Bananen aus Guadeloupe und Martinique: neue Sammelpackstationen

Eine große Herausforderung im Kampf gegen die Arbeitskräfteknappheit

Angesichts des Arbeitskräftemangels in den Betrieben wollen sich die Bananenerzeuger auf Martinique mit kollektiven Packstationen ausstatten. Diese Strukturen gibt es bereits in Guadeloupe, sie müssen jedoch an die neuen Herausforderungen des Sektors angepasst werden. Dieses Projekt, das von der LPG in Guadeloupe ins Leben gerufen wurde, wird nun auf Martinique fortgesetzt. 

Ein Projekt auf Martinique von Banamart für Innovation und Effizienz
"Die erste Sammelstelle wird in Le Lorrain (im Norden von Martinique) eingerichtet. Letztendlich soll es 4 Standorte auf der Insel geben, einschließlich der Pilotstation. Ziel ist es, ein schlüsselfertiges Projekt zu haben", erklärt Sébastien Thafournel, operativer Direktor der Banamart-Gruppe. Vier Standorte mit einer Gesamtkapazität von 90.000 Tonnen, die den Norden, die Mitte und den Westen der Insel abdecken. Der erste Standort, die Pilotanlage, soll im ersten Halbjahr 2024 in Betrieb genommen werden. Die anderen drei Standorte werden in den Jahren 2024, 2025 und 2026 in Betrieb genommen. "Wir arbeiten mit einer Gruppe von 25 Produzenten zusammen, die eine Gesamtkapazität von 10.000 Tonnen für die Station darstellen, einschließlich 10.000 Pakete pro Woche und 22.000 Kartons pro Tag.

Dieser Plan wurde ausgearbeitet, um auf die Probleme im Zusammenhang mit der Arbeit auf der Insel zu reagieren, die auch in anderen Sektoren auftreten. "80 Prozent der Erzeuger - 275 der 335 Erzeuger auf Martinique – brauchen eine angepasste Antwort. Heute arbeiten die Erzeuger 7 Tage in der Woche und müssen zusätzlich zu der bereits auf den Plantagen verbrachten Zeit reisen, um die Bananen zu transportieren", erklärt Sébastien Thafournel. Jede Station muss ein Produktionsgebiet in einem Umkreis von 25 km abdecken. "Ziel ist es, dass die Genossenschaft die Produkte direkt beim Erzeuger abholt."

"Dieses Projekt ist Teil eines Innovations- und Leistungsplans, was die Ausrüstung, die Rückverfolgbarkeit und die Verarbeitung betrifft." Die Stationen sollen bald auch andere Produkte verarbeiten, da die Gruppe eine Diversifizierung anstrebt.

Besichtigung des Vergusszentrums von Charpentier in Saint Marie. Derzeit gibt es 2 Topfzentren – Ducos und Charpentier - die durchschnittlich 3.000 Packungen für 150 Erzeuger verarbeiten.

Die Erzeuger kommen mit ihren kleinen Lastwagen, um ihre Produktion zu bringen.

Jede Packung wird mit einem Etikett zur Rückverfolgbarkeit versehen, auf dem der Name des Erzeugers und der Name des Betriebs stehen.Die Produktion wird dann der UGPBAN anvertraut, auf Paletten gelegt und bei 13 °C in Containern zum Hafen von Dünkirchen transportiert. Mit den neuen kollektiven Packstationen werden die Topfreinigungszentren übernommen. "Eine echte berufliche Veränderung", so Sébastien Thafournel, denn die Landarbeiter werden zu "Technikern".

Guadeloupe, Vorläufer des "Kollektivs"
Guadeloupe ist mit den gleichen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Arbeit konfrontiert. "Dem Sektor fehlen etwa 500 bis 600 Arbeitskräfte auf der Insel", erklärt Christopher Lignières von der Erzeugergemeinschaft Guadeloupe (LPG). Francis Lignières, sein Vater, Erzeuger und Präsident der LPG, hatte bereits die Gründung einer privaten GIE für ein Sammellager initiiert. "Zu Beginn hatten die fünf Betriebe jeweils ihre eigenen Verpackungsanlagen."

Das neue Projekt für eine kollektive Station soll eine Kapazität von 15.000 Tonnen Bananen abdecken, im Vergleich zu 3.500 Tonnen im Moment, für eine Investition von 3 Millionen Euro, eine echte Herausforderung für LPG. "Die kollektiven Strukturen werden es uns ermöglichen, die Arbeit in den Betrieben zu konzentrieren, uns auf die Qualität der Bananen zu konzentrieren und auch den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte zu vermeiden", erklärt Christopher Lignières. 

Francis Lignières, Präsident der LPG-Gruppe

Die künftigen Stationen machen ein Drittel der Produktion von Guadeloupe und 45 Prozent der Erzeuger auf der Insel aus. Sie sollen Ende 2023-2024 in Betrieb genommen werden. (Die Station Moulinaeau für 25.000 Tonnen ist für Ende 2024 geplant, die Station Feneteau für 4.500 Tonnen für Ende 2023/Anfang 2024).

Christoph Lignières

Besichtigung der künftigen Packstation des LPG-Konzerns mit David Alquier, Qualitätsmanager des LPG-Konzerns 

Zukünftige Packstation des LPG-Konzerns

Zukünftige Packstation des LPG-Konzerns

Zukünftige Packstation des LPG-Konzerns


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