Westafrikanische Mangos für den deutschen Markt

"Vor allem im Juli treffen senegalesische Mangos auf einen leergefegten Markt"

Afrikanische Mangos haben sich in den letzten Jahren rasch einen Namen auf den europäischen Märkten erarbeitet. Außer Südafrika werden vor allem im Westen Afrikas schmackhafte Tropenfrüchte erzeugt. Dank optimierter Fruchtlogistik und Professionalisierung des Anbaus konnte das Exportvolumen in den zurückliegenden Jahren rasant erhöht werden. Doch weiteres Ausbaupotenzial sei vorhanden, plädiert Papa Alioune Dieng (r), spezialisierter Importeur mit Sitz in Hamburg. 

Im Jahr 2017 gründete Dieng das Einzelunternehmen International Agro-Business e.K. Es werden vorwiegend Kent-Mangos aus eigenen Plantagen in Senegal importiert und vermarktet, ergänzend bietet der engagierte Fruchtkaufmann Ware aus Elfenbeinküste und Mali an. "Unsere Ware kommt entweder per Flug oder Schiff nach Europa und wird dann vorwiegend an deutsche und holländische Großhandelspartner vermarktet", berichtet Dieng auf Nachfrage.

Mangos in der marktüblichen Kalibrierung 8-er/9-er (Schiffsware) sowie 10-er/12-er (Flugware) stehen in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Verladen werden die Früchte vorwiegend in Kartons, entweder in 4kg (Schiff) oder 6kg-Gebinden (Flug).

Momentan steht die Saison in den Startlöchern mit den ersten Chargen aus der Elfenbeinküste. "In wenigen Tagen stößt dann voraussichtlich erste Ware aus Mali hinzu, welche bis in den August hinein angeboten wird. Ab Mitte Juni kommt die senegalesische Saison dann allmählich in Schwung", schildert Dieng den etwaigen Saisonablauf. Er fügt hinzu: "In der ersten Saisonhälfte gibt es noch Konkurrenz aus Peru und Mexiko, im Juli trifft die senegalesische Ware allerdings auf einen etwa leergefegten Markt, was natürlich besonders vorteilhaft ist. Preislich können wir mittlerweile recht gut mithalten, nicht zuletzt weil der Transport aus Afrika in Richtung Europa im Vergleich zu Lateinamerika günstiger ist."


Westafrikanische Mangos für die europäischen Märkte.

Trotz der erfreulichen Marktposition sei der europäische Markt gemäß Dieng aufnahmefähig für höhere Volumina aus Westafrika. "Dementsprechend strebe ich eine Steigerung unserer Exportmengen in den kommenden Jahren an. Vor allem in Mali sehe ich Potenzial für weitere Anbauprojekte. Das einzige Problem ist, dass in Mali kein Seehafen zur Verfügung steht, sodass wir auf den Hafen in Abidjan  (Elfenbeinküste, angewiesen sind. Kurz gefasst: die Rohware ist in Mali zwar preisgünstiger, die Beschaffungskosten hingegen höher."


Mangos am Baum und exportfähige Bio-Mangos

Obwohl in Westafrika auch Keith und Valencia-Mangos angebaut werden, sei die marktübliche Kent-Mangos nach wie vor am beliebtesten bei Erzeugern, nicht zuletzt weil es eine recht robuste Sorte sei, so Dieng. "Darüber hinaus versuchen wir unser Portfolio um Trockenmangos und frische Ananas aus der Elfenbeinküste zu erweitern. Letzteres Marktsegment wäre für uns vermarktungstechnisch sehr interessant, weil sie eben ganzjährig angeboten werden können."


Frisch geerntete Mangos. 

Bilder: International Agro-Business e.K. 

Weitere Informationen:
Papa Alioune Dieng
International Agro-Business
Lohkampstr. 37b 
22523 Hamburg
+49 176 27 885 639
papidien@yahoo.fr 


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