Charlotte Otte vom Obsthof Otte:

"Nachhaltiger und smarter Obstanbau ist die Zukunft"

In Ostwestfalen-Lippe baut der Obsthof Otte frische Erdbeeren und Himbeeren, Äpfel, Birnen und Zwetschgen für die Region an. Der Obsthof blickt auf eine 100jährige Obstbautradition zurück und mittlerweile bereitet sich Charlotte Otte in vierter Generation auf die zukünftige Geschäftsführung vor. Der Obsthof zeichnet sich sowohl durch seinen regionalen Bezug als auch durch seine Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber den Saisonkräften aus. Aber auch aktuelle Trends der Digitalisierung stehen auf der Agenda der jungen Obstbäuerin.

Mit viel Engagement und Leidenschaft arbeitet sie sich in die Obstproduktion ein: "Wir geben uns viel Mühe beim Anbau und der Vermarktung, das fängt schon bei der Sortenauswahl an und das Ziel sind optimale Qualitäten für glückliche Kunden. Wir starteten die Erdbeer-Saison mit Sorten wie Flair, dann folgen viele weitere und nun sind wir bei den Sorten Faith und Malwina," so Otte. 


Charlotte Otte übernimmt den Obsthof.

Wetter vs. Erdbeeren
"Wie auch alle anderen Betriebe, blieben wir nicht von Kälte, Starkregen und dann extremer Hitze verschont. Dank unserer Minitunnel konnten wir uns jedoch über relativ gute Erdbeermengen freuen, zumindest bis zur ersten großen Wärmeperiode Anfang Juni", teilt Charlotte Otte mit. "Daraufhin wurde bekanntlich alles, was irgendwie Erdbeere heißt, auf einmal vermarktet. Alle Bemühungen  und tollen Ideen die Reifetermine zu timen sind mehr oder weniger von der Natur ignoriert worden. In diesem Jahr sind wir ein wenig hinter einem normalen Jahr, vegetationstechnisch gesehen. Im Vergleich zum Vorjahr sind wir etwa 10-14 Tage zurück." 

Erfreuliche Himbeerernte 
"Besonders erfreulich ist die diesjährige Himbeerernte. Wir haben jetzt wunderbare Früchte am Start. Die bauen wir als Longcanes in Hochtunneln an, zumindest überwiegend. Himbeeren mögen ja nun wirklich keinen Regen, daher schützen wir sie entsprechend. Mit den Qualitäten sind wir sehr zufrieden. Die Himbeeren sind sehr schön und weisen einen sehr guten Geschmack auf. Wir haben die Sorten Vajolet und Tulameen im Anbau."

Statt Pflanzenschutzmittel setzt der Obsthof nach Möglichkeit auf alternative Maßnahmen. "Das Schöne ist, dass wir durch die Himbeer-Tunnel eben auch stark auf Nützlingseinsatz setzen können und damit nachhaltiger und umweltfreundlicher anbauen können. Mein Vater, Karsten Otte, war von Anfang an dabei, die biologischen Anbauverfahren auszutesten und auch im integrierten Anbau zu etablieren bzw. auf den konventionellen Anbau zu übertragen. Unser Ziel ist es nachhaltig im Einklang mit der Natur anzubauen und die Artenvielfalt zu fördern. Das ist neben fantastischen Qualitäten Teil unseres Betriebserfolgs."

"Bald werden auch die ersten Sauerkirschen, Zwetschen und Frühäpfeln ernten können. Danach folgen die ersten Birnen bis wir dann richtig in die Apfelsaison einsteigen und im Laufe des Herbstes unsere 30 verschiedenen Apfelsorten ernten. Diese vertreiben wir hauptsächlich als Regionalmarke in der Region im LEH und sind dafür bekannt, dass Otte-Obst durch die besondere Produktionsweise auch seinen besonderen Wert hat."

Rückblick und Fortschritt 
Obsthof Otte vertraut auf langjährige Arbeitskräfte. "Es spricht sich herum, dass die Leute gerne und gut bei uns arbeiten, da die Bedingungen fair sind und wir darauf achten, dass es den Menschen eben auch als Menschen gut geht. Wir spüren aber auch, dass das Kräfteangebot tendenziell abnimmt, und es schwieriger wird, gute Erntekräfte zu finden." 

Um die Corona-Präventionsmaßnahmen umzusetzen, wurden keine Kosten und Mühen gescheut. "Gerade bei Saisonkräften, mit denen wir tagtäglich zu tun haben, sind wir unserer Verantwortung natürlich bewusst. Die Präventions-Maßnahmen zur Corona-Eindämmung sowie weitere Vorkehrungen konnten wir auch dank der Erfahrungen, die wir letztes Jahr gesammelt haben, verbessern. Letztes Jahr haben wir Saisonkräfte einfliegen lassen, haben die Kapazitäten der Transportlogistik und der Unterkünfte verdoppelt. Der Aufwand und damit auch die Kosten sind deutlich gestiegen. Eine Kompensation wie im Land Brandenburg von 150 € pro Saisonkraft wäre ein wünschenswertes Signal der Unterstützung.“

Nachhaltiger ist smarter
Otte betont gerne die besondere Chance Lebensmittel produzieren zu können, denn schließlich sind dies die Mittel, von denen und durch die wir alle leben. Sie sind unsere Existenzgrundlage. "Ich bin der festen Überzeugung, wenn wir die Hintergründe unserer landwirtschaftlichen Produktion transparent und offen kommunizieren, können wir bei vielen Menschen mehr Bewusstsein und Wertschätzung erreichen. Doch dazu gehört auch auf Seiten der Produzenten nachhaltig zu produzieren, das heißt verantwortungsvoll mit Mensch, Natur, Umwelt und Ressourcen umzugehen."

Sie freut sich darüber, dass immer mehr Menschen den besonderen Wert von Lebensmitteln erkennen und schätzen, indem sie regional und aus nachhaltiger Produktion einkaufen.

Weitere Informationen:
Obsthof Otte Vertrieb 
Charlotte Otte
Heidestr.42
32120 Hiddenhausen
Tel. +49 5223-83400
Fax: +49 5223-87401
Email: info@obsthof-otte.de 
Internet: www.obsthof-otte.de 


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