EU-Agrarausblick 2021-31

EU-Erzeugung von frischen Tomaten wird bis 2031 zurückgehen

Bis 2031 wird die Ernte von frischen Tomaten zurückgehen (um -0,4 % pro Jahr). Der Rückgang der Tomatenproduktion ist hauptsächlich auf den starken Rückgang der Winterproduktion in Spanien und die Umstellung auf kleinformatige Tomaten zurückzuführen, die ein geringeres Volumen, aber einen höheren Mehrwert haben. Außerdem stellen die spanischen Erzeuger aufgrund der starken Konkurrenz aus Marokko im Winter auf andere, rentablere Kulturen um. Bei Pfirsichen und Nektarinen führt der anhaltende Rückgang der Anbauflächen zu einem Produktionsrückgang.

Die nutzbare Gesamterzeugung von Äpfeln in der EU dürfte bis 2031 mit 11,1 Mio.t stabil bleiben. Dies ist das Ergebnis der abnehmenden Anbaufläche und der steigenden Erträge, die sich aus der Einführung neuer, ertragreicher Zwergsorten und einer verbesserten agronomischen Bewirtschaftung ergeben. Es wird prognostiziert, dass im Jahr 2031 7,6 Mio.t Äpfel frisch verzehrt werden, während 3,6 Mio.t für die Verarbeitung verwendet werden könnten.

Auch die Produktion von Tomaten für die Verarbeitung dürfte mit rund 10,4 Mio.t stabil bleiben. Die Produktion verlagert sich von hochkonzentrierten Produkten wie Tomatenmark auf weniger konzentrierte Produkte mit höherem Mehrwert wie Tomatenkonserven, Passata, Tomatensaucen und Bioprodukte.

Der Verbrauch von Frischobst in der EU wird steigen, während der Verbrauch von verarbeitetem Obst zurückgeht
Es wird erwartet, dass der Verbrauch von frischem Obst und Gemüse in der EU bis zum Jahr 2031 zunehmen wird, was auf das wachsende Bewusstsein der Verbraucher für die Vorteile einer obst- und gemüsereichen Ernährung sowie auf öffentliche Initiativen zur Förderung des Obst- und Gemüsekonsums zurückzuführen ist. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren und den EU-Ländern. Insbesondere der EU-Verbrauch von frischen Orangen soll auf 13,3kg pro Kopf steigen (+0,5% pro Jahr). Der Verbrauch von frisch gepressten Orangensäften in Supermärkten, Cafés und Restaurants wird den Verbrauch ankurbeln.

Im gleichen Zeitraum wird der Pro-Kopf-Verbrauch von frischen Äpfeln in der EU voraussichtlich auf 15kg steigen (+0,6% pro Jahr), was auf den Wechsel von Apfelsorten zu Sorten zurückzuführen ist, die den Vorlieben der Verbraucher besser entsprechen, insbesondere in Polen. Trotz des prognostizierten Anstiegs verliert der Apfel an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber trendigeren Produkten wie tropischen Früchten und Beeren.

Klicken Sie hier, um den Bericht über die EU-Agrarperspektiven zu lesen.

Für weitere Informationen: ec.europa.eu 


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