Sharon Veroone vom spanischen Unternehmen Sanllo:

"Die Wetterbedingungen hatten starke Auswirkungen auf die spanischen Kakis"

In der nächsten Saison wird es generell weniger spanische Zitrusfrüchte geben. "In zwei bis drei Wochen beginnt die Kaki-Saison, aber es wird vor allem für diese Frucht eine sehr harte Saison werden. Wegen der Frühjahrsfröste wird mit 50 Prozent weniger Ware gerechnet", sagt Sharon Veroone vom spanischen Unternehmen Sanllo. Das Exportunternehmen, das sich auf Zitrusfrüchte spezialisiert hat, exportiert sein Produkt in die ganze Welt, hat aber ab der nächsten Saison den belgischen und niederländischen Markt im Visier.

"Außerdem wird eine Unterversorgung mit CO2 erwartet, das notwendig ist, um die Herbheit der Kakis zu verringern. Das wird für viele Exporteure zu großen Problemen führen", so Sharon weiter. "Da wir jedoch über einen eigenen Anbau verfügen, konnten wir das vorhersehen und haben ausreichend Produkt und CO2. Daher erwarten wir persönlich keine Probleme bei der Lieferung der Kakis." Qualitativ gibt es jedoch auch Herausforderungen für dieses normalerweise standfeste Produkt. "Durch die Hitze der letzten Zeit sind die Kaki viel kleiner als normal. Die Supermärkte bevorzugen die größeren Formate, aber das wird in diesem Jahr sicher nicht der Fall sein."

Neue Niederlassung in Kanada
Das spanische Anbau- und Handelsunternehmen hat seinen Sitz in Valencia, Spanien, verfügt aber auch über eine Niederlassung in Düsseldorf, Deutschland. "In Spanien betreiben wir zwei eigene Anbaubetriebe, von wo aus wir selbst unter unserer eigenen Marke Sanllo verpacken und in die ganze Welt exportieren. Aufgrund unserer dortigen Niederlassung arbeiten wir viel in Deutschland und Frankreich, exportieren aber auch große Mengen in den Nahen Osten. Darüber hinaus sind wir auch in Brasilien und Kanada tätig, wo es sogar so gut läuft, dass wir dort bald eine neue Filiale eröffnen werden. Für die nächste Saison werden wir aber auch den belgischen und niederländischen Markt im Auge behalten, wo wir mit unserer Spezialität, den Blattclementinen, sicherlich Fuß fassen werden."

Nur Zitronen bilden Ausnahme bei im Allgemeinen rückläufigen Mengen
Das Unternehmen erwartet, dass vor allem in Belgien eine gute Nachfrage nach seinen Blattclementinen besteht. "Es ist ein Produkt, das immer frisch sein muss. Das liegt daran, dass sie nicht gelagert werden kann, da das Blatt vertrocknet oder von der Frucht abfällt. Das garantiert Frische; etwas, wofür wir in Belgien, aber auch in den Niederlanden eine große Zukunft sehen." Die neue Saison der Clemenrubi beginnt in der ersten Oktoberwoche, danach folgen die Oronules und die Clemenules starten Anfang November. "Außerdem haben wir in dieser Saison die Anbauflächen für Oronule-Clementinen mit Blättern auf 80 Hektar erweitert. Insgesamt wird ein leichter Rückgang der Clementinenproduktion erwartet, aber die 'besseren' Sorten werden im Vergleich zur letzten Saison in größeren Mengen vorhanden sein. Die Qualität sieht sehr gut aus."

Bei den anderen Zitrusfrüchten, die Sanllo exportiert, widersetzen sich nur die Zitronen dem Trend der rückläufigen Mengen. "Die erste Lieferung von Navelina-Orangen wird in der ersten Novemberwoche erwartet. Auch hier wird es aufgrund der Trockenheit einen Rückgang der Mengen im Vergleich zur letzten Saison geben. Qualitativ werden die Kaliber auch hier etwas kleiner sein, sodass wir erwarten, dass vor allem Größen im Pressformat auf den Markt kommen werden. Aber bei den Zitronen, die ab der letzten Septemberwoche mit der Sorte Primofiore beginnen, werden die Erträge steigen. Wir erwarten einen Zuwachs von fünf Prozent gegenüber der letzten Saison, auch bei etwas kleineren Abmessungen." 

Sanllo wird auch auf der kommenden Fruit Attraction in Madrid vom 4. bis 6. Oktober vertreten sein. Das Unternehmen ist in Halle 8, Stand E08A zu finden. 

Für weitere Informationen:
Maria Martinez
Sanllo
Sales Manager Deutschland
Tel +49 170 5564705
maria@sanllo.de 
https://sanlloexport.com/de/ 


Erscheinungsdatum:



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