Tomaten-Dashboard der Europäischen Kommission

Tomatenpreise halten sich auch im März

Der Tomatenpreis in den Niederlanden war im März doppelt so hoch wie üblich. Im Durchschnitt brachte ein Kilo 2,82 Euro ein, wie aus dem Tomaten-Dashboard der Europäischen Kommission hervorgeht. Auch in anderen Mitgliedstaaten sind die Tomatenpreise hoch. Im März war jedoch im Einklang mit den Fünfjahresdurchschnittswerten ein gewisser Preisrückgang zu verzeichnen, zumindest in den Niederlanden und auch in Belgien. Der wirkliche Preisverfall scheint erst später in der Saison zu kommen. Der Markt befürchtet einen starken Preisrückgang nach Ostern.


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In der gesamten Europäischen Union war dies im März noch nicht der Fall. Der Durchschnittspreis pro Kilo stieg sogar leicht auf 2,15 Euro. Dies ist ein leichter Anstieg, der dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht.


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Auch Italien und die Niederlande folgen dem Trend der letzten fünf Jahre, wenn auch mit einem deutlich höheren Preisniveau als in den letzten fünf Jahren. In Italien liegt der Kilopreis unter dem EU-Durchschnitt, in den Niederlanden liegt er deutlich darüber. Für Italien bedeutet dies, dass die Preise im März etwas stärker gesunken sind als im Vorjahr und 25% über dem Fünfjahresdurchschnitt lagen.


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In den Niederlanden war der Preis doppelt so hoch und fiel von Februar bis März auch ein paar Prozent weniger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.


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In Spanien sind die Preise in den letzten fünf Jahren im März manchmal leicht gestiegen, im Durchschnitt um ein Prozent gegenüber Februar. Dies ist in diesem Jahr nicht geschehen. Der Kilopreis blieb jedoch im März um durchschnittlich 67% höher als in den vergangenen fünf Jahren.


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Frankreich ist immer das Land mit dem höchsten Kilopreis auf dem Dashboard. Mit 3,83 liegt der Kilopreis hier um 39% über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre im März.


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Belgien fehlt im Dashboard, aber die Zahlen des Verbandes der belgischen Gartenbaugenossenschaften (VBT) zeigen, dass die Preise im März, wie auch in den Niederlanden, deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt lagen. Ein echter Preisrückgang ist noch nicht zu verzeichnen. In den vergangenen Jahren begann der Preis ab etwa Mitte März deutlich zu sinken. In diesem Jahr ist davon keine Rede. Letzte Woche ist der Preis für Strauchtomaten sogar leicht gestiegen, da Ostern vor der Tür steht. Insbesondere bei Strauchtomaten fällt auf, dass die in den letzten Wochen gelieferten Mengen immer noch halb so groß sind wie im Vorjahr. Bei losen Tomaten ist der Prozentsatz niedriger, aber auch hier sind die Liefermengen noch nicht auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr. In der 14. Woche ging beispielsweise das Angebot an Strauchtomaten um 45% und an losen Tomaten um 39% zurück. In den vergangenen Wochen lag der Prozentsatz bei Strauchtomaten oft sogar unter 50%.

Was nach Ostern passiert, wenn immer mehr Produktionen in Gang kommen, beunruhigt den Markt. Im Gegensatz zu anderen Jahren scheinen mehr Produktionen gleichzeitig auf den Markt zu kommen, da die Anbauten aufgrund der Energiekrise verschoben wurden. Niemand scheint jedoch genau zu wissen, was passieren wird. Wenn es einen "Fahrplan für den Tomatenhandel" gäbe, dann wäre er in Coronazeiten und jetzt auch in Zeiten von Virus- und Energieproblemen stark durcheinander geraten. 


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