Generalversammlung der SALS-Schweiz am 10. Junii

Grenzschutz und Nachhaltigkeit im Obstbau

SALS-Schweiz hat Ihre Generalversammlung am 10. Juni in Bern abgehalten. Die Vereinigung freut sich über gesunde Finanzen und ein leichtes Wachstum der Mitgliederzahl. Angesichts des internationalen geopolitischen Kontextes sind starke einheimische Wertschöpfungsketten der Schlüssel zur Stärkung der in der Bundesverfassung verankerten Ernährungssicherheit. Die Weiterentwicklung der Agrarpolitik muss in Richtung einer umfassenderen Politik gehen, welche die Land- und Ernährungswirtschaft umfasst. Die sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen im Nachhaltigkeitsdreieck müssen gestärkt werden.

Effizienz in der Produktion
Die parlamentarische Initiative  19.475 legt eine Verringerung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel und eine Verringerung der Nährstoffverluste fest.  Gleichzeitig sind die Preise für bestimmte Stickstoffdünger wie Nitrat in den letzten Monaten um das Dreifache gestiegen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Effizienz, eine gute Verwertung der Hofdünger und die Zusammenarbeit zwischen den Produktionszweigen immer mehr an Bedeutung. Die SALS bleibt kritisch gegenüber den beschlossenen Massnahmen, die sich negativ auf das Produktionspotenzial auswirken, insbesondere die Stilllegung von 3,5% des Ackerlandes. Diese Massnahme ist ein sehr negatives Signal für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft.

Grenzschutz: ein wichtiges Instrument
SALS hat auf die Bedeutung des Grenzschutzes hingewiesen, welcher eine Wertschöpfung im Kostenumfeld Schweiz ermöglicht. Während einige Weltmarktpreise zeitweise an die Schweizer Preise heranreichen, wird die Wichtigkeit der einheimischen Nahrungsmittelketten verdeutlicht. In Zukunft muss die soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit eine noch zentralere Rolle in der Agrar- und Ernährungspolitik spielen. Interne Diskussionen mit den Mitgliedern über einen holistischen Ansatz zur Nachhaltigkeit wurden eingeleitet und in einem Seminar besprochen.

Nachhaltigkeit im Obstsektor
Nach dem statutarischen Teil folgte die Versammlung mit grossem Interesse den Ausführungen von Jimmy Mariethoz, Direktor des SOV. Der Obstverband ist Gründungsmitglied der SALS. Jimmy Mariethoz stellte das Nachhaltigkeitsprojekt für Kernobst vor. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für die konkrete Umsetzung der Nachhaltigkeit durch die Zusammenarbeit aller Akteure der Wertschöpfungskette, vom Produzenten bis zum Handel.

Weitere Informationen:
https://www.assaf-suisse.ch/de/ 


Erscheinungsdatum:



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