Zitrusfrüchte stehen auf der Tagesordnung des Treffens des südafrikanischen Präsidenten mit dem EU-Ratsvorsitzenden

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa begrüßte "die Verpflichtung zur Lösung aktueller und dringender Handelsfragen, insbesondere im Hinblick auf die Ausfuhr von Zitrusprodukten aus Südafrika in die EU", so die südafrikanische Ratspräsidentschaft nach einem bilateralen Treffen zwischen ihm und dem EU-Ratspräsidenten Charles Michel in Pretoria.

Präsident Cyril Ramaphosa, rechts, erhält einen Höflichkeitsbesuch vom Präsidenten des Rates der Europäischen Union, Charles Michel, am 19. Juli 2022 (Foto: GCIS)

Von verschiedenen Seiten wurde der südafrikanische Präsident aufgefordert, sich in die Angelegenheit der sogenannten "schwimmenden Sendungen" von Orangen einzuschalten, die am 14. Juli, dem Datum des Inkrafttretens des neuen Orangenprotokolls, in die EU geliefert werden. Die südafrikanische Zitrusindustrie will rund 2.000 Container mit Orangen im Wert von schätzungsweise über 600 Millionen Rand (34,4 Millionen Euro) retten. "Präsident Ramaphosa unterstützte den Prozess weiterer Gespräche auf Ministerebene, um eine Lösung zu finden, die einen nachhaltigen Handel im Teilsektor Zitrusfrüchte ermöglicht", heißt es in der Erklärung des Ratsvorsitzes.

Die Europäische Union ist der größte Handelspartner Südafrikas in der Gemeinschaft. Nach Angaben der südafrikanischen Präsidentschaft ist der Gesamthandel seit der Verabschiedung des Abkommens über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit (TDCA) im Jahr 2004 von 150 Milliarden Rupien (8,6 Milliarden Euro) im Jahr 2000 auf 843 Milliarden Rupien (48,3 Milliarden Euro) im Jahr 2021 gestiegen.

Die südafrikanischen Exporte in die EU sind von 64 Milliarden Rupien (3,6 Milliarden Euro) im Jahr 2000 auf 482 Milliarden Rupien (27,6 Milliarden Euro) im Jahr 2021 gestiegen, wobei ein Großteil davon auf die südafrikanischen Fruchtexporte zurückzuführen ist. Neue Märkte, insbesondere im Osten und in Afrika, haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten für südafrikanisches Obst geöffnet und die starke Abhängigkeit des Landes von Europa als Exportziel für bestimmte Obstkategorien verringert.


Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet