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Zur aktuellen Lage Papaya-Produktion in Brasilien

"Viele Felder standen wochenlang unter Wasser, und viele gingen komplett verloren"

Durch die schweren Unwetter und Regenfälle Ende letzten Jahres sowie zu Beginn dieses Jahres, standen einige der Hauptanbauregionen Brasiliens "Espírito Santo" und "Bahia" unter Wasser. Schätzungsweise 50.000 Menschen verloren ihre Häuser. "An eine so große Tragödie kann ich mich in der jüngeren Geschichte Bahias nicht erinnern", schrieb Gouverneur Rui Costa. Der Bundesstaat Bahia zählt zu den stärksten Papaya Anbaugebieten Brasiliens, sowohl die Sorte Formosa als auch die kleinere und süßere Golden werden dort gezüchtet, berichtet uns ein großer Importeur aus Deutschland. 

"Viele Felder standen wochenlang unter Wasser, und viele gingen komplett verloren. Die Folgen können die Bauern aktuell noch nicht abschätzen und werden sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Aktuell müssen produktionsseitig größte Anstrengungen unternommen werden, um die Programme in Europa abdecken zu können, was uns auf Grund unserer engen und vertrauensvollen Lieferantenbindung noch gut gelingt. Allerdings können die Erzeuger keine festen Zusagen machen. Wir müssen im Moment von Woche zu Woche denken und abwarten welche Volumen für den europäischen Markt zur Verfügung stehen", heißt es.


Regenschema der letzten 90 Tage

Zusätzlich zeichne sich ein Trend zu weniger Anbau in Brasilien ab, trotz steigender Nachfrage. Die Papaya-Preise stehen schon länger sehr unter Druck und die Qualitätsanforderungen in Europa sind enorm. Das macht das Papaya Geschäft zu einem unkalkulierbaren Risiko sowohl für die Erzeuger, als auch für die Importeure.

Dem Importunternehmen lagen zudem der aktuelle Periodenbericht von einem auf Papaya spezialisierten Brasilianischen Exporteur vor. Die Ergebnisse liegen uns ebenfalls vor:  

Obst (Erzeugung und Qualität)
Entwicklung: Erstens waren die zweite Hälfte des Oktobers und der gesamte November von außergewöhnlich viel Regen geprägt, was für diesen Zeitraum völlig untypisch ist. Normalerweise erstreckt sich die Regenzeit in der Region von Januar bis März, und dies trägt dazu bei die historische Knappheit in den Monaten Juni, Juli und August zu erklären. Die Knappheit, mit der man jetzt konfrontiert ist, ist also auch auf die massiven Niederschläge zurückzuführen, die vor vier Monaten einbrachen.

Das Übermaß an Regen verursacht ein hohes Maß an Pflanzensterben (siehe unten Bilder unserer überschwemmten Ernten) und auch eine beträchtliche Qualitätsminderung, dieser letzte Punkt hat einen geringen Ertrag bei der Obstverpackung zur Folge. Das bedeutet, dass im Durchschnitt während der Regenzeit
nur 30% der geernteten Früchte exportiert werden können. Neben den Regenfällen im Oktober/November gab es Anfang Januar eine weitere große Menge an Niederschläge, die die Qualität und den Ertrag der Früchte auf den Feldern und bei der Verpackung noch weiter reduzierte.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die allgemeine Verringerung der Papaya-Anbaufläche in Brasilien, was hauptsächlich auf drei Gründe zurückzuführen sei:

  1. Steigende Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel und Maschinen - was mehrere Erzeuger dazu veranlasste keine neuen Papayafelder anzulegen. Die Produktion von Papaya in Brasilien ist teuer und daher ist es sehr risikoreich geworden, Papaya in Brasilien zu produzieren
  2. Mangelnde Verfügbarkeit von landwirtschaftlicher Infrastruktur - selbst zu hohen Kosten, Hersteller verlangen mehr als 90 Tage für die Lieferung von Rohren und Bewässerungsgerät.
  3. Preisanstieg bei Kaffee - in der Region ist es üblich, Kaffee und Papaya zusammen anzubauen. Der Anstieg der Kaffeebohnen (der Wert verdoppelte sich in den letzten 12 Monaten) in Kombination mit den steigenden Kosten für die Papaya hat dazu geführt, dass viele Erzeuger nur Kaffee anbauen, ohne Papayas. Der dritte und letzte Punkt, der aber nicht weniger wichtig ist, ist das "Ende der Papayas" bei vielen Nutzpflanzen. Obwohl die Papayabäume kontinuierlich Früchte hergeben, gibt es Perioden mit extrem geringen Erträgen, die lokal als "Hals" bezeichnet werden, da zwischen den erntereifen Früchten und den den erntereifen Früchten und den anderen, die sich noch im Frühstadium befinden (siehe Bilder unten, die diesen "Hals" illustrieren). In dieser Phase der Produktion sinkt das Gesamtvolumen eines Betriebs um mehr als 70 % sinken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination dieser drei oben erläuterten und unten aufgeführten Faktoren die Hauptgründe für die Knappheit sind, mit der man vor Ort konfrontiert ist. 

Der Regen im Oktober und November;
Allgemeine Reduzierung der Papaya-Anbaufläche;
"Hals"-Produktionsperiode.


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