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Feico Smit: "Wir haben den Höhepunkt unserer Avocadoproduktion noch nicht erreicht"

Mount Elgon Orchards: 650 Hektar kombinierter Rosen- und Avocadoanbau auf einer Höhe von 2 Kilometern

Feico Smit kann getrost als Afrika-Experte bezeichnet werden. In den 1990er Jahren war er der erste, der für die Blumenversteigerung durch Afrika reiste. Inzwischen ist er zum vierten Mal nach Afrika gezogen. Seit November 2021 ist er COO von Mount Elgon Orchards Kenya Ltd, einem kombinierten Rosen- und Avocadoanbauunternehmen.

Die kenianische Avocado-Saison hat gerade erst begonnen. "Wir sind jetzt mitten in der Pflückphase und die ersten Container wurden letzte Woche verladen", sagt Feico. Die Farm befindet sich - wie der Name schon sagt - in der Nähe des Mount Elgon, eines erloschenen Stratovulkans an der Grenze zwischen Uganda und Kenia. Auf beiden Seiten der Grenze befindet sich der Berg in einem Nationalpark.

"Wir bauen hier Avocados auf einer Fläche von 120 Hektar an. Der Großteil, etwa 95% des gesamten Sortiments, besteht aus Hass-Avocados. Unsere Anbaubedingungen sind für afrikanische Verhältnisse einzigartig. Wir bauen auf einer Höhe von zwei Kilometern an und haben gute Bewässerungsmöglichkeiten und einen guten Boden. Das führt zu einem Fettgehalt, der im Durchschnitt viel höher ist als bei anderen kenianischen Avocados", sagt Feico. Die Ernte beginnt im April, und das Unternehmen liefert die letzten Avocados im September/Oktober.

"Außerdem sind wir sehr streng beim Sortieren. Der Produktionsleiter geht den ganzen Tag mit einem Trockenmasse-Messgerät über das Feld. Und die Leute sind gut ausgebildet. Die Kunden wissen, dass sie bei uns keine Steine, sondern Avocados bekommen. In Kenia gibt es auch viele kleine Erzeuger, die ihre Produkte an Händler liefern, die dadurch mit vielen verschiedenen Qualitäten konfrontiert sind. Dies kommt dem Namen der kenianischen Avocados nicht immer zugute. Unser Vorteil ist, dass wir den gesamten Anbau- und Vermarktungsprozess selbst durchführen. Deshalb arbeiten unsere Kunden gerne mit uns zusammen", sagt Feico.

Die Avocados werden hauptsächlich in die Niederlande und nach Asien verkauft. "Letztes Jahr haben wir 60 bis 70% unserer Avocados in die Niederlande exportiert. In diesem Jahr ist die Marktlage etwas schlechter als im letzten Jahr, aber wir bekommen trotzdem von überall her Nachfrage. Das hat auch mit unserer Qualitätsauslese zu tun", sagt Feico. Diese Woche gab es bei Mt. Elgon Orchards eine Premiere, denn zum ersten Mal hat Kühne & Nagel einen vollen Container direkt von der Firma geladen, statt wie üblich über die Kühlhäuser am Flughafen von Nairobi.

Insgesamt umfasst die kombinierte Rosen- und Avocadofarm rund 650 Hektar, davon 120 Hektar Avocados. "Viele unserer Kulturen wurden erst in den letzten Jahren angepflanzt, so dass sie in den kommenden Jahren voll in die Produktion einfließen werden. Wir haben noch viele Erweiterungspläne und unser Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht. Der Avocadokonsum nimmt weltweit zu, es gibt also ein großes Potenzial", sagt Feico.

Auch zwischen dem Rosen- und dem Avocadoanbau gibt es Synergien. "In der Nebensaison für Rosen sind Avocados unser Renner. Wir sehen es auch als eine Form der Risikostreuung", sagt der COO. "Es gibt jedoch Herausforderungen für beide Produktgruppen. Es wird viel über die Krise im Gartenbausektor geredet und geschrieben, aber wenn man sieht, wie hoch die Preise für Transport und Dünger sind, dann ist auch im exotischen Sektor viel los. Die Preise für Luftfracht und Container sind mehr als doppelt so hoch wie vor achtzehn Monaten."

Feico ist auch stolz auf die Stiftung von Mt Elgon Orchard. "Es ist sehr professionell aufgebaut worden. Hier kann man eine Berufsausbildung zum Automechaniker, Elektriker, Holzarbeiter, Friseur oder Gärtner machen. Wir haben auch ein Krankenhaus, das jährlich 63.000 Menschen aufnimmt. Es ist wirklich erstklassig, wie gut das Ganze organisiert ist."

Zugleich bleiben die Herausforderungen groß. "Es ist immer noch Afrika", lacht Feico. "Ein Tag entwickelt sich nie so, wie man es sich vorstellt, und es passiert immer etwas. Da wir so weit von Nairobi entfernt sind, müssen wir dafür sorgen, dass wir uns mit allem selbst versorgen können, damit wir immer in Bewegung bleiben können. Das ist nicht immer einfach, zum Beispiel herrscht in Kenia derzeit ein Mangel an Diesel. Deshalb stellen wir sicher, dass wir einen strategischen Vorrat an Diesel haben, dasselbe gilt für Düngemittel."

Für weitere Informationen:
Feico Smit
Mount Elgon Orchards
P.O. Box 124, Kitale
Kenia
feico@mtelgon.com  
www.mtelgon.com  


Erscheinungsdatum:



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