Carlos Glindemann von Agro Red&Green, Spanien:

"Spanische Saison kündigt sich mit großen Mengen und starken Preisschwankungen an"

 
Die spanische Herbst-/Wintergemüsesaison hat wieder begonnen, wenn auch vorerst mit begrenzten Mengen. In diesem Jahr hat sich die Verteilung der Anbauflächen in Almería geändert, wo Tomaten wieder zunehmen und Zucchini an Boden verlieren. Generell könnte die Produktion im Vergleich zum Vorjahr steigen, wenn das Wetter mitspielt. Allerdings besteht auch Unsicherheit darüber, wie sich die Inflation auf den europäischen Lebensmittelkonsum auswirken wird.
 

Carlos Glindemann (links), kaufmännischer Leiter von Agro Red&Green, und Ibán Martos, Manager von Agro Red&Green.

„Obwohl das spanische Gewächshausgemüse langsam auf den Märkten ankommt, ist die Produktion noch nicht sehr groß. Im Moment arbeiten wir noch mit einigen Sommerprogrammen für Zucchini, aber stabile Mengen werden wir erst in der 42. Woche haben, wenn die internationale Messe Fruit Attraction in Madrid stattfindet“, sagt Carlos Glindemann, kaufmännischer Leiter des Handelsunternehmens Agro Red&Green.

Das Unternehmen mit Sitz in Roquetas de Mar, Almería, wurde von der dritten Generation einer seit Langem in Anbau und Vermarktung tätigen Familie gegründet. Das Unternehmen schloss 2021-2022 mit einem Umsatz von rund 30 Millionen Euro mit dem Verkauf von Paprika, Tomaten, Auberginen, Zucchini, Kopfsalat, Brokkoli, Grünkohl, Weißkohl und Wassermelonen ab.

„Der Anstieg der Produktions-, Verarbeitungs- und Transportkosten ist besorgniserregend, da auch der Preis des Produkts steigen muss. Die großen Vertriebsketten sind nicht immer bereit, das zu verstehen, obwohl wir auch bedenken müssen, dass der Verbrauch von Frischprodukten leidet, wenn wir die Preise zu stark anheben. Wir, die mit geschlossenen Programmen mit Supermarktketten und Verarbeitungsbetrieben für Frischware arbeiten, haben bereits vereinbart, die Preise für diese Saison um 10-15 Prozent anzuheben“, sagt Carlos Glindemann.

Deutschland und die Niederlande sind zwei der wichtigsten Exportmärkte für Agro Red&Green, das auch in Länder wie u. a. Dänemark und Ungarn liefert. „Die deutsche und die niederländische Regierung bereiten sich in diesem Winter bereits auf das Schlimmste vor, da die Wirtschaft stark unter der durch den Krieg in der Ukraine verursachten Energiekrise leiden könnte. Deutschland will zum Beispiel Menschen mit geringerem Einkommen beim Kaufverhalten im Supermarkt beraten.“


Das Team von Agro Red&Green

„All dies erzeugt Angst bei den Verbrauchern und wird sicherlich die Kaufentscheidung beeinflussen. Ich bin deutscher Abstammung und habe viele Freunde in diesem Land. Einige, die sogar einen guten Job und ein gutes Gehalt haben, sind dieses Jahr nicht in den Urlaub gefahren, um finanziell für den Winter gewappnet zu sein. Die Deutschen sind sehr weitsichtig und das ist ein schlechtes Omen“, fügt er hinzu.

„Unter diesen Umständen denke ich, dass wir eine Gemüsesaison mit mehr Mengen und großen Preisschwankungen haben werden. Länder wie Marokko, in denen sich die Erträge jedes Jahr verbessern, könnten diese Situation nutzen, um eine starke Marktposition in der EU aufzubauen, da sie es sich leisten können, mit ihren niedrigen Arbeitskosten mit sehr aggressiven Preisen zu konkurrieren“, warnt Carlos Glindemann.

„Unser Team wird auf den wichtigsten Obst- und Gemüsemärkten mit Ratschlägen zur Herkunft der Produkte präsent sein. Wir haben sehr enge Beziehungen zu den Erzeugern und Kunden, mit denen wir gemeinsam gewachsen sind. Viele von ihnen sind für uns wie eine Familie“, so der kaufmännische Leiter von Agro Red&Green.

Für weitere Informationen:
Carlos Glindemann
Agro Red&Green
Centro de Negocios Carrida Planta 3 Oficina 5
04740 Aguadulce- Roquetas de Mar, Almería. Spanien
T: +34 950 107 337
c.glindemann@agroredandgreen.com 
www.agroredandgreen.com 


Erscheinungsdatum:



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