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Ein Jahrhundert Nordgemüse Krogmann - Vom regionalen Gemüsehändler zum leistungsstarken Beerenspezialisten

"Sowohl hinsichtlich Anbau als auch Konsum sehen wir weiteres Wachstumspotenzial für die Heidelbeere"

Zu Spitzenzeiten, etwa während der aktuellen deutschen Heidelbeersaison, werden im 2018 eröffneten Dienstleistungszentrum der Nordgemüse Krogmann in Buchholz/Aller bis zu 120-130 Tonnen am Tag aufbereitet, sortiert, verpackt und termingerecht an den in- und ausländischen LEH ausgeliefert. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Traditionsunternehmens zogen wir in den Norden und sprachen mit dem heutigen Geschäftsleiter Christiaan Koellreuter über die Ursprünge des Betriebs, strategische Partnerschaften und die Zukunft der Heidelbeere. 


Christiaan Koellreuter zeigt frische Heidelbeeren aus regionalem Anbau. Der gebürtige Schweizer ist seit nunmehr 2 Jahren Geschäftsleiter von Nordgemüse. 

Am modernen Standort mit einer Produktionsfläche von rund 3.000 m2 dreht sich 365 Tage im Jahr alles um die beliebte Blaubeere. Entweder per Hand oder maschinell wird die Ware innerhalb kürzester Zeit nach der Anlieferung sortiert und entsprechend verpackt. "Wir bieten in enger Rücksprache mit dem jeweiligen LEH-Kunden jegliche Verpackungsarten und -größen an, von 125 Gramm Schale über 500g Eimer bis 1kg Körbe. Großformate kommen dabei vor allem in Frage, wenn die Menge vorhanden ist und der Absatz beschleunigt werden soll. Unsere Aufgabe ist es weiterhin, die Heidelbeere in perfektem Zustand anzubieten. Das ist unser täglicher Anspruch", schildert Koellreuter, der seit etwa zwei Jahren am Ruder des Unternehmens steht.


Insgesamt 4 Verpackungsstraßen stehen nun zur Verfügung.

Vom Rhabarber-Händler zum Beerenspezialisten
Ihren Ursprung findet die Nordgemüse Krogmann, wie der Name auch heute noch verrät, im Gemüsehandel. Einst begann der Urgroßvater des heutigen Gesellschafters Wilhelm Krogmann als Rhabarber-Händler auf dem damaligen Hamburger Großmarkt. In der Nachkriegszeit entwickelte sich der Betrieb zum vollwertigen Obst- und Gemüsegroßhandel und die Geschäftsaktivitäten wurden auf den Berliner Raum ausgeweitet. Seit den 60er Jahren sind Heidelbeeren der Fokus von Nordgemüse, wo Wilhelm Krogmann nicht nur in Deutschland, sondern auch mit einer eigenen Plantage in Frankreich Pionierarbeit geleistet hat.

Parallel zum stetig wachsenden Bedarf an frischen Heidelbeeren in Deutschland, spezialisierte sich der Betrieb zunehmend auf die Vermarktung und die Dienstleistung drumherum. Derweil wurden strategische Kooperationen mit Erzeugern im In- und Ausland geschlossen. Seit einigen Jahren ist die Nordgemüse Krogmann GmbH & Co. fester Bestandteil des Gemüsering und somit auch engst mit dem Münchner Beerenvermarkter Widmann GmbH verbunden. Koellreuter: "Die Heidelbeere ist mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und wird insgesamt attraktiv angeboten. Sowohl hinsichtlich Anbau als auch Konsum ist die Tendenz weiterhin steigend."

Gerade im Hinblick auf die heimische Erzeugung beobachtet Koellreuter momentan eine allmähliche Verschiebung. "Die Frühsorte Duke umfasst nach wie vor mehr als die Hälfte unserer heimischen Heidelbeeren. Die etwas spätere Sorte Bluecrop war früher wohl 'die Heidelbeere', hat aber in den zurückliegenden Jahren an Relevanz eingebüßt, was unter anderem auf Probleme mit dem Shelf-Life zurückzuführen ist. Zukünftig werden wohl auch die späteren Sorten Liberty & Draper einen wichtigeren Stellenwert erhalten. Unsere Erzeuger stehen nun vor der Frage: Ersetze ich meine alten Bluecrop-Anlagen durch, die frühe, Duke oder setze ich auf die, spätere Draper."

Unter der Eigenmarke 'Die dicken Blauen' werden nach wie vor Großmärkte, Gastronomen und inhabergeführte LEH-Märkte mit Premium-Heidelbeeren beliefert. 

Solange deutsche Heidelbeeren verfügbar sind, gelte bei der Nordgemüse die Philisophie 'Deutschland zuerst', fährt Koellreuter fort. "Gerade während der heimischen Saison ist es uns eine Herzensangelegenheit Ware deutscher Herkunft zu vermarkten und wenn die Menge nicht vorhanden ist, eine naheliegende Alternative anzubieten, um eine entsprechende Versorgungssicherheit zu schaffen. Über Widmann haben wir Zugriff auf eine eigene Plantage in Rumänien, durch welche wir das Angebot während der Sommerzeit abrunden können. Ein erheblicher Teil dieser Ware geht aber an unsere ausländischen Absatzmärkte, etwa Österreich, die Schweiz und Osteuropa. Mit Bezug auf die südliche Hemisphäre waren wir 2021 gemeinsam mit unseren Partnern mengenmässig einer der gewichtigsten Importeure peruanischer Heidelbeeren.  Ansonsten sehen wir auch Wachstumspotenzial für den Heidelbeeranbau in Südafrika, weshalb wir uns nun an einer dortigen Plantage beteiligt haben." Gerade im Jahr 2022 erwarten wir nochmals ein enorme Steigerung im Absatz an peruanischen & südafrikanischen Heidelbeeren.

Automatisierung und Nachhaltigkeit prägen die nahe Zukunft
Mit den modernen Räumlichkeiten und der positiven Entwicklung des Konsums sowie des Anbaus sieht sich die Nordgemüse Krogmann auch für die kommenden Jahren gerüstet. Nächster Schritt sei es, die Dienstleistung rundum das beliebte Produkt weiter zu optimieren, um den künftigen Anforderungen gerecht zu bleiben. Koellreuter: "Wir sind weiterhin bemüht unsere Produktion zu automatisieren, was vor allem in der Sortierung extrem wichtig ist. Wir haben bereits eine automatische Sortierlinie, die vollständige Automatisierung des Sortierprozess wäre der nächstlogische Schritt."


Mittels einer modernen Anlage werden die Kunststoff-Kisten nach Gebrauch zu Granulat verpulvert und im geschlossenen Kreislauf wiederverwendet. 

Auch plant man die Neuinstallation einer PV-Anlage sowie eines Windkraftsystems. "Wir wollen der Umwelt Rechnung tragen, zumal die Natur die Basis von allem ist; wir sind meines Erachtens auf einem guten Weg. Ende 2021 haben wir beispielsweise auch eine Mühle angeschafft, in der unsere gebrauchten Kunststoffkisten zu Granulat gemahlen werden. Dies wird anschliessend wieder dem Kunststoff-Kreislauf zugeführt. Um diese Maßnahmen weiter fortzusetzen und generell wachsen zu können, prüfen wir nun die Möglichkeiten unsere Kapazitäten am heutigen Standort zu erweitern."

Weitere Informationen:
Christiaan Koellreuter
Nordgemüse Krogmann GmbH & Co KG.
An der Autobahn 50
29690 Buchholz/ Aller
Tel.:     +49 (0) 5071 / 96 80 00
E-Mail: Info@nordgemuese.de    
www.nordgemuese.de             


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