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Erneuter Rückbau der österreichischen Kartoffelanbaufläche von 5%

Speiseindustrie rückläufig, Bio- Boom hält an

Die jährliche Auswertung des AMA - Mehrfachantrags für Produktionsflächen heimischer Kartoffeln (bio & konv.) weist 2022 gegenüber dem Vorjahr eine bundesweite Flächenreduktion von 5 % (- 1.128 ha) auf. Somit wird in Österreich lt. MFA bundesweit auf 19.435 ha Kartoffeln produziert. 16.017 ha im konventionellen-  und 3.418 ha im biologischen Anbau. Konventionell bewirtschaftete Produktionsflächen reduzierten sich heuer um 7 % (- 1.253 ha).

Die Anbaufläche für Bio- Kartoffeln weist, nach letztjährigen Rückbau, dank positiver Trendumkehr im Bio- Stärkesegment von +38 % (+143 ha), ein insgesamt zartes Wachstum von 4 % (+125 ha) auf. Damit einhergehend erhöhte sich 2022 der Bio- Flächenanteil an Gesamt von zuletzt 16 % auf 18 %. Auch bei schwieriger Marktlage, der Bio-Boom hält an.

Während konventionell bewirtschaftete Produktionsflächen, mit Ausnahme von Frühkartoffeln, in allen Nutzungsrichtungen verloren, wurde im Biolandbau, vor allem im Früh- und Stärkekartoffelsegment zum Vorjahr ausgeweitet. Bio- Frühkartoffeln gewannen 7 %, Bio- Stärkekartoffeln satte 38 %. Somit wurde der Abbau des letzten Jahres mehr als kompensiert.

Erzeuger bewegen zum Kulturwechsel
Das Corona- Jahr 2021 hatte, wie auch schon 2020, bei MFA- Antragstellern Spuren hinterlassen. War doch der Kartoffelsektor im besonderen Maße von den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung betroffen. Massiv gestiegene Inputkosten gepaart mit klimabedingt erhöhten Schädlings- und Krankheitsdruck, bei gleichzeitig nicht verfügbaren, weil nicht mehr zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, als auch die Rekordpreise für Getreide und Ölsaaten, bewegten Erzeuger, vor allem von konventionellen Knollen, zum Kulturwechsel.

Die heimische Bio- Kartoffelfläche konsolidierte sich 2022, nach dem letztjährigen Dämpfer durch Bio-Stärke, wieder. Bio- Frühkartoffelflächen wurden mit + 7 % abermals ausgebaut und verdoppelten sich zum 5jährigen Durchschnitt annähernd mit + 43 %. Nach dem massiven Rückbau des letzten Jahres wurden die Kontraktflächen für Bio- Stärke mit +38 % wieder auf das Niveau 2019 angehoben.

Der Fokus von Bio- Produzenten liegt mit einem Anteil von 77 % klar auf Frische, wenngleich sich die Anteile seit Vorjahr um 3 % in Richtung Verarbeitung verlagerten.

Flächenverschiebungen zu beobachten
Die niederösterreichische Produktionsfläche für Kartoffeln (bio & konv.) reduzierte sich 2022 zum Vorjahr mit 15.481 ha um 6 %, und findet sich damit unter Niveau 2016 wieder. Flächenverschiebungen zeigten sich überwiegend bei den Kontraktflächen der Speise- und Stärkeindustrie. Diesbezüglich gab es seit 2018 sowohl, als auch einen Abbau von gut 18 %.

Mit 80 % Anteil an Kartoffelfläche gesamt (bio & konv.) ist Niederösterreich DAS Hauptanbaugebiet für heimische Kartoffeln aller Nutzungsrichtungen. Weit abgeschlagen folgt das Burgenland mit 7 %, Schwerpunkt Früh- und Speiseindustriekartoffeln, als auch Oberösterreich, in welchem überwiegend Speisekartoffeln für den Frischmarkt kultiviert werden.

Während große Produzenten- Bundesländer wie NÖ (-6 %), OÖ (-5 %) und Burgenland (-4 %) in Summe (bio & konv.) erneut reduzieren, hat Restösterreich, mit Ausnahme von Wien, seine Produktion leicht ausgeweitet. Im Besonderen der Westen forciert die regionale Versorgung mit frischen Speisekartoffeln.

Weitere Informationen:
www.ama.at 


Erscheinungsdatum:



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