Metallbügel bringt plastikfreie Landwirtschaftsabfälle in Reichweite

Manchmal sind große Innovationen sehr klein. Auf der HortiContact war am Stand von Hortiware ein kleiner, silberfarbener Bügel zu finden. Mit diesem neuen CROP CURV hofft Dirk-Jan Haas, den Landwirten eine Menge Geld zu ersparen, sowohl bei den plastikfreien Anbauabfällen als auch bei den Kosten für deren Verarbeitung. Der Abfallverarbeiter betrachtet die Metallrückstände nicht als Verunreinigung der organischen Produktionsabfälle. 

Plastikfreie Anzuchtabfälle
Dirk-Jan Haas von Hortiware sieht seit langem die Möglichkeit, durch die Verwendung eines Metallrings zum Anbinden der Pflanzen an das Seil anstelle einer Plastikklammer und die Verwendung von biologisch abbaubarem Seil letztendlich plastikfreien Abfall zu erreichen. Im Tomatenanbau waren die Kunststoffträger jedoch immer noch ein Hindernis, sowohl in Bezug auf die Kosten als auch die Abbauzeit. 

"Die Verwendung von Bioseilen in Kombination mit Kunststoffbügeln macht für mich keinen Sinn. Es gibt biologisch abbaubare Klammern und Traversen, aber sie haben ihren Preis: Statt einer Bioklammer kann ich mehrere Metallringe für den gleichen Preis anbringen, selbst bei den aktuellen Stahlpreisen", sagt er. In Zusammenarbeit mit Erzeugern und Abfallverarbeitern entwickelte er deshalb eine Metallklammer.  

Rechts: Mit dem TOM-System wird ein Metallring um die Pflanze gelegt, eine Alternative zum Verdrehen oder zu Plastikklammern

Arbeitsfreundlich
Es scheint ein einfacher Schritt zu sein, aber ihm ging eine Menge Forschung voraus. Schließlich muss auch die Arbeitsfreundlichkeit der Metallbügel gut sein: "Sie sollen sich nicht ineinander verhaken wie Weihnachtskugelhaken. Es muss möglich sein, die Klammern in einem angemessenen Tempo anzubringen, damit das Produkt preislich interessant bleibt, und die Klammer muss natürlich stark genug sein. Dieses Verfahren wurde erfolgreich abgeschlossen, und die Metallbinder wurde nun patentiert", berichtet Dirk Jan.  

Tests im Gewächshaus
Die Binder wurden bei verschiedenen Züchtern getestet und funktioniert eigentlich genauso wie eine Kunststofftraverse. "Der Moment des Anlegens ist etwas später, so dass es gleich richtig an ist. Man lässt sie bis zur Ernte dran: Man schneidet den Stengel mit dem Bügel und allem ab und schneidet noch einmal, damit der Stängel mit dem Bügel zwischen die Abfall fällt." 

Der Bügel kann dann mit einem Magneten aus den Ernteabfällen entfernt werden. "Sonst rostet er, vor allem in Verbindung mit Wasser, innerhalb weniger Monate und geht zurück in die Natur." So können beispielsweise in Deutschland die Anbauabfälle auf den Boden ausgebracht werden, wo sie als Gründüngung für andere Kulturen wieder verwendet werden. Und in den Niederlanden betrachten die Abfallverarbeiter die Metallrückstände nicht als Kontaminanten im Landwirtschaftsabfall.  


Dirk-Jan Haas von Hortiware (rechts) mit dem Agrifast-Team auf der HortiContact 2022. Die Unternehmen arbeiten bereits seit einiger Zeit bei der Vermarktung des TOM-Systems von Agrifast zusammen. Mit dem CROP CURV gehen sie einen neuen Schritt in Richtung plastikfreier Abfälle

Abfallhaufen
"Am Ende der Saison haben die Landwirte einen Abfallhaufen, für den sie immer mehr bezahlen müssen. Der Kompostierer fragt immer wieder nach der Lösung für die Berge von Seilen, die verarbeitet werden müssen. Im Prinzip können Seile wiederverwendet werden, aber da sie so viel organischen Abfall enthalten, der mit den derzeitigen Techniken nicht getrennt werden kann, müssen sie entsorgt werden", sagt Dirk-Jan, der seit Jahren das TOM-System vertreibt, bei dem Kunststoffklammern durch Metallringe ersetzt werden. "In Kombination mit biologisch abbaubaren Seilen und Metallträgern ist der Anbauabfall plastikfrei und vollständig organisch. Damit können wir die Geschichte abrunden, die wir mit den Metallringen begonnen haben."  

Für weitere Informationen:
Dirk-Jan Haas
Hortiware
+31 (0) 659 695 654 
info@hortiware.nl
www.hortiware.nl 


Erscheinungsdatum:



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