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Andreas Kreuzwieser, Meleco GmbH, zur Vermarktung von Bio-Äpfeln in Österreich

"Während der Langzeitlagerung trennt sich die Spreu vom Weizen"

Die Vermarktung des österreichischen Kernobsts befindet sich nun inmitten der zweiten Halbzeit. "Unser aktueller Lagerstand beläuft sich auf etwa 20%. Gerade der Topaz ist zur Zeit sehr beliebt im Exportgeschehen, da die deutschen Bestände nun langsam zur Neige gehen. Dementsprechend starten wir nun sukzessive in einen sehr wichtigen Saisonabschnitt", sagt Andreas Kreuzwieser, Geschäftsführer der Meleco GmbH mit Sitz in Pasching. Das Unternehmen verfügt über mehrere Standorte und widmet sich dem Anbau und Vertrieb von ökologischem Obst aus österreichischem Anbau.

Dank neuester Technik wie etwa Langzeitlagerung und dem bewährten Wassertauchverfahren (FreshPlaza.de berichtete) können die marktüblichen Sorten mittlerweile zwölf Monate im Jahr geliefert werden. Auch die Marktbedingungen in diesem Jahr seien gemäß Kreuzwieser bisher recht gut gewesen. "Beim Topaz haben wir die Preise etwas angezogen, dennoch in einem moderaten Plus. Bei der Gala entwickelt sich die Vermarktung sowie die Preisbildung etwas gleichmäßiger, zumal nicht getaucht wird. Diese Sorte wurde bisher nur am Inlandsmarkt gehandelt und wir konnten das solide Preisniveau auf dem wir gestartet sind in etwa durchziehen. Summa summarum würde ich daher von einer guten Saison sprechen", bilanziert man.


Andreas Kreuzwieser vermarktet ausschließlich heimisches Bio-Kernobst / Bild: Meleco GmbH

Abgerundet wird das Sortiment durch Braeburn, Arlet, Jonagored und Crimson Crisp, wobei nur die Vermarktung der Jonagored bereits beendet wurde. Kreuzwieser: "Die Crimson Crisp wird aus heimischem Bio-Anbau seit etwa zwei bis drei Jahren angeboten und weist in punkto Haltbarkeit unschlagbare Ergebnisse auf. Der Anteil an Tafelware liegt nach neun Monaten Lagerung bei etwa 95 Prozent, was wiederum bedeutet dass nur fünf Prozent nach der Langzeitlagerung nicht vermarktungsfähig sind. In Jahren, in denen die Industrieware nicht kostendeckend abgesetzt werden kann, ist das ein entscheidender Pluspunkt. Crimson wird für Meleco früh gepflückt. „Die Meinung, wonach der Apfel problemlos lange am Baum bleiben kann, teilen wir nicht“.

Erntemanagement und Lagerfähigkeit
Die Lagerfähigkeit einer Apfelsorte sei für den österreichischen Bio-Experten extrem wichtig. "Wir bereiten uns zur Zeit auf eine sehr starke inländische Bio-Ernte vor. Entscheidend ist aber, wie sich dann die Qualitäten nachher entwickeln, denn während der Langzeitlagerung trennt sich die Spreu vom Weizen. Bis Mai gibt es in der Regel genügend Äpfel, die Frage ist ob es dann in der letzten Phase der Saison, im Juni-Juli noch ausreichend Ware in guter Qualität zur Verfügung steht." Eine wesentliche Überlagerung von Mengen bis in die nächste Saison hinein, gäbe es im Biobereich nicht – ein nicht zu unterschätzender Unterschied zum konventionellen Geschehen. "Jedes Jahr ist anders, und das ist auch gut so."

In großen Teilen Österreichs kam es in den zurückliegenden Wochen zu Temperaturen von bis zu 25-30 Grad. Nichtsdestotrotz haben sich die Blüten überwiegend gut entwickelt. "Wenn es im Herbst zu Beginn der neuen Ernte immer noch heiß ist, könnte es durchaus heikel werden. Entscheidend ist letzten Endes das Erntemanagement und die Schlagkraft bei Transport und Übernahme, sprich die Ware muss genau zum optimalen Zeitpunkt geerntet und zügig heruntergekühlt werden. Inwiefern uns der Ukraine-Krieg hinsichtlich Mangel an Erntepersonal betrifft, bleibt abzuwarten. Wir sehen aber vorerst keine Katastrophe auf uns zukommen."

Rechts: Lageräpfel im Lager der Meleco GmbH

Überschaubare Stromkosten
Auch die Kostensteigerungen seitens der Produktion müsse man gemäß Kreuzwieser differenziert betrachten. "Auch wenn wir zweifelsohne Kostensteigerungen haben - es gilt, Angebot und Nachfrage zu betrachten, denn entscheidend ist, ob die Ware zeitgerecht geräumt wird. Seitens der Langzeitlagerung sehe ich keine erdrückenden Mehrkosten auf uns zukommen. Der Strom wird zwar teurer, aber zirka 60 Prozent des Stroms wird in den ersten drei Monaten nach der Einlagerung verbraucht. Eine niedrige Temperatur zu halten ist weniger energieaufwendig als das Herunterkühlen der frisch geernteten Ware. Dementsprechend gehe ich von überschaubaren Mehrkosten im Langzeitlager aus. Natürlich müssen wir alle Kosten im Auge behalten. Aber es nützt auch wenig, sich über Dinge zu ärgern, die wir nicht beeinflussen können."

Weitere Informationen:
Meleco GmbH
Andreas Kreuzwieser
Johann Lehner Straße 5
4061 Pasching
T: +43 (0) 7221 21212
F: +43 (0) 7221 21212-20
M: +43 (0) 664 2305 263
E: a.kreuzwieser@meleco.at 
www.meleco.at  


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