Richard van der Helm, Willem Dijk AGF:

"Unser Anteil auf dem niederländischen und deutschen Markt ist jetzt fifty-fifty"

Dank der Corona-Pandemie feierte der Umsatz in den Fachgeschäften Hochkonjunktur. "Bis 2019 zeigte dieses Segment einen rückläufigen Trend und dieser Trend hat sich nun entscheidend umgekehrt. In den letzten zwei Jahren wurden die Spezialitätengeschäfte wiederentdeckt. Einerseits bietet dies Chancen für unabhängige Einzelhändler, diese Kunden an sich zu binden. Aber auch die Supermärkte stehen nicht still und entwickeln sich in Bezug auf frische und gesunde Produkte und Convenience weiter. Die Fachgeschäfte müssen sich also wirklich profilieren, wenn sie nicht von den Einzelhändlern überholt werden wollen", bemerkt der kaufmännische Direktor Richard van der Helm von Willem Dijk AGF.

Richard, der Ende 2020 in das Obst- und Gemüseunternehmen in Enschede eingetreten ist, nennt den enormen Druck auf die Margen momentan die größte Herausforderung. "Preissteigerungen sind an der Tagesordnung, denken Sie nur an die Kosten für Energie und Transport. Das wird die größte Schwierigkeit im kommenden Jahr sein, denn man kann dies nicht eins zu eins auf die Produktpreise übertragen. Die Verbraucher sind bereit, für Spitzenqualität zu zahlen, aber es gibt Grenzen, und mit der Öffnung des Foodservice-Sektors, dem Verschwinden des Corona-Boosts und dem Wachstum des Onlinehandels ist dies ein sehr heikles Thema."

Breitgefächerter Kundenstamm
Trotzdem rechnet Willem Dijk AGF auch in diesem Jahr mit einem weiteren Umsatzwachstum. "Wir haben einen sehr breiten Kundenstamm und das hilft uns enorm. Unsere Catering- und Foodservice-Kunden haben immer noch eine schwere Zeit. Letztendlich werden die Menschen ihren Weg zurück in das Hotel- und Gaststättengewerbe finden. Ich erwarte, dass die Niederländer vor dem Sommer auf jeden Fall wieder viele Bars und Restaurants aufsuchen werden. Der Zustrom ausländischer Touristen könnte ein wenig mehr Zeit erfordern. Eine weitere tolle Sache ist, dass unser Angebot von Qualitätsanbietern in Kombination mit einzigartigen Marken bei den Fachgeschäften gut funktioniert und dass wir daher in diesem Segment ein gutes Wachstum erzielt haben. Das bleibt unsere Haupttätigkeit. Wir haben auch zusätzliche Unterstützung beim Marketing und einen Außendienst."

"Auch auf dem deutschen Markt haben wir in den letzten Jahren ein enormes Wachstum erlebt. Das Verhältnis zwischen unseren Verkäufen auf dem niederländischen und dem deutschen Markt ist jetzt fifty-fifty. Wir fahren bis zur polnischen Grenze und kommen bis in den Süden nach Saarbrücken. Es gibt fast jede Woche einen neuen Kunden und das Wachstumspotenzial ist enorm. Unsere östlichen Nachbarn haben mehr als 80 Millionen Einwohner und sind damit die größte Volkswirtschaft in Europa."

"Auch unser Kundenstamm in Deutschland ist sehr vielfältig. Neben der Belieferung von Großhändlern haben wir auch viele Kunden in polnischen und russischen Supermarktketten, die mit unseren Produkten sehr zufrieden sind. Das gilt eigentlich für unser gesamtes Sortiment, aber es gibt beispielsweise eine große Nachfrage nach Kräutern, Kartoffeln, Auberginen und Tomaten. Bei Gewürzgurken sind wir sogar der zweitgrößte niederländische Exporteur in Deutschland und auch Kernobst findet seinen Weg zu deutschen Kunden", sagt Richard. Seit jeher beliefert Willem Dijk auch eine Reihe von irischen Großhändlern mit seinem O&G-Sortiment. "Ich sehe auch Chancen für den Export nach Skandinavien, z.B. auf den dänischen Markt, aber im Moment steht das Wachstum auf dem deutschen Markt im Mittelpunkt des Exportteams."

Ein Mann des Einzelhandels
"Gleichzeitig war ich ziemlich überrascht, dass wir auch auf dem niederländischen Markt immer noch ein solches Wachstum erleben. Die Akquisition, die wir in den letzten Jahren durch Corona getätigt haben, erfolgte jedoch hauptsächlich per Telefon", sagt Richard, der als echter Einzelhandelsmann zuvor für Sanders Supermarkt, EMTÉ Supermarkten, Sligro Food Group und Action gearbeitet hat.  

Was Richard an der O&G-Branche auffällt, ist die positive Energie, die er unter den Unternehmern findet. "Viele Entscheidungen werden auch auf der Grundlage von Emotionen und weniger auf der Grundlage der Vernunft getroffen. Das macht es nicht leicht, einen Mehrwert zu schaffen, denn die Menschen sind nicht so schnell bereit, feste Gewohnheiten aufzugeben. Zugleich ist die Dynamik dieses Handels enorm. Letztes Jahr konnten wir in dieser Woche einige Kunden nicht erreichen, weil so viel Schnee lagb. In diesem Jahr beginnen die Ernten wegen der hohen Gaspreise später. Jeder Tag bringt wieder neue Überraschungen!"

Für mehr Informationen:
Richard van der Helm
Willem Dijk AGF
De Ossenboer 2
7547 SJ Enschede - Niederlande
T: +31 (0)53 4864 751
richard@willemdijk.nl 
www.willemdijk.nl 


Erscheinungsdatum:



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