Deutschland ist mit 83,2 Millionen Einwohnern (18 Prozent der Gesamtbevölkerung der EU-27) die größte Volkswirtschaft in Europa und ein führender europäischer Markt für Lebensmittel und Getränke. Im Jahr 2021 belief sich der Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland auf € 231,5 Milliarden.
Im Jahr 2018 (letzte verfügbare Daten) gaben die deutschen Haushalte € 28,45 pro Monat für Obst aus. Im Kalenderjahr 2021 war Deutschland der siebtgrößte Erzeuger von Frischobst in der EU-27 und der größte Obstverbraucher. Im Wirtschaftsjahr 2020/21 verzehrten die Deutschen rund 8,8 Millionen Tonnen Obst, einschließlich Tiefkühl- und Dosenobst auf Basis des Frischgewichts. Die Deutschen bevorzugen frisches Obst, konsumierten aber im MJ 2020/21 auch 67.529 MT Tiefkühlobst und 125.000 MT Trockenobst. Darüber hinaus konsumieren die Deutschen pro Kopf mehr Fruchtsäfte und Nektare als jedes andere europäische Land und die Vereinigten Staaten. Die fünf meistverzehrten Früchte in Deutschland sind Äpfel, Bananen, Orangen, Trauben und Clementinen.
Die Deutschen sind allerdings auch mit exotischen Früchten wie Mangos, Passionsfrüchten, Avocados und Litschis gut vertraut. Die Position Deutschlands als größter Obstkonsument der EU-27 ist eher auf die Größe der Bevölkerung als auf einen hohen Pro-Kopf-Verbrauch zurückzuführen. Das wachsende Gesundheitsbewusstsein und Faktoren innerhalb der deutschen sozioökonomischen Struktur, insbesondere die alternde und zunehmend im Ausland geborene Bevölkerung, könnten einen Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs von Obst begünstigen. Ende 2021 waren 22 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre und älter, während nur 13 Prozent jünger als 15 Jahre alt waren. Außerdem gibt es in Deutschland eine hohe Zahl von Einwanderern aus der Türkei und anderen Mittelmeerländern, deren Ernährung einen höheren Anteil an Obst enthält als die traditionelle deutsche Ernährung. Einwanderer in Deutschland neigen zudem dazu, einen höheren Prozentsatz ihres Einkommens für Lebensmittel auszugeben.
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Quelle: apps.fas.usda.gov