Giulia Montanaro, Assomela, zum italienischen Apfelanbau

"Produktionsmenge bei Äpfeln steigt weiterhin, trotz eines rückläufigen Pro-Kopf-Verbrauchs"

Die Assomela Societa' Cooperativa im norditalienischen Trento erzeugt einen wesentlichen Teil der italienischen Apfelproduktion und ist bereits seit vielen Jahren ein fester Anbieter am europäischen Exportmarkt. Die Kooperation vertritt dabei die Interessen von ihren Erzeugern (darunter auch VOG und VIP) im nationalen und internationalen Umfeld. Mit zielgerichteten Marketingmaßnahmen und durchdachten Weichenstellungen in der Sortenauswahl und der Produktion versucht man dem rückläufigen Bedarf entgegenzuwirken, so Sprecherin Giulia Montanaro (r) beim diesjährigen Erzeugerkongress ICOP in Weiz.

Durch die ständige Überproduktion in den europäischen Anbauländern sei es besonders schwierig neue Märkte zu erschließen. "Die Produktionsmenge wächst nach wie vor, während der Pro-Kopf-Verbrauch europaweit stagniert. Diesen Trend beobachten wir ebenfalls auf unseren bedeutendsten Exportmärkten Deutschland und Österreich", so Montanaro. Erschwerend hinzu kommen die aktuellen Herausforderungen, etwa Kostensteigerungen und der vermehrte Fokus auf Regionalität in Zeiten von Corona.

Schlüsselfrage der nahen Zukunft sei es, wie man am besten auf den Konsumrückgang reagiert und wie man neue Verbraucher für den Apfel gewinnt. Montanaro zufolge müssen die Herkunft, die organoleptischen Merkmale sowie die Anbaumethoden der altbewährten Sorten besser vermittelt werden. Diese Sorten werden schließlich auch in Zukunft den größten Anteil am Gesamtvolumen haben. Gleichzeitig müssen aber auch die Nischenartikel mit Sinn und Verstand erweitert werden. "Innovative, rotfleischige Sorten finden besonders bei jüngeren Verbrauchern zunehmend Akzeptanz. Aber auch vergessene, alte Sorten für die regionalen Märkten sowie Mini- und Snackäpfel für Kinder gehören zu den interessanten Nischen im Apfelregal."

Qualitäts- statt Quantitätssteigerung
Montanaro weist ebenfalls auf die interessante Position der Bio-Produktion hin. "Wir sehen Bio nach wie vor als Umsatztreiber der Zukunft und sind weiterhin bestrebt den Öko-Anbau zu erweitern. Gleichzeitig stellen wir aber auch fest, dass die aktuelle Produktionsmenge viel zu groß ist im Vergleich zur Nachfrage. Das heißt, wir müssen in Qualität- anstatt Quantitätssteigerung investieren."

Sinnvolle Marketingmaßnahmen am Point-of-Sale seien Montanaro zufolge der Schlüssel zum Erfolg. "Gerade im Hinblick auf die rasche Angebotsdifferenzierung der letzten Jahre ist die Kaufentscheidung für den Verbraucher nur noch schwieriger geworden. Deshalb haben wir bei Assomela unsere Sorten in sechs unterschiedlichen Kategorien eingestuft, um die Angebotsvielfalt übersichtlich zu gestalten. Wir bieten auch Kurse und Seminare für LEH-Personal an, damit der Verbraucher vor Ort am POS fachgerecht begleitet wird."

Weitere Informationen:
http://www.assomela.it/ 


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