Kartoffel-Marktbericht KW 9:

'Der Zugriff auf die zyprischen Importe verlangsamte sich verschiedentlich'

Weiterhin herrschten einheimische Speiselagerkartoffeln vor. Die Verfügbarkeit schränkte sich zwar leicht ein, der Bedarf konnte aber dennoch ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Da die Qualität kontinuierlich zu überzeugen wusste, waren die Händler nur selten gezwungen, an ihren bisherigen Forderungen etwas zu verändern. Punktuell verteuerten sich manche Varietäten mengeninduziert, in Berlin und München etwa Annabelle. In Frankfurt waren hiervon insbesondere die festkochenden Sorten betroffen. Ergänzende französische Offerten rundeten das ruhige Treiben ab. Auch bei den Speisefrühkartoffeln verliefen die Geschäfte eher gemächlich. Die Preise verharrten in ihren bisherigen Spannen. Der Zugriff auf die zyprischen Importe verlangsamte sich verschiedentlich. Dies lag mitunter auch an der ausgedehnten Präsenz der italienischen Chargen, so die BLE.

Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Rheinland-Pfalz: Preisniveau weitgehend fest 
Die Geschäfte am Kartoffelmarkt laufen sehr ruhig, schreibt die Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz. Die Verbrauchernachfrage ist nicht immer zufriedenstellend. Somit ist das Angebot an Speiseware auch gut bedarfsdeckend. Der Aufwand bei der Aufbereitung der Packware steigt an. Frühe Importware aus dem Mittelmeerraum könnte in dieser Saison etwas später zur Verfügung stehen. Hoffnungen auf Nachfragebelebung ruhen auf dem Ende der coronabedingten Einschränkungen. Discounter heben in kleinen Schritten die Verbraucherpreise an. Ansonsten ist das Preisniveau weitgehend fest.

Hessen: Geringe Nachfrage an Exportmärkten
Am Kartoffelmarkt setzt sich der ruhige Handel fort, so der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Die verhaltene Nachfrage trifft auf ein bedarfsdeckendes Angebot. Unterdessen fehlen belebende Impulse und in der Folge bleiben die meisten Preise unverändert. Lediglich Partien in Top-Qualitäten bleiben gesucht und erzielen Aufschläge. Das hiesige Angebot wird durch überregionale Zufuhren ergänzt. Zudem wird Importware mit deutlichem Preisabstand angeboten. An den Exportmärkten besteht derzeit nur geringe Nachfrage, nicht zuletzt aufgrund der politischen Entwicklungen in Ost-Europa.

Niedersachsen: Marktverlauf ausgeglichen und ruhig
Entsprechend der Basis (Sortierung 35 - 65, weniger als 8% Mängel, hell- und festschalige Ware, lose, frei Erfassungsstelle je 100 kg) wurden in der vergangenen Woche folgende Preise gezahlt:

Abhängig von der Qualität sind weiterhin Zu- bzw. Abschläge möglich. Beachten Sie bitte folgende Markthinweise: Der Marktverlauf der letzten Woche verhielt sich weiterhin ausgeglichen und ruhig, meldet der Bauernverband Nordostniedersachsen e.V.

Schleswig-Holstein: Exportstopps nach Russland
Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein berichtet, dass der Speisekartoffelmarkt vorerst in normale Bahnen läuft und sich ruhig wie in den Vorwochen zeigt. Das Angebot reicht aus um die Nachfrage zu decken. Bisher hat sich die Nachfrage nicht verschoben. Einige Werbeaktionen stützen den Absatz im LEH. Das Preisniveau der Vorwochen bleibt bestehen. Mit dem Einmarsch der russischen Soldaten in die Ukraine sind die Agrarmärkte jedoch durcheinandergewirbelt. An der Börse in Leipzig verlor die Notierung schon zuvor an Wert und erreichte am Freitag vergangen Woche seit Ende Dezember den Tiefstand. Die Tragweite des Krieges für den Speisekartoffelmarkt ist derzeit schwierig einzuschätzen. Derzeit zeichnet sich ab, dass ägyptische Speisefrühkartoffeln nicht nach Russland geleifert werden sollen. Das hätte veränderte Lieferströme zur Folge, die in Preisrückgängen münden könnten. Eine Verknappung der Frühkartoffelimporte hierzulande sehen Marktteilnehmer aktuell nicht. Problematisch könnte sich der Export von Pflanzgut gestalten. Es wird von Exportstopps nach beispielsweise Russland, Kasachstan sowie Usbekistan berichtet.


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