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Simone Pipper-Kluth, Geschäftsführerin der Frischeteam Geschwister Kluth KG aus Willich:

"Wir können Tag für Tag beobachten, wie die Nachfrage nach küchenfertigen Produkten steigt"

Das Interesse an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen bzw. generell wieder auszugehen steigt, womit auch die Nachfrage nach küchenfertigen Produkten angekurbelt werden dürfte. Simone Pipper-Kluth (rechts im Bild), Geschäftsführerin der Frischeteam Geschwister Kluth KG, kann das bestätigen: "Die Nachfrage ist exorbitant gestiegen. Nach gut zwei Jahren Pandemie gibt es kaum noch geeignetes Fachpersonal in den Küchen, weshalb viele Betriebe auf die zuverlässige Versorgung mit unseren Produkten setzen. Sobald die Türen wieder aufgehen, dürfen die Geschäfte nicht am mangelnden Personal scheitern." 

Allgemein beobachte Pipper-Kluth aber auch eine höheres Interesse an Ready-Cut- bzw. Schnittwaren, was in den vorherigen zwei Jahren nicht zwingend der Fall gewesen ist. "Wir sind schon sehr gebeutelt gewesen, immerhin hatten die Kunden in unsere Branche ein Berufsverbot. Zwar sind einige auf Take Away-Verkäufe umgestiegen, jedoch kann damit längst nicht so viel erwirtschaftet werden wie zuvor", weiß Pipper-Kluth. 

Ihr Unternehmen konnte in den beiden letzten Jahren weiterhin seiner Arbeit nachgehen und musste zudem auch keine Mitarbeiter entlassen. "Wir machen im Prinzip da weiter, wo wir 2019 aufgehört haben und das mit demselben Team." 

Umgang mit steigenden Preisen und Kosten
"Unsere Produkte werden natürlich auch teurer angesichts der steigenden Kosten. Im Oktober kommt schließlich auch noch die Erhöhung des Mindestlohns hinzu. Wir sind insofern davon betroffen, als dass wir in unserer Produktionskette zuweilen auf Zuarbeiter angewiesen sind. Doch man braucht nicht für jede Sparte unbedingt Fachkräfte, da auch ungelernte Menschen arbeiten dürfen sollen." Zu den gestiegenen Gemeinkosten für Diesel, Strom, Wasser, etc. kämen Pipper-Kluth zufolge noch die extrem hohen Verpackungskosten hinzu.

"Wenn sich unsere Gastro-Kunden nun zwischen neuem Personal und küchenfertigen Artikeln entscheiden müssen, kommen wir immer wieder zu dem Ergebnis, dass es sinnvoller erscheint, sich einen Profi wie uns an die Seite zu stellen, der sie sieben Tage die Woche mit küchenfertigen Produkten versorgen kann, damit sie eine feste, kalkulierbare Größe haben. Als Gastrobetrieb weiß man aber nicht, ob am nächsten Tag nicht jemand wieder krankheitsbedingt ausfällt", gibt Pipper-Kluth zu Bedenken.  

Nachfrageanstieg bei allen Produkten
Sowohl bei Salat-, Obst- als auch bei Gemüsemischungen könne die Geschäftsführerin eine höhere Nachfrage erkennen. Pipper-Kluth: "Der Hunger nach Erlebnissen steht bei allen Endkunden auf dem Programmpunkt. Wir können Tag für Tag beobachten, wie die Nachfrage nach Schnittartikeln steigt." Home Office sei aber noch allgegenwärtig. Pipper-Kluth ist sich sicher, dass das Kantinengeschäft bei Großunternehmen nicht mehr die Zahlen erreichen wird, wie sie es noch von 2019 kannten. Jedoch sei ihr Eindruck, dass bei Kantinen in Einrichtungen wie Universitäten früher oder später wieder ein geregelter Betrieb herrsche, da solche Institutionen von der Präsenz und dem persönlichen Austausch lebten.   

Pipper-Kluth spricht sich für Steuersenkungen aus, um die Spritkosten klein zu halten. "Das würde unserer Logistik sehr helfen. Außerdem steuern wir langsam auch wieder auf die Sommersaison zu, womit wir wieder auf mehr regionale Produkte zugreifen können und ein Großteil der Logistik nicht mehr vonnöten sein wird. Zudem ist es uns wichtig, dass die Salatbauern, von denen einige langjährige Lieferpartner sind, faire Preise erhalten."

Plastik- vs. nachhaltige Verpackungen
"Innerhalb der Wintersaison sind wir auf ausländische Ware angewiesen. Das heißt, dass die Ware mehrere Tage lang der Logistik Stand halten muss, bevor sie bei uns ankommt. Entlang der Produktionskette würde ich gerne nachhaltigere Verpackungen verwenden. Allerdings haben wir uns dabei auch nach der Lebensmittelverordnung zu richten, die uns deutliche Vorgaben stellt", sagt Pipper-Kluth.

"Es scheint auch so, als ob die Verpackungsindustrie während der Pandemie nicht wirklich Geld in neue Produkte investiert, geschweige denn entwickelt hat. Entweder sind sie in Corona-Schockstarre gefallen oder ihnen fehlte tatsächlich das Geld für die Entwicklung." Es bestünden derzeit kaum Alternativen für ihre Branche, die Produkte sicher und gekühlt zu liefern. "Bei Großkunden verhelfen wir uns unter anderem mit Einlegebeuteln in Kisten. Wenn ein Betrieb etwa 10kg Brokkoliröschen bestellt, legen wir das in eine Kiste und der Kunde kann diese sofort in der Küche umschütten und braucht nicht nicht zehn 1kg-Beutel zu verwenden."

Aktuell bezieht das Unternehmen Produkte aus Spanien, Italien, Frankreich, aber auch den Niederlanden und Belgien. Der Hauptbezugsort sei momentan Spanien, von dem das Unternehmen Salate und verschiedenes Gemüse wie Paprika erhält. "Die Ware aus Spanien wird in den nächsten Wochen auch den Bedarf abdecken", sagt Pipper-Kluth abschließend.  

Weitere Informationen:
Simone Pipper-Kluth
Frischeteam Geschwister Kluth KG
Carl-Friedrich-Benz-Str. 3
47877 Willich
Telefon: +49 2154-8138900
Fax: +49 2154-8138904
Email: info@obstgemueseliefern.de 
Web: www.kuechenfertiges.de


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