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BLE-Kartoffelmarktbericht KW 31:

'Vergünstigungen waren häufiger zu verzeichnen als Verteuerungen'

Inländische Kartoffelofferten dominierten mit einer breiten Sortenauswahl das Geschehen. Neu hinzu kamen Christa, die in München das Sortiment abrundeten. Die Anlieferungen hatten sich laut BLE insgesamt verstärkt und genügten leicht, um das stete Interesse zu stillen. Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich verschiedentlich aufgrund der Ferien und der Hitze eingeschränkt. 

Preislich hatte dies aber keine grundsätzlichen Auswirkungen. Vergünstigungen waren jedoch trotzdem häufiger zu verzeichnen als Verteuerungen. Importe aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Zypern spielten nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch in diesem Sektor verliefen die Geschäfte in ruhigen Bahnen. Die Händer hatten nur selten Anlass, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren. 

Schleswig-Holstein: Vorerst keine Preiserhebung
Die Preiserhebung im Land Schleswig-Holstein wird bis zur Haupternte eingestellt, berichtet die dortige Landwirtschaftskammer. Weiterhin wird von einem reichlichen Frühkartoffelangebot berichtet. Es ist größer als die Nachfrage, welche ferienbedingt anhaltend gering ausfällt. Insgesamt wird das Handelsgeschehen als ruhig bezeichnet.

Die Entwicklung der Pflanzen der Haupternte schwankt. Die Witterung in den vergangenen Wochen war regional unterschiedlich. Speziell in den Gegenden, wo es wenig Niederschläge gab und anhaltender heiß war, erwarten Erzeuger mittlerweile unterdurchschnittliche Erträge für die Haupternte. Anderenorts, beispielsweise an der Westküste Schleswig-Holsteins, haben sich die Bestände der hauptsächlich angebauten Pflanzkartoffeln gut entwickeln können. Der Krankheitsdruck ist gering bis normal.  

NRW: Ruhige Abnahme prägt Speisekartoffelmarkt
Speisefrühkartoffeln sind in allen deutschen und europäischen Anbauregionen verfügbar und drängen auf Abnahme. Ferien- und witterungsbedingt gibt es in NRW eine sehr ruhige Nachfrage, berichtet Weuthen. Zudem beobachtet man einen rückläufigen, übergebietlichen Versand in Richtung Benelux und Frankeich, weil man sich regional versorgen kann. Die Rodebehinderung durch Trockenheit und der beginnende Überseeexport sorgen für etwas Entlastung. 

Eventuelle Absatzmöglichkeiten ab Ende August für Doppelnutzungssorten in die industrielle Verarbeitung könnten für Entlastung sorgen.  Deutsche Schälbetriebe verarbeiten derzeit vorwiegend Vertragskartoffeln aus neuer Ernte Durch die anhaltende Trockenheit ist der Zuwachs bei der Haupternte derzeit nur gering.  Der Qualitätsdruck nimmt währenddessen zu.

Niedersachsen: „Bewässerung war in diesem Jahr aufwändig und teuer“ 
Für die Kartoffelernte ist es derzeit zu heiß und zu trocken. Die Bauern fahren daher in den frühen Morgenstunden oder abends auf die Felder, um die noch nicht lagerfähigen Frühkartoffeln zu ernten. „Die Bewässerung war in diesem Jahr aufwändig und teuer“, schildert Thorsten Riggert, Vorsitzender des Bauernverbands Nordostniedersachsen (BVNON), die schwierige Situation auf den Äckern, gegenüber dem LPD. Bei vielen Landwirten seien die Wasserkontingente nun aufgebraucht. Es gebe jedoch auch einen Vorteil der Trockenheit: Der Krankheitsdruck zum Beispiel durch Krautfäule war sehr gering. 

„Die Qualität stimmt“, bestätigt Carsten Bauck, Vorsitzender des Ökolandbau-Ausschusses im Landvolk Niedersachsen. Er freut sich, dass die Kartoffeln in diesem Jahr wenig mit Krankheiten zu kämpfen hatten und den Verbrauchern auch die biologisch angebauten Erdäpfel daher in optimalem Zustand angeboten werden können.

Beide haben bei ihren Berufskollegen in den vergangenen drei Jahren einen Trend zum Anbau von Biokartoffeln festgestellt. „Einige haben ihre Generationenwechsel genutzt, um bei günstigen natürlichen Voraussetzungen und mit einer Förderung den Hof umzustellen“, nennt Riggert mögliche Beweggründe. Außerdem sei Bio „hip“ und gut nachgefragt. Riggert hofft, dass dies noch so ist, wenn die Landwirte nach der Umstellungsphase in diesem Jahr ihre erste Bio-Ernte verkaufen wollen.

Rheinland-Pfalz: Zufriedenstellendes Frühkartoffelangebot
Das Angebot an Speisekartoffeln in Rheinland-Pfalz ist zum Ende der Frühkartoffelsaison immer noch mehr als ausreichend. Der Absatz läuft weiterhin schleppend, so die Landwirtschaftskammer. Erst das Ende der Sommerferien und sinkende Temperaturen werden den Konsum ankurbeln können. Die sehr trockenen und heißen Bedingungen erschweren die Rodungen. Sie drücken auch die Ertragserwartungen der Anschlusssorten, insbesondere für die Regionen ohne Beregnungsmöglichkeiten.

Zum Teil werden dramatische Einbrüche der Erntemengen erwartet. Die Erzeugerpreise werden abermals um 2 €/dt nach unten korrigiert. Die Markt- und Preissituation für die Haupternte sollte sich aufgrund der schwierigen Erntesituation entspannen.


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