Jennifer Heer von SanLucar:

"Wir sind immer auf der Suche nach umweltfreundlichen Alternativen"

Der Kälteeinbruch und das Regenwetter der letzten Wochen erschwerten die neben der von Corona sowieso schon beeinträchtigten Trauben- und Steinfruchternte in Italien und Spanien. FreshPlaza hat mit Jennifer Heer von SanLucar über den aktuellen Stand ihrer Produktion gesprochen.

Rote Aprikosen. Foto: SanLucar
Foto: SanLucar

Steigende Kosten durch Corona

"Aufgrund der Corona-Lage sind die Kosten erheblich gestiegen, damit alle Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Unser Ziel ist es, die Bevölkerung weiterhin mit bestem Obst und Gemüse zu versorgen in der gewohnten Premiumqualität. Durch das schlechte Wetter die letzten Wochen und Monate wird ein Ernteausfall bei Pfirsichen und Nektarinen von 25% in Spanien und 46% in Italien erwartet. Zum Glück waren unsere Felder nicht so sehr vom Hagel betroffen," so Heer von SanLucar.

Angesichts dieser Umstände stellt Heer daher fest: "Durch das schlechte Wetter in Deutschland ist die Nachfrage nach Pfirsich und Nektarinen gesunken. Das macht es schwierig, höhere Preise zu bekommen, damit die Bauern ihre Ernteausfälle ausgleichen können. Damit wir die gewohnte Premiumqualität anbieten können, werden wir uns verstärkt auf die Qualitätskontrolle und Selektion der Ware konzentrieren."

Gute Traubensaison

Besser sieht es dabei schon hinsichtlich der Trauben aus. "Für die italienische Traubensaison wird eine gute Saison erwartet, was Menge und Qualität angeht. Allerdings wird sich der Erntestart wegen des schlechten Wetters etwas verzögern. Wir gehen momentan davon aus, dass wir Anfang Juli starten können."

SanLucar hat in der Obst- und Gemüsebranche als eingetragene Marke eine Sonderstellung. Die Resonanz von den Einzelhändlern ist Heer zufolge äußerst positiv zu bewerten, was sich nicht zuletzt auch am Verhältnis von den Einzelhändlern zu den Kunden erkennen lässt: 
"Der SanLucar Einzelhändler hat höchste Ansprüche auf Premiumqualität und weiß, dass er mit der Marke SanLucar seinen Kunden einen echten Mehrwert bieten kann. Wir legen großen Wert auf Produkte mit Geschmack, die im Einklang mit Mensch und Natur angebaut werden. Wir nehmen Unternehmensverantwortung ernst. Und natürlich auch den direkten Kontakt und Transparenz mit unseren Einzelhändlern."

Die von Heer angesprochen Transparenz zeige sich daher auch in der Wertschätzung von den Kunden: "Unsere Kunden kennen nicht nur den Vertrieb, der im Markt bei der Betreuung der Obst-und Gemüseabteilung unterstützt, sondern zum Großteil auch die Menschen, die hinter den Produkten stehen, unsere Meisteranbauer. Sie wissen zu schätzen, mit welcher Sorgfalt und Expertise die Früchte angebaut und konfektioniert werden. Die große Sortimentsbreite an Premiumprodukten und der professionelle Auftritt am Point of Sale unterstützt den Einzelhändler dabei, seinen Kunden etwas Besonderes zu bieten. Zudem kann er mit den SanLucar Produkten auch besondere Sorten anbieten, die es woanders so nicht gibt." 


Foto: SanLucar

Anbau im Einklang mit der Natur

Angesprochen auf die zunehmende Nachfrage nach Bio-Produkten betonte Heer, dass SanLucar versucht, künftig komplett auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten: "Von Anfang an war uns ein verantwortlicher Anbau wichtig, schließlich ist die Natur unser wichtigster Partner. In den letzten Jahren hat sich im konventionellen Anbau viel getan und unser Ziel ist es, ganz auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Das geht nicht überall und auch nicht sofort. Grundsätzlich verwenden wir vor allem biologische Schädlingsbekämpfung bei der wir die natürlichen Fressfeinde von Schädlingen einsetzen oder Pheromonfallen aufstellen. Unsere Aprikosen aus Murcia zum Beispiel, kommen schon ganz ohne Pflanzenschutzmittel aus. Das bedeutet natürlich einen erhöhten Mehraufwand, Erfahrung und Expertenwissen. Die Bäume müssen genau beobachtet werden und mehrmals geschnitten werden, damit man sie vor Krankheiten schützen kann. So kann man den Einsatz von Pflanzenschutzmittel verhindern."

Gegen "Food Waste" und für Umweltfreundlichkeit

Auch dem "Food Waste" bzw. der Lebensmittelverschwendung widmet sich SanLucar zunehmend. "Wir arbeiten bereits an mehreren Projekten, die die Umwelt weiter schonen sollen. So versuchen wir, Prozesse zu optimieren, um Energie zu sparen, oder arbeiten gemeinsam mit Instituten, um Wasser so effizient wie möglich einzusetzen. Auch die Lebensdauer von Produkten ist ein Thema, um Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken."

Die Zitrusfrüchte aus Spanien werden neuerdings durch die Kooperation von SanLucar mit Transfesa Logistics dank gekühltem Schienen-Express-Service nach Deutschland exportiert. Heer: "Wir sind immer auf der Suche nach umweltfreundlichen Alternativen. Mit dem Test mit Transfesa wollen wir herausfinden, inwieweit wir den Transport von der Straße auf Schienen verlegen können. Aber auch hier gilt, man kann nicht von einem Tag auf den anderen alles umstellen. Aber stetig in die richtige Richtung zu gehen, ist unser Ziel."


Foto: SanLucar

Für weitere Informationen:
Jennifer Heer
Communication & CR Director - Communication & CR
Tel.: +34 96 142 40 40 
Mobil: +34648039603 
Fax: +34961424158
jennifer.heer@sanlucar.com 


Erscheinungsdatum:
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