Rheinland-Pfalz: Handel problemlos mit heimischer Ware bedient
Ein gutes Speisekartoffelangebot trifft auf eine durch die Ferienzeit nur mäßige Nachfrage meldet die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Der Handel wird problemlos mit heimischer Ware bedient. Die Erzeugerpreise sinken zu Beginn der Haupternte auf 26 bis 28 €/dt. Drahtwurmschäden und Erwinia sind immer mal wieder ein Thema. Neben Anschlusssorten werden auslaufend noch frühe Sorten vermarktet. Trotz verzögertem Erntefortschritt soll die Einlagerung in ca. 2 Wochen starten. Verbraucherpreise bleiben stabil.
Hessen: Ruhiger Geschäftsverlauf
Der Monat August bleibt weiterhin von einem ruhigen Geschäftsverlauf am Kartoffelmarkt geprägt, so der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Aufgrund von regionalen Niederschlägen sind die Rodearbeiten zeitweise unterbrochen. Insgesamt steht jedoch ein umfangreiches Angebot an ansprechender Ware zur Verfügung.Gleichzeitig ist der Absatz aufgrund der Ferienzeit noch immer unterentwickelt. Immerhin fließen nun wieder größere Mengen in Richtung Gastronomie. Die Preise stehen unter Druck und wurden erneut nach unten korrigiert. Teilweise werden die Notierungen für einzelne Partien auch unterlaufen. Einzelmeldungen lassen darauf schließen, dass für geschälte Ware Preise von 95,00 EUR/dt (Rohware) bis 130 EUR/dt (gedämpfte Ware) aufgerufen werden. Frittenrohstoff ab Versandstation geht mit ca. 9,80 EUR/dt in die Bücher.
Schleswig-Holstein: Leichte Belebung der Nachfrage
Der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zufolge ist am Kartoffelmarkt auf der Nachfrageseite eine leichte Belebung nach dem Ende der Sommerferien zu erleben. In den Bundesländern, wo die Schulferien allerdings noch anhalten, wird von einer geringeren Nachfrage berichtet. Auch die Gastronomie nimmt Kartoffeln ab, wenn auch lange nicht so viele wie in Zeiten ohne Corona. Das Angebot ist ausreichend um die Nachfrage zu bedienen. Starker Druck aufgrund von einem zu großen Angebot bleibt bisher aus. Der verspätete Erntebeginn und eine schwierige Abreife lassen das Angebot nur langsam steigen. Doch auch wenn Regen die Rodearbeiten immer wieder ausbremst, stehen genügen Kartoffeln am Markt zur Verfügung. Der überregionale Versand von Kartoffeln ist möglich. Die wechselhafte Witterung wird auch in der Berichtswoche dazu führen, dass das Roden aufgrund von Niederschläge unterbrechen werden muss. Hinsichtlich der Qualitäten hält sich die Besorgnis in Grenzen, wobei sowohl bakterielle als auch Pilzinfektionen bei feuchten Böden eine Rolle spielen.