Anton Filippo: "Der Trend verlegt sich von Lieferung in Masse zur Verpackung im Ursprungsland"

Wachstum des Heidelbeerimports aus Übersee vorläufig noch nicht vorbei

Als der Logistikdienstleister LBP vor zehn Jahren begann, Heidelbeeren aus Übersee zu transportieren, bestand der Import aus zwei Luftfrachtsendungen und einem Container. Heutzutage können in arbeitsreichen Wochen mehr als 100 Container im Kühlhaus in Maasdijk ankommen. Jetzt, wo die Überseesaison wieder begonnen hat, fragen wir den Geschäftsführer Anton Filippo nach den Erwartungen für die Saison.

"Mangos machen immer noch den größten Anteil aus bei LBP, aber Limetten und Heidelbeeren haben in den letzten Jahren um den zweiten Platz gekämpft. Vor allem der Import von Heidelbeeren nimmt zu. Wir haben bereits die ersten Mengen aus Peru für unsere Kunden erhalten. Der Heidelbeeranbau in Peru hat sich in den letzten Jahren enorm ausgeweitet. In diesem Jahr erwarten wir einen weiteren Anstieg des Angebots um 35% in dieser Richtung. Übrigens steigt auch die Produktion aus Südafrika, wo Heidelbeeren ebenfalls häufig in Plastiktunneln angebaut werden. Diese Saison läuft auch schon wieder ein paar Wochen."


Foto: Maaike Petri

"Viele Länder sind ins Heidelbeergeschäft eingestiegen. Kolumbien befindet sich in der Entwicklungsphase. Mexiko macht große Fortschritte, und auch der marokkanische Anbau ist auf dem Vormarsch. In Europa ist eine große Expansion zu beobachten, vor allem in Serbien, aber in diesem Jahr haben wir auch viele italienische Heidelbeeren auf dem Markt gesehen", fährt Anton fort. "Kritiker fragen sich, ob der Markt diese Expansion verkraften kann, aber ich sehe noch keine Probleme voraus. Relativ gesehen ist der Konsum in Europa immer noch auf einem niedrigen Niveau, beispielsweise im Vergleich zu den USA. Außerdem hat man in den letzten Jahren gesehen, dass die Verbraucher ohne weiteres eine größere Packung akzeptieren. Eine 125-Gramm-Packung wird es sicherlich weiterhin geben, vor allem im Bio-Bereich, aber im konventionellen Bereich sind 300 Gramm immer mehr zum Standard geworden."

Laut Filippo wächst der Markt für Bio-Heidelbeeren immer noch, wenn auch nicht mehr so schnell wie noch vor einigen Jahren erwartet. Vor einigen Jahren investierte LBP in eine neue Verpackungslinie und ein optisches Sortiersystem für Heidelbeeren. Während in den vergangenen Jahren der Trend dahin ging, dass immer mehr Produkte in loser Form geliefert wurden, hat Anton in letzter Zeit eine Änderung dieser Tendenz festgestellt. "Die Einzelhändler scheinen zu wollen, dass immer mehr Obst im Ursprungsland verpackt wird, um eine zusätzliche Handhabung zu vermeiden."


Foto: Maaike Petri

Auf die Frage, welche die neue aufstrebende Obstsorte nach Avocados und Heidelbeeren ist, musste Anton einen Moment nachdenken. "Wir haben in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs an Granatäpfeln erlebt, aber auch an violetten Passionsfrüchten aus Kolumbien. Aber wenn ich die neue Trendfrucht vorhersagen müsste, würde ich sagen: Kiwibeeren!"

Für weitere Informationen:
Anton Filippo
L.B.P. Rotterdam BV
Honderdland 50,
2676 LS Maasdijk - Niederlande
+31 (0)174 530 545
afi@lbp.net
www.lbp.net 


Erscheinungsdatum:



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