktlich zur ExpoSE gelang es auch Solidus Solutions, die brandneue Spargelbox vorzustellen, eine kleine Kartonpackung in den Einheiten 500 und 1000 Gramm. "Mit diesem Konzept zielen wir insbesondere auf Einzel- und Zweipersonshaushalte, einen wachsenden Markt in Deutschland und den Niederlanden", erklärt Oliver Wendt. "Darüber hinaus ist es eine einfache, aber effektive Möglichkeit, das Produkt Spargel weiter zu veredeln."


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