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Marktanteil klein, jedoch sehr gute Tomatenpreise in Deutschland

Im Mai sind die Tomatenpreise wie erwartet weiter gesunken. Dennoch sind die Preise immer noch überdurchschnittlich hoch. In den Niederlanden gingen die Preise sehr stark zurück. In Spanien hingegen fielen die Preise etwas weniger stark. Eine neue Aktualisierung des Tomaten-Dashboards der Europäischen Kommission zeigt, dass in beiden Ländern der Ertrag pro Kilogramm Tomaten unter dem europäischen Durchschnitt liegt. 

In einer früheren Aktualisierung des Dashboards wurde noch die Frage gestellt, was mit den Tomatenpreisen geschehen würde, sobald die Produktion des späten Anbaus beginnen würde. Dem Dashboard nach zu urteilen, ist der Kilopreis immer noch um fast 50 Prozent höher.


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Bis Mitte Juni ist dies noch nicht der Fall, wenn man beispielsweise die Preise auf den belgischen Versteigerungen betrachtet, die immer eine wichtige Referenz darstellen. Nach einem starken Preisrückgang auf den belgischen Versteigerungen in Woche 17 hat sich der Preis wieder erholt. Seitdem liegt der Preis immer noch deutlich über dem fünfjährigen Durchschnitt von rund 50 Eurocent pro Kilo.


Zahlen VBT, die Seite mit landwirtschaftlichen Zahlen des Flämischen Ministeriums für Landwirtschaft und Fischerei   

Auch auf den deutschen Großhandelsmärkten liegt der Preis nach einem Bericht der BLE deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt. Um die 17. und 18. Woche herum ist hier ein Rückgang, dann aber eine Kurserholung zu beobachten. Bei den deutschen Tomaten sind die Preise, nachdem sie sich im Mai leicht dem Fünfjahresdurchschnitt angenähert hatten, im Juni sogar wieder gestiegen.


Durchschnittspreis pro Kilo für Strauchtomaten in Deutschland. Grafik aus dem BLE-Marktbericht.

Strauchtomaten aus den Niederlanden und Belgien unterscheiden sich auf den Großhandelsmärkten preislich kaum voneinander. Das deutsche Produkt wird deutlich besser bezahlt, hatte aber in der 24. Woche nur einen Marktanteil von 5,1 Prozent gegenüber 41,6 Prozent in Belgien und 52,6 Prozent in den Niederlanden. Auch bei Kirschtomaten lagen die Preise in Woche 24 über dem Fünfjahresdurchschnitt. Mit 53,6 Prozent hatten die Niederlande in Woche 24 den mit Abstand größten Marktanteil, gefolgt von Belgien mit 20,5 Prozent und Italien an dritter Stelle mit 14,3 Prozent. 


Marktanteile Strauchtomaten am deutschen Großhandelsmarkt Woche 24. Diagramm BLE-Marktbericht 

Die Tomatenpreise sind zwar immer noch auf hohem Niveau, aber im Mai zurückgegangen. Detaillierte europäische Zahlen aus einem Marktbericht vom 16. Juni zeigen, dass dies bei Kirschtomaten in allen genannten Ländern der Fall ist. Mit einem Preisrückgang gegenüber April von 57 Prozent ist der Rückgang in den Niederlanden am stärksten. Der Abnahme ist mehr als doppelt so hoch wie die 25 Prozent für die Europäische Union insgesamt. Für ein Kilogramm niederländischer Kirschtomaten wurden durchschnittlich 1,26 Euro bezahlt. 


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Der Preis für Strauchtomaten ist in der gesamten Europäischen Union um durchschnittlich 39 Prozent gesunken. Auf die Niederlande entfielen 59 Prozent. Der durchschnittliche Kilopreis von 1,85 Euro verringerte sich um mehr als 1 Euro, sodass der Durchschnittspreis pro Kilo bei 76 Cent lag. Mit 71 Eurocent ist der Preis nur in Spanien niedriger. Prozentual gesehen sanken die Preise um 53 Prozent, in Belgien sogar um 54 Prozent. Hier bringt ein Kilo 94 Eurocent ein.


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Der durchschnittliche Preisrückgang bei losen runden Tomaten in den Niederlanden ist mit 61 Prozent noch deutlicher, verglichen mit dem durchschnittlichen Rückgang von 30 Prozent in der Europäischen Union, aber auch im Vergleich beispielsweise zu Belgien (-49 Prozent). 


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Der Sommer bleibt noch abzuwarten
Die Tatsache, dass der Tomatenmarkt nach einem Preisrückgang Anfang Mai schnell ein neues Gleichgewicht gefunden hat, ändert nichts an der Tatsache, dass es noch ein schwieriger Sommer werden könnte. Eine Steigerung der Tomatenproduktion, wie sie auch in einem aktuellen WUR-Bericht beschrieben wird, ist weiterhin möglich. Zumal im Sommer auch Tomaten aus Ländern mit weniger hoch technisierten Gewächshäusern auf den Markt kommen. Darüber hinaus spielt auch das Wetter eine Rolle beim Konsum. Und dann ist da noch die Inflation, die die Verbraucher in ihren Geldbeuteln trifft. Auch das kann Auswirkungen haben. 


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