Kartoffelbauern in der Absatzkrise:

"Die Kartoffel ist eine Königin, gesund und regional"

Mathias Westermeier ist Kartoffelbauer im bayerischen Kirchheim. Kartoffeln anzubauen, ist seit Jahren schon immer schwerer geworden. Der Klimawandel mit Wetterextremen wie Starkregen und großer Hitze macht alles schwerer, und dann sind da die immer schärferen Qualitätsauflagen der Lebensmittelindustrie, Westermeiers Abnehmer. Der Preisdruck ist hoch, denn die Menschen wollen billige Lebensmittel. Und jetzt auch noch Corona, sagt er gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Einziger Lichtblick für die Kartoffelbauern: Die Menschen kaufen seit Pandemie und Lockdown mehr Speisekartoffeln zum Zu-Hause-Kochen und mehr Tiefkühlpommes für die Tage, an denen es schnell gehen muss. Dem Marktforscher Nielsen zufolge haben Menschen im vergangenen Jahr 490 Millionen Euro für Tiefkühl-Kartoffelprodukte in deutschen Supermärkten ausgegeben, gut zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

Umso mehr ärgert sich Westermeier, wenn in Medien viel über Acrylamid in Pommes steht, weil dann der Eindruck entstehe, seine Kartoffel sei giftig. "Sie ist nicht giftig!", ruft Westermeier. "Die Kartoffel ist eine Königin. Gesund und regional. Wir produzieren sie hier unter freiem Himmel. Und es gibt so viele Variationen von Sachen, die man mit ihr machen kann."

 


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