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Florian Jochims zur aktuellen Steckrüben- und Knollenselleriekampagne

"Wir werden die Vermarktung deutscher Steckrüben voraussichtlich länger durchziehen können"

Die Vermarktung der heimischen Steckrüben und des Knollensellerie ist nun in der zweiten Saisonhälfte angelangt. Bislang blickt man auf ein ertragsmäßig starkes Jahr zurück, teilt uns Florian Jochims, Erzeuger im norddeutschen Dithmarschen, auf Anfrage mit. "Vor allem bei den Steckrüben sehen wir nun eine erfreuliche Vermarktungssituation."


Frische Steckrüben während der Aufbereitung / Bild: Jochims Steckrüben-Handels-GmbH & Co. KG 

Die Vorzeichen seien dennoch alles andere als positiv gewesen, blickt Jochims zurück. "Der Frühling 2021 war besonders kalt, weshalb wir bei beiden Produkten mit schlechten Pflanzbedingungen zu rechnen hatten. Dementsprechend konnten wir erst Anfang August, 1-2 Wochen später als üblich, erste Steckrüben bei miesen Qualitäten und Mengen ernten. Mittlerweile sehen wir sowohl bei den Steckrüben als auch beim Sellerie eine durchschnittliche Angebotslage." Der Sellerie liege preislich bei ca. 30 Euro/100kg im Großhandel, Steckrüben werden zu 20-25 Euro/100kg gehandelt. 


Knollensellerie aus dem norddeutschen Anbaugebiet Dithmarschen
Bild: Jochims Steckrüben-Handels-GmbH & Co. KG 

Importware aus Schottland
Traditionell greift man in der zweiten Saisonhälfte vermehrt auf schottische Import-Steckrüben zurück. "Demnächst wird die erste Importware aus Schottland eintreffen. Aufgrund der miesen Ernte soll es weniger Druck von Importware geben, was wiederum vorteilhaft für die Vermarktung der deutschen Steckrüben wäre. Dementsprechend werden wir ergänzend zum Importprodukt voraussichtlich bis in den April hinein - deutlich länger als üblich - deutsche Steckrüben anbieten können", prognostiziert Jochims des Weiteren. 


Rodung in Elpersbüttel / Bild: Jochims Steckrüben-Handels-GmbH & Co. KG  

Trotz Brexit und Corona sei der Import aus Großbritannien auch in den nächsten Jahren unumgänglich, glaubt Jochims. "Die Importmenge sowie das Vermarktungsfenster wird sich aus meiner Sicht schmälern. Aufgrund der optimalen Wetterbedingungen und Böden in Schottland ist die Importware in der zweiten Saisonhälfte einfach frischer und hübscher und deshalb seitens des LEHs beliebter. Da können wir rein qualitativ betrachtet mit heimischer Ware leider nicht mithalten, obwohl wir unsere Saison nun unter anderem wegen dem Klimawandel tendenziell länger durchziehen können."


Knollengemüse unter Vliesabdeckung / Bild: Jochims Steckrüben-Handels-GmbH & Co. KG   

Rückläufiger Bedarf im Großhandel
Die Vorjahreskampagne (2020-2021) sei gemäß Jochims absatzseitig besonders stark gewesen. "Ich glaube nicht, dass diese erhöhte Nachfrage unbedingt mit Corona zusammenhängt. Im Gegenteil: Über den Großmarkt Hamburg geht viel Ware an die Gastronomie und Großverbraucher. Sobald es in diesem Bereich Corona-bedingte Einschränkungen oder Verschärfungen gibt, spiegelt sich dies im Absatz wider. Insofern macht sich die Pandemie schon bemerkbar", sagt der Erzeuger aus Elpersbüttel.

Weitere Informationen:
Jochims Steckrüben-Handels-GmbH & Co. KG
Florian Jochims
Hohe Str. 1
25704 Elpersbüttel
+49 4832 2287
f.jochims@gmx.de    


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