Bei Routinekontrollen wurden zwei Sendungen mit Speisekartoffeln aus Polen positiv auf Ringfäule (Clavibacter sependonicus) getestet. Der britische Pflanzengesundheitsdienst arbeitet mit der polnischen Nationalen Pflanzenschutzorganisation (NPPO) zusammen, um die Quelle der Infektion zu ermitteln. Die Inspektionen und die Vernichtung der verbleibenden Bestände wurden an verschiedenen Orten, die mit der Beförderung der Sendungen in Zusammenhang stehen, abgeschlossen. Diese Orte standen nicht mit dem Kartoffelanbau oder der Landwirtschaft in Verbindung.
Als Reaktion darauf werden nun alle polnischen Speisekartoffelsendungen zu 100 Prozent inspiziert und auf latente Krankheitserreger getestet, einschließlich loser Sendungen (vorher 50 Prozent). Wenn verdächtige Symptome festgestellt werden, werden die Sendungen zur Diagnose zurückgehalten. Die latenten Tests werden 400 Knollen umfassen, was eine Erhöhung gegenüber den bisherigen 200 Knollen bedeutet. Sendungen des betroffenen polnischen Exporteurs werden unabhängig von den Symptomen zurückgehalten, bis die Ergebnisse der latenten Tests vorliegen.
Jede Sendung, die sich als mit Clavibacter sependonicus infiziert erweist, wird im Rahmen einer gesetzlich vorgeschriebenen Pflanzenschutzmeldung vernichtet. Da Clavibacter sependonicus als GB-Quarantäneschädling eingestuft ist, werden bei bestätigten Fällen amtliche Reaktionsmaßnahmen eingeleitet. Die Überwachung zielt auf infizierte und potenziell infizierte Knollen, Pflanzen, Produktionsstätten und andere kartoffelbezogene Einrichtungen, einschließlich Maschinen und Verpackungsmaterial.
Sollten in einem Verarbeitungsbetrieb Funde gemacht werden, wird eine gesetzliche Pflanzenschutzmitteilung eine gründliche Reinigung und Desinfektion vor der Wiederaufnahme des Betriebs vorschreiben.
Quelle: Plant Health Portal