Erzeugerpreise pflanzlicher Produkte:

+11,5 % im April 2021 durch anhaltend hohe Nachfrage

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im April 2021 um 2,6 % höher als im April 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde der Preisrückgang bei den tierischen Erzeugnissen auch in diesem Monat durch die Preissteigerung bei den pflanzlichen Erzeugnissen in Höhe von 11,5 % gegenüber April 2020 ausgeglichen. Gegenüber dem Vormonat März 2021 stiegen die Preise insgesamt um 1,0 %.


Foto: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021

Preise für Getreide und Pflanzen um 20 % gestiegen

Wie bereits im Vormonat ist der Preisanstieg für pflanzliche Erzeugnisse im April 2021 vor allem auf die höheren Preise beim Getreide zurückzuführen (+20,4 % zum April 2020). Im März 2021 lag die Veränderung dort sogar noch etwas höher, nämlich bei +25,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Ein Grund für den Anstieg könnte die anhaltend hohe Nachfrage aus dem Ausland sein.

Bei den Erzeugnissen des Gemüse- und Gartenbaus betrug die Preissteigerung im April 2021 gegenüber April des Vorjahres 16,1 %. Ausschlaggebend hierfür waren erneut unter anderem die gestiegenen Preise für Pflanzen und Blumen (+20,3 %). Diese Entwicklung ist auf ein knappes Angebot und eine vermutlich durch Corona bedingte hohe Nachfrage zurückzuführen. Beim Gemüse (+13,5 %) stiegen insbesondere die Preise für Tomaten (+42,6 %), deren Saison im April anlief. Der flächendeckende Saisonstart beim Spargel ging mit einem Preisrückgang von 7,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat einher. Im vergangenen Jahr fiel das Angebot durch die coronabedingten Einschränkungen bei der Ernte knapp aus; zudem war die Abgabe an die Gastronomie noch stärker gebremst als im aktuellen Jahr, was 2020 zu einem höheren Preisniveau geführt hatte.

Für Speisekartoffeln hingegen sinken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat bereits seit September 2019. Im April 2021 waren sie um 54,5 % und im März 2021 um 53,4 % niedriger als im Vorjahresmonat. Hierfür dürfte vor allem die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie und aus Großküchen verantwortlich sein. Daneben könnte auch das umfangreiche Angebot aufgrund der höheren Erntemenge gegenüber dem Vorjahr eine Rolle spielen.

Weitere Informationen:
Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 611 75 0
E-Mail: post@destatis.de
Web: www.destatis.de/ 


Erscheinungsdatum:



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