Amtsantritt an der Spitze des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ)

Prof. Nicole van Dam wird neue Wissenschaftliche Direktorin

Die Forschungsministerin des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Manuela Rottmann, sowie die Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Barbara Sturm, hielten ihre Grußworte im sonnigen Ambiente des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren. Prof. Nicole van Dam gab in ihrer Rede einen Überblick über die Ausrichtung ihrer Forschung, über ihre Vision zur Forschungsarbeit des IGZ und Herausforderungen und Möglichkeiten der Gartenbauforschung in der Zukunft.

Zur Feier des Amtsantritts der neuen Wissenschaftlichen Direktorin Prof. Nicole van Dam (r) lud das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Gäste aus Politik, Forschung und Praxis an den Institutsstandort in ein Gewächshaus. Der ehemalige Wissenschaftliche Direktor Prof. Eckhard George, der in diesem Rahmen nach über 20jähriger Leitung des IGZ ebenfalls verabschiedet wurde, übergab den symbolischen Schlüssel des Instituts an Prof. Nicole van Dam.

"Auch nach vielen Jahren und unterschiedlichsten Forschungsstationen erforsche ich noch leidenschaftlich gerne, wie Pflanzen mit Hilfe der natürlichen Chemie mit Freund und Feind kommunizieren und insbesondere, wie wir dieses Wissen der chemischen Ökologie auf eine nachhaltige Landwirtschaft und auf einen nachhaltigen Gartenbau anwenden können. Am IGZ werde ich eine Forschungsgruppe für pflanzlich-biotische Interaktionen einrichten und so meine Expertise zur chemischen Ökologie pflanzlicher Interaktionen einbringen. Konkret können wir mit Hilfe von Analysen feststellen, welche Naturstoffe eine Resistenz gegen bestimmte Schädlinge verleihen. Meine Forschung hat auch gezeigt, dass sich die chemische Zusammensetzung von Pflanzen unter Umweltstress wie Hitze und Trockenheit oder in Verbindung mit Bodenpilzen verändert."

"Das Wissen, das hier am IGZ gewonnen wird, ist von größter Bedeutung, um viele aktuelle Probleme zu bewältigen. Die Bevölkerung auf unserem Planeten wächst schnell, und alle diese Menschen müssen auf nachhaltige und gesunde Weise ernährt werden, möglichst ohne unsere Umwelt und lebensnotwendige Biodiversität dabei zu schädigen."

"Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IGZ liefern bereits wissenschaftliche Grundlagen für Pflanzen, die dem Klimawandel standhalten und Hitze- und Dürreperioden überstehen. Andere erstellen Modelle, die vorhersagen, wie wir Gemüse mit weniger Ressourcen wie Torf oder Dünger produzieren können, und leisten damit einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das IGZ sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene ein wichtiger Akteur sein kann, wenn es darum geht, den nachhaltigen Gartenbau der Zukunft, vom Molekül bis zum Produktionssystem, zu gestalten. In der Gartenbausprache gesagt: hier am IGZ keimen die wissenschaftlichen Samen für die dringend gebrauchten Lösungsansätze für die Probleme, mit denen die gartenbauliche Praxis in Deutschland und weit darüber hinaus kämpft. Innerhalb des IGZ und in Zusammenarbeit mit den vielen Expert*innen an den Leibniz Instituten und den Universitäten in der Region Berlin-Brandenburg werden wir Synergien nutzen, um vorhandene Potentiale weiter zu vergrößern."

Weitere Informationen:
http://www.igzev.de 


Erscheinungsdatum:



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