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"Wir müssen sofort zurückverfolgen, wo die Ladung herkam"

Die Niederlande nehmen peruanische Avocado-Ladung wegen hoher Kadmium-Werte vom Markt

Die niederländischen Gesundheitsbehörden haben eine Ladung peruanische Avocados vom Markt genommen, das hat das Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF) am 21. März mitgeteilt. Der Grund dafür waren die Kadmium-Werte der Avocados, die über der maximale Schadstoffgrenze (Maximal Residue Limit) der Europäischen Union lagen. In der Meldung heißt es, in den Avocados seien Werte von 0,054 mg/kg - ppm Kadmium festgestellt worden. Der zulässige Höchstwert liegt jedoch bei 0,05 mg/kg - ppm. 

Luis Gomero, Präsident des Peruanischen Agroökologischen Konsortiums (CAP) sagte, die Situation gefährde den Ruf der peruanischen Agrar-Export-Industrie auf dem europäischen Markt. Wichtiger sei aber, dass die lokalen Verbraucher geschützt würden.  "Kadmium ist ein Schwermetall, über dessen Gesundheitsrisiken es viele Studien gibt. Das ist einer der Gründe, warum die internationalen Handelsbehörden Maximalwerte für den Stoff festgelegt haben. Die erhöhte Belastung bei den Produkten bereitet nicht nur den Kakaobauern, sondern jetzt auch den Avocadobauern Kopfzerbrechen. Denn das Produkt wird auf vielen Hektar im ganzen Land angebaut."

Wie ist das Kadmium in die Avocados gekommen?
Laut Gomero gibt es vier mögliche Quellen, wie das toxische Schwermetall die Avocados kontaminiert haben könnte. Die Nationale Agrar-Gesundheitsbehörde (Senasa) des Ministeriums für landwirtschaftliche Entwicklung und Bewässerung (Midagri) sollte die betroffene Ladung deswegen bestmöglich rückverfolgen. 

"Die Avocado-Pflanzen könnten in der Nähe eine Mine wachsen. Vielleicht ist aber auch der Boden mit dem Schwermetall verseucht und die Pflanzen nehmen es auf. Eine weitere Möglichkeit ist ein übermäßiger Einsatz von Pestiziden. Und die letzte, aber eher unwahrscheinliche Option: Die Bauern könnten Dünger verwendet haben, der Kadmium enthält. Normalerweise wird in tropischen Regionen aber mit Phosphatgestein gedüngt", sagt Gomero. "Wir müssen unbedingt zurückverfolgen, wo die Avocadoladung herkam und SENASA muss herausfinden, was los ist."

"Die Agrar-Exporte sind wichtig für die Wirtschaft des Landes und der Sektor sollte so vorsichtig sein, wie möglich, bevor die Pflanzen gepflanzt werden. Die Bauern sollten vorher Bodenproben auswerten lassen. Nicht nur, um zu sehen, wie gedüngt werden muss, sondern auch um zu schauen, ob der Boden womöglich mit Schwermetallen versorgt ist", sagt er. 

Quelle: larepublica.pe 


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