Der österreichische Heurigenmarkt bleibt von sehr überschaubarem Angebot geprägt. Die zur Deckung des Bedarfs erforderlichen Mengen werden händeringend gesucht, denn die rasche Flächenräumung hat im Übergang zu den Anschlusssorten eine Angebotslücke entstehen lassen. Gerodet wird was möglich ist, entsprechend mäßig sind die Erträge. In den nicht bewässerbaren Regionen lassen die trockenen Böden Erntearbeiten kaum mehr zu. Die Getreideernte und der leere Heurigenmarkt reduzieren die Abgabebereitschaft zusätzlich. Durch die vorgezogenen Flächenräumungen wird längerfristig mit einer knappen Versorgungslage gerechnet, so die LKÖ.
Die Nachfrage im Inland läuft für das verfügbare Angebot zügig und die Sicherstellung der Versorgung ist nur mit einem verkleinerten Sortiment möglich. Aufgrund der engen Marktlage haben sich bei den Erzeugerpreisen keine wesentlichen Änderungen ergeben. In Niederösterreich und der Steiermark wurden zu Wochenbeginn meist 45,- bis 50,- Euro/100 kg bezahlt. In Oberösterreich lagen die Heurigenpreise bei 50,- Euro/100 kg.
Wenig Sommerzwiebel erwartet
In den nächsten zwei Wochen startet die Ernte von Sommerzwiebel. Besonders bei den frühen Sorten zeigt sich ein starker Mehltaubefall, der zu kleinen Knollen und geringeren Erträgen führt. So wird das derzeit verfügbare Angebot an Winterzwiebel noch länger benötigt werden. Dennoch stehen die Zwiebelpreise mit Ausnahme der kaum verfügbaren großen Ware stark unter Druck. Für mittelfallende Zwiebel haben die Preise deutlich nachgegeben und liegen für geputzte und sortierte Ware in der Kiste zu Wochenbeginn je nach Qualität meist zwischen 55,- bis 65,- Euro/100 kg
Keine Änderung am Karottenmarkt
Die Vermarktung der saisonal geringen Karottenmengen in Niederösterreich verläuft ruhig und zu unveränderten Preisen. Für Karotten der neuen Ernte liegen die Preise im 5kg Sack, ab Rampe je Qualität bei 90,- bis 100,- Euro/100 kg.
Quelle: LKÖ