Das Speisekartoffelangebot ist derzeit gut bedarfsdeckend bei überaus stabilen Notierungen. Die Qualitäten seien oftmals nur mäßig, was leider oftmals in hohen Abzügen mündet, berichtet das Kartoffelhandelshaus Weuthen. Schwächere Qualitäten werden derzeit in der Schälung oder im Exportmarkt vermarket. Mit dem weiteren Wegfall von Corona-Beschränkungen in der Gastronomie erwartet man eine Umsatzbelebung in diesem Segment.
Das Exportgeschäft Richtung Ost-Europa läuft trotz Ukraine-Konflikt weiter, das Preisniveau liegt deutlich unter Premium Speisekartoffelnotierungen. Die Exportmärkte nach Südeuropa sind derzeit in den Niederlanden ruhig und befinden sich im Wettbewerb mit französischer Ware. "Wir sind regelmäßig Käufer von Drillingen bis 40mm und haben regelmäßig Bedarf an Verleseabgängen", schreibt Weuthen des Weiteren. In den Frühregionen wurde in der vergangenen Woche bereits nennenswert Folienware gepflanzt.
Nachfrageimpuls im Industriebereich
Die Pommes-Industrie verarbeitet wieder auf Hochtouren. Mit der weiteren Öffnung der Außengastronomie und hohen Buchungszahlen für die Ferien erwarten die Fabriken weitere Nachfrageimpulse. Neben der Sicherung des Rohstoffes bis zum Übergang zur neuen Ernte stellt dabei die Beschaffung von Logistik, Energie und Fett eine Herausforderung dar. Angebot und Nachfrage sind derzeit in Balance, die Vertragsabwicklung steht dabei im Vordergrund.
Für Mai, Juni und Juli erwartet man Nachfrageimpulse und zum Ende der Saison steigende Kassapreise. Die Vorräte in den Lagerhallen sind eher niedrig und es gibt nur noch wenig freie Kartoffeln. Den Übergang in die neue Ernte erwartet man ab Mitte Juli. Belgische Schälbetriebe wollen schon ab Anfang Juli neue Ernte verarbeiten.
Weitere Informationen:
www.weuthen-gmbh.de