Kartoffel-Marktbericht KW 20/21

'Bei den Speiselagerkartoffeln herrschten kontinuierlich die inländischen Chargen vor'

Bei den Speiselagerkartoffeln herrschten kontinuierlich die inländischen Chargen vor. Die Verfügbarkeit begrenzte sich. Dennoch reichte sie aus, um das stete Interesse zu stillen. Daher hatte die verminderte Versorgung kaum Auswirkungen auf die Notierungen. Die Qualität der Offerten überzeugten in den meisten Fällen. Bei den Speisefrühkartoffeln überwogen die zyprischen und italienischen Importe. Neu zum Sortiment hinzu stießen Isabella und Allians aus Zypern, die in Köln eintragen. In Hamburg gab es erste inländische Annabelle, die hinsichtlich Größe und Geschmack aber noch Luft nach oben hatten. Die Notierungen verharrten oftmals auf bisherigem Niveau. In Köln sanken sie für zyprische Annabelle und La Vie ein wenig ab. Auch in Frankfurt waren manchmal leichte Vergünstigungen zu verzeichnen, was die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserte, heißt es im neuesten BLE-Marktbericht.

Rheinland-Pfalz: Lebhafte Nachfrage
Zum Pfingstwochenende war die Nachfrage etwas lebhafter, so die Landwirtschaftskammer. Deutsche Speisekartoffeln aus der Vorjahresernte verlieren zunehmend an Marktbedeutung. Vollsortimenter und Discounter stellen vermehrt auf frühe Importware um. Ersten Meldungen des Statistischen Bundesamtes zufolge schrumpft die deutsche Kartoffelanbaufläche um 1,5 Prozent. Pfälzische Ab-Hof-Verkäufer haben erste losschalige Frühware zu Preisen von 1,80 € bis 2,20 € im Angebot.

Hessen: Qualitätsnachlass und neue Importware aus Spanien
Alterntige Lagerbestände gehen zügig zur Neige. Zumal auch die Qualitäten deutlich nachlassen und Absortierungen bei einigen Partien in die Höhe schnellen. Packbetriebe rechnen mit der Umstellung auf Importware aus Spanien im Laufe dieser Woche. Zuletzt verlief die Nachfrage im LEH in ruhigen Bahnen, teils aufgrund der Ferienzeit. Belebende Impulse seitens der Gastronomie blieben bislang aus. Die Preise für die Ernte aus 2020 dürften bis zum Vermarktungsende unverändert bleiben. Näheres hierzu in der Meldung des Landesbetriebs.

Niedersachsen: Weiterhin gute Nachfrage 
Dank der kühlen Witterung weiterhin gute Nachfrage nach Speisekartoffeln. Auch über Pfingsten wurden alterntige Kartoffeln noch gut nachgefragt, wie der Bauernverband Niedersachsen ankündigt. 

Schleswig-Holstein: Erhöhte Nachfrage im Pommesbereich
Der Lockup hat die Nachfrage der Gastronomie spürbar belebt, wie Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein mitteilt.. Zum Teil kann auf diesem Weg auch noch Lagerware abgesetzt werden. Gute Qualitäten aus dem alten Jahr werden knapp und können zu relativ festen Kursen abgesetzt werden. Abfallende Ware findet kaum Käufer. Die Angebotsmengen aus der alten Ernte sind weiter recht umfangreich. Dies betrifft vor allem die weniger gefragten festkochenden Sorten. Im LEH wird vor allem Importware aus dem Mittelmeerrau angeboten. Doch auch in einigen südlichen Bundesländern haben Rodungen begonnen. Die ersten Partien werden ab Hof angeboten. In Niedersachsen wird erste Frühwahre nach Pfingsten erwartet. Hierzulande wohl erst im Juni. Der späte Erntebeginn sorgt dafür, dass hiesige Lagerware weiterhin gefragt ist – wenn die Qualität stimmt. Für Industrieware konnten sich die jüngsten Preisaufschläge behaupten. Man setzt vor allem im Pommesbereich auf eine erhöhte Nachfrage durch den die teilweise Öffnung der Gastronomie. 


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