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Tal Dagul von Agrifood Marketing, ein israelischer Medjoul-Dattelexporteur:

Corona verlagert Verkäufe von Medjoul-Datteln von traditionellen Märkten auf herkömmliche Supermärkte

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat Tal Dagul, der israelische Medjoul-Datteln unter der 'Star Dates'-Marke verkauft, eine Verschiebung der Verkäufe beobachtet. "Die Verkaufsmengen sind ungefähr gleich geblieben, aber sie werden an anderen Verkaufsstandorten und über andere Plattformen verkauft. Die europäiche Nachfrage nach Medjoul-Datteln ist gestiegen. Gerade bei sportlichen Menschen, die auf ihre Gesundheit achten. Ursprünglich lag der Fokus immer auf traditionellen Märkten, aber das hat sich jetzt geändert."

"Heute sind, wenn man mal Deutschland als Beispiel nimmt, Supermarktketten der größte Markt. Denn die haben sich schnell an die neue Situation mit Corona angepasst. Wir glauben, dass die Leute seitdem lieber kleinere und gut verpackte Produkte kaufen. Denn so wird der menschliche Kontakt miniminiert. Einige Produkte sind sogar gar nicht mit Menschen in Berührung gekommen und das zu einem erschwinglichen Preis."

"Deswegen werden immer mehr Einzelhandelspakete an die Supermärkte verkauft und sogar neue Supermarktketten, die vorher nicht mit Medjoul-Datteln gearbeitet haben, zeigen auf einmal ein großes Interesse an dem 'neuen' Produkt. Dieses Muster zeigt sich aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, Frankreich und Spanien."

Tal glaubt, dass vor allem die Pandemie und lokale Lockdowns für den neuen Trend verantwortlich sind. Denn viele traditionelle Märkte mussten wegen der Pandemie schließen. Die Verbraucher hatten also keine Wahl und mussten in den lokalen Supermärkten einkaufen gehen. "Zuerst haben wir dieses Muster in Israel beobachtet. Supermärkte waren einige der wenigen Orte, die weiter geöffnet haben durften, denn die Leute mussten natürlich weiter Essen kaufen. Das ist einer der Gründe, warum wir uns inzwischen vor allem auf den europäischen Einzelhandel spezialisieren. Das Verbraucherverhalten in Israel war für uns wie eine Feldstudie, anhand der wir für uns auch das Verbraucherverhalten in Europa ableiten konnten. So konnten wir besser einschätzen, wie groß die Nachfrage seitens der Supermärkte in Zukunft sein würde."

In der kommenden Saison bleibt Israel weiterhin der weltweit größte Produzent von Medjoul-Datteln. Jedes Jahr produziert das Land im Schnitt 10% mehr Datteln, da neue Bäume produktiv werden.

"Die Ernte wird in diesem Jahr voraussichtlich früh beginnen, nämlich gegen Ende August/Anfang September. Das liegt daran, dass das Wetter wirklich gut war. Im letzten Jahr mussten wir zwei bis drei Wochen später anfangen. Diese Saison sind die Früchte, die an den Bäumen hängen, groß und scheinen eine gute Qualität zu haben. Wir denken deshalb, dass wir früh auf den europäischen Markt kommen werden, aber das kommt natürlich vor allem auf das Wetter an", fährt Tal fort.

"In den vergangenen Jahren haben viele Israelis die Vorteile und das Potential von Medjoul-Datteln erkannt. Das gleiche ist in Marokko, Ägypten und Jordanien passiert. Immer mehr Landwirte sind deswegen auf den Dattelanbau umgestiegen. Hinzu kommen viele junge Leute, die ihr Studium abgeschlossen haben und jetzt zurück auf das Land ziehen, um eine Familie zu gründen. Auch sie pflanzen ihre eigenen Medjoul-Dattelbäume. Deswegen wird die Produktion voraussichtlich noch weitere fünf Jahre lang steigen. Allerdings können wir schwer sagen, was passieren wird. Wir wissen nur: Im Moment ist das Wachstum groß und hält auch vorerst an."

"Allerdings könnte die Konkurrenz diesen Trend beeinflussen. Außerdem sin die globalen Transport- und Verpackungskosten um 15 bis 20% gestiegen. Auch die Wechselkursrate macht es uns nicht gerade leicht. Die Gewinnmargen für Landwirte sinken nun schon seit einigen Jahren kontinuierlich."

Nicht nur Agrifood sondern die meisten israelischen Produzenten konzentrieren sich auf Westeuropa. "Wir investieren viel in Ressourcen und Werbekampagnen, um die Datteln auf der ganzen Welt bekannter zu machen. Leider gibt es noch immer viele Länder, die keine Medjoul-Datteln kennen. Dabei ist es ein so leckeres und gesundes Produkt."

Deswegen steckt der Israelische Plant Council und auch das Board of Dates viel Geld in Werbemaßnahmen. Denn es gibt noch immer ein sehr großes, globales Potential für Datteln.

"Israel verkauft nun seit fast 40 Jahren Medjoul-Datteln nach Europa. Dabei wurden keine neuen Märkte wie Osteuropa, Asien, die USA oder Südamerika erschlossen. Deswegen ist es nur logisch, dass wir als Sektor zusammenkommen müssen, um neue Märkte für Medjoul-Datteln zu erschließen. Wenn wir uns weiterhin allein auf den europäichen Markt konzentrieren, dann könnte der Markt irgendwann übersättigt sein."

"Agrifood wird sich weiterhin auf Einzelhandelsverpackungen konzentrieren und wir sehen definitiv eine Zukunft in diesem Markt. Er hat ein großes Potential, vor allem weil wir alle inzwischen gelernt haben, mit der Pandemie zu leben", sagt er abschließend.

Für weitere Informationen: 
Tal Dagul
Agrifood
Tel: +972 50 4388866
Email: Tald@agrifood.co.il 
https://www.agrifood-marketing.com/ 


Erscheinungsdatum:



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