Hoffnung bei bayerischen Obst- und Gemüsebauern

Kältester April seit 30 Jahren

"Dieses Jahr haben wir die Eisheiligen schon hinter uns." Das ist der Gedanke, der vielen in Bayern momentan durch den Kopf schießt. Der kälteste April seit 30 Jahren ist gerade erst überstanden. Je nachdem, mit wem man spricht, heißt es, die Natur ist heuer zwei oder drei Wochen hinterher. Aber Tomaten, Auberginen, Paprika, Gurken und Zucchini sollte man jetzt langsam ins Freiland setzen! Für Kürbis und Zucchini lohne auch noch die Aussaat, sagt Hans Bauer vom bayerischen Landesverband für den Gartenbau zu BR24.

Momentan stehen die Kirschen in Oberbayern in voller Blüte, letztes Jahr war alles erfroren. Es gab viele Ausfälle bei der Kirschenernte - in ganz Bayern. In Oberfranken hat es beispielsweise rund 50 Prozent Verlust beim Obst geben, in einzelnen Gebieten wurde nur 20 Prozent von einem normalen Ertrag geerntet. Dieses Jahr ist die Entwicklung ganz anders. Es könnte heuer gut gehen, schätzt Hans Bauer, zumindest für Südbayern. Wenn die Kirschen also statt Mitte April jetzt erst blühen, könnten sie es schaffen.

Ostschweiz: Drohende Ernteausfälle im Obstbau
Die Frostnächte im letzten Monat haben in der ganzen Schweiz Schäden von bis zu 5 Millionen Franken im Obst- und Weinbau verursacht. Besonders Aprikosen-, Zwetschgen- und Kirschenkulturen haben gelitten. Auch im Kanton Graubünden wird es zu Ernteausfällen kommen. Schuld ist aber nicht nur der Frost.


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